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Lektion 20.1: Natürliche Gegenspieler, Nützlinge fördern

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Natürlicherweise erscheinen im Gartenjahr zuerst die Schädlinge , aber es dauert gar nicht lange , meist sogar unter 5 Tagen , dann haben die Nützlinge ihre Beute entdeckt und ihre Eier platziert. Sehr schnell schlüpfen dann die Larven und dezimieren den Befall innerhalb kurzer Zeit. Hierbei sind Vertrauen und Geduld gefragt, denn es kann schon mal etwas mehr als eine Woche vergehen, bis Marienkäfer-, Schweb- und Florfliegenlarven und all die anderen Nützlinge beginnen aufzuräumen.

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( Nützling Marienkäferlarve)

Gut strukturierte, naturnahe und artenreiche Gärten bieten genug Lebensraum für Nützlinge und machen den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel überflüssig.

Am besten ist es, sich die Helferlein und Gegenspieler der Schädlinge in den Garten zu locken, mit heimischen Pflanzen und Naturmodulen, die den Wohnungssuchenden dadurch zur Verfügung gestellt werden, sind diese rasch zur Stelle.
Bäume, Sträucher und auch blühende Wiesen mit ihrer Vielfalt an Gräsern, Kräutern und Insekten sind wichtige Elemente im Kampf gegen die Schädlinge. Ein wildes Eck im Garten wird als Unterschlupf genutzt von Amphibien und Schuppenkriechtieren, und ist zudem ein Paradies für Schmetterlinge.
Eine kleine Pfütze oder ein Teich stellt für viele am und im Wasser wohnenden Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebensraum dar. Auch Trockenmauern bieten ideale Lebensräume für viele Arten. Nützlinge besitzen ein enormes Potenzial bei der Kontrolle und Regulierung von Schadinsekten.

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Marienkäfer vertilgen bis zu 50 Blattläuse pro Tag (400 Läuse/Käfer/Jahr), eine Florfliegenlarve verspeist 200 bis 500 und eine Schwebfliegenlarve bis zu 600 Blattläuse im Laufe ihres Larvendaseins. Raubmilben verzehren nicht nur bis zu 50 Spinnmilben pro Individuum, sondern auch Pilzsporen und Pilzfäden.

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Die Menge der jagenden Wespen und Hornissen ist nicht zu unterschätzen. Auch sie füttern ihre Brut mit Schädlingen und tragen ihren Teil zur Bekämpfung bei. Ein großer Wespenstaat vertilgt bis zu einem halben Kilo unerwünschter Kleininsekten täglich. An der Spitze dieser Nahrungskette sind alle Vögel, die ihre Nestlinge füttern. Ein einziges Meisenpärchen vertilgt zusammen mit seinem Nachwuchs rund 70.000 Raupen und 20 Millionen Taginsekten im Jahr.
Zur Förderung dieser lieben, oft unauffällig agierenden Mitbewohner, empfiehlt es sich Nistkästen auf zuhängen, oder Totholz (stehend, liegend) im Garten zu belassen.


Aufgabe

Diskutiere, welche Erfahrungen Du mit Nützlingen bereits sammeln konntest

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Meine Geduld hat sich ausgezahlt :-) . Ständig juckte es mir in den Fingern, die Läuse an Skabiose, Rose und Hibiskus abzustreifen oder mit Wasser abzuspülen. Jetzt sind die Marienkäferlarven da, und auch die Larven von einer Schwebfliege, die Frank erkannt hat :-D

Wunderbar !

Geduld zahlt sich immer aus...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Ich hab leider auch viele Blattläuse, schon seit Anfang April. Leider bisher gar keine Nützlinge.

Habt ihr noch Tipps zum Anlocken?

Bei einer Johannisbeere hab ich Angst, dass sie das Jahr sonst nicht überlebt.

@edina , meine Standartantwort dazu ist : mehr Artenvielfalt , mehr Lebensräume und Geduld. Auch mal was entfernen , wenn es zu anfällig ist. Und , die Pflanzen sollten am Idealstandort stehen. Ansonsten kannst du auch einfach mal mit den Fingern die Blattläuse zerdrücken. Schau dir aber vorher Bilder von Schweb- , Florfliegen und Marienkäferlarven an. Vielleicht sind doch schon welche da.

Klar sind natürliche Gegenspieler immer besser; mit Giften habe ich eh nie groß rum. Und ob die Methode hortan ist weiß ich nicht. aber wo diskutieren, wenn nicht hier?

Vom Teebeutel einen zweiten Aufguss machen und 1:1 mit Wasser verdünnen. damit die Blattläuse besprühen. nach zwei bis drei Tagen sind sie Läuse weitgehend weg.

ob es denn Nützlingen auch schadet weiß ich nicht. ich setzte es eh nur ein, wenn sie Pflanze mehr schwarz als grün war...

was meint ihr? sicher, Nutzung sind sowieso besser, aber gerade am Anfang auch nicht so vorhanden... und Blattläuse gibt's im Garten bei mir immer irgendwo.

born to bee wild and free
Zitat von Lena am 20. Mai 2020, 14:20 Uhr

Ich hab leider auch viele Blattläuse, schon seit Anfang April. Leider bisher gar keine Nützlinge.

Habt ihr noch Tipps zum Anlocken?

Bei einer Johannisbeere hab ich Angst, dass sie das Jahr sonst nicht überlebt.

Sie überleben alle, die Johannisbeere, die Laus, die Ameise, der Vogel, der Käfer.

Wenn man sie lässt, sprich, sich in Geduld übt, Wohnraum bietet und wenn dir die Läuse zu viel sind, kannst du auch mit scharfen Wasserstrahl, Buttermilch-Wasser-Gemisch oder Schmierseife-Wasser Gemisch aufsprühen, Blatt oben und unten.

Ich sehe hier Spatzen, Meisen, Gartenrotschwänze in den Rosenbüschen, wie sie ihren Teil holen, ich sehe verschiedene Wespen, wie sie an Pflanzen jagen. Ich hab noch keine Rose eingehen sehen, wegen Läuse. Wenn du mit Jauchen, Brühen oder Kompost deine Pflanzen stärkst, überleben die das locker. Und selbst bei Gärten, wo sich jahrelang niemand kümmert, wächst die Rose, der Holunder und die diversen Beeren weiter.

Das schöne an allen Gärten ist, sie entschleunigen uns. Selbst der Garten nur mit Gras und Hecke

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Danke, das macht mir etwas Hoffnung.

Der Problemorientierte Ansatz ist da vielleicht nicht der Beste und es braucht einfach etwas Geduld.

An meinem Hibiskus habe ich jedes Jahr massig Läuse, meistens die schwarzen. Bisher habe ich sie immer abgewischt/mit Wasser weggespült. Dieses Jahr will ich mich ja in Geduld üben.... und siehe da

 

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Super

Bei mir sind die Marienkäfer auch unterwegs...

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