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Nährstoffe und Düngen

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Dieses Jahr habe ich beschlossen mal einfach den Sprung in die Professionalität zu machen und habe aus meine zwei Anbauflächen Bodenproben genommen und schicke sie zu einem Labor für die Untersuchung.

Das ist eine Grunduntersuchung bei der Phosphor, Kali, Magnesium und der ph- wert bestimmt wird.

Man kann seine Kulturen angeben, die man nächstes Jahr anbauen will auf der Fläche. Auch viele und auch zweit und drittkulturen.

Man bekommt dann eine Düngeempfehlung für die einzelnen Kulturen.

Wisst ihr warum euer Gemüse manchmal was wird und warum manchmal nicht? Warums manchmal wächst und im nächsten Jahr nicht?

Also, ich weiß es nicht.

Ich bin Gärtnerin (beruflich) seit 20 Jahren.

Könnte man meinen ich hätte einiges an Berufserfahrung.

Klar, habe ich.

Aber in den Boden reinschauen kann ich doch nicht.

Ist es nicht sinnvoll einfach zu wissen was man tut?

Man muss dann nicht in den Laden rennen und Dünger kaufen. Es gibt genug andere tolle Dinge. Holzasche bei Kalimangel, Hühnermist bei Phosphormangel usw.

Wie macht ihr denn das mit den Nährstoffen??

Grüße Mü

Die Düngeempfehlungen gelten für 5 Jahre.

Hi Mü @anja28 , ich bin auch Profigärtner und weiß auch nicht was so genau im Boden drin ist. Ich hab noch nie eine Bodenanalyse machen lassen , ausser Bestimmung des PH Wertes. Bei mir läuft das ehr nach try and error , wobei error seltenst vorkommt. Allerdings geht´s bei mir um Stauden und Gehölze und selten um Gemüse. Dafür ist meine Frau zuständig.  Letztendlich liegt der Erfolg im Anspruch der Pflanze und im groben Kenntnisbereich wie "Boden" funktioniert. Deshalb lege ich sehr viel Wert auf Humusbildung , Ph-Wert , Wasserdurchlässigkeit , Mulch und mineralische Bestandteile im Boden. Alles Dinge die man sehen oder fühlen kann , ausser den Ph Wert , wobei der durch Zeigerpflanzen grob erkennbar ist. Mein "Dünger" beschränkt sich auf kohlensauren Kalk , Hornspäne und Orgamin Animalin. Hat jetzt schon 30 Jahre funktioniert.

hallo Frank,

hat bei mir auch jahrelang so funktioniert.

Jetzt habe ich aber seit 5 Jahren einen Gemüsegarten auf Sand Sand und Sand. Auch in 3m Tiefe Sand.

Hang ausgerichtet nach Süden. ich mulche, ich arbeite Kompost ein, jeden Fingerhut voll lehm den ich finde streue ich auf meine Gemüsebeete. Ok, waren auch mal 2 Anhänger voll.

Aber da funktioniert das plötzlich nicht mehr einfach so.

Tomaten werden nicht mehr 'einfach so', meinen Rosenkohl kann ich eher mit der Pinzette ernten.

Was hast du für einen Boden?

Grüße Mü

Ja gut , wir haben mittelschweren Lehmboden. Da steckt man den Finger rein und wird sofort schwanger. Wir nutzen auch eigenen Kompost aber vor allem Industriekompost vom Kompostierungswerk. Der ist Bombe. Nur aus Grünabfällen ,ohne Biotonne . Die Grünabfälle fast nur von Privat , also nix von der Autobahnböschung.  Die hoffentlich nicht gefakte Analyse kann sich sehen lassen. Keine Probleme mit dem Salzgehalt , keine Pilze , keine Sämereien , da auf 90° durch Zersetzung auf riesigen Mieten kompostiert. Das wäre was für deinen Sandboden , und zwar nicht eingearbeitet sondern nur aufgetragen. Ca. 10cm dick. PS das entspricht jetzt aber nicht dem Hortusgedanken , da der Industriekompost von aussen kommt und nicht auf dem eigenen Gelände entsteht.

 

Ich gärtnere auch bisher nur intuitiv. Untersucht habe ich meinen Boden noch nie. Da ich auch Lehmboden habe und mit viel Mulch und Kompost arbeite, habe ich noch keine Sorgen gehabt, dass es nicht wächst.

Ich kenne mich mit Sandboden auch nicht aus, aber der hält die Nährstoffe ja auch nicht . Da wäre es wahrscheinlich ratsam, sich erstmal eine dicke Humusschicht anzulegen. Zur Not auch von außen, wie Frank rät. Dauert ja sonst ewig...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Simbienchen am 30. November 2020, 21:01 Uhr

Ich gärtnere auch bisher nur intuitiv. Untersucht habe ich meinen Boden noch nie. Da ich auch Lehmboden habe und mit viel Mulch und Kompost arbeite, habe ich noch keine Sorgen gehabt, dass es nicht wächst.

Ich kenne mich mit Sandboden auch nicht aus, aber der hält die Nährstoffe ja auch nicht . Da wäre es wahrscheinlich ratsam, sich erstmal eine dicke Humusschicht anzulegen. Zur Not auch von außen, wie Frank rät. Dauert ja sonst ewig...

Simbienchen, du wohnst an einer Ecke in Bayern, wo sich der wertvolle Gäuboden niedergelassen hat, der viele gute Eigenschaften bieten, da braucht man für das "magere" eher Anhängerweise Sand. Bei @anja28 ist es wohl zu 100% umgekehrt.

Wollte man nur Kräuter anbauen, wäre Sand ideal aber man will ja auch Fruchtgemüse, da gehe ich mit dir konform, Simone, da sollte man sich was liefern lassen. Ein wenig eingrenzen mit Stein oder Balken, damit es sich nicht verflüchtigt. In der Tiefenbearbeitung mit Grobkies evtl auffangen, wäre so meine Überlegung.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Danke für eure Gedanken!

Auch ein Sandboden hat eine Humusschicht. Das sieht schon nicht aus wie im Sandkasten. Es fehlt halt der Lehmanteil. Grobkies in der Tiefenbearbeitung ist schon da. welcher Sinn steckt da dahinter?

@ frankschröder: welche Zeigerpflanzen nimmst du?

 

Hi , du brauchst nicht zwingend Lehm. Der hat zwar sg. Kolloide die Wasser und Nährstoffe halten , das machen Humuskomplexe aber auch. Es ist also einfacher die Humusschicht zu erhöhen als Lehm einzuarbeiten. Allein schon von spezifischen Gewicht. 1m³ Lehm wiegt ca. 2,2 to . 1m³ Komposterde ca. 800kg. Allerdings sind von dem m³ Kompost nach 2 Jahren vielleicht noch 20-30% übrig. Zeigerpflanzen nehme ich scharfen Hahnenfuß , Hahnenfuß , Rotklee , Wiesenmageritte , Sauerampfer und das Aussehen der Erde , bzw. welche Steine drin sind.

Aber für die Ton-Humus-komplexe braucht man ja schon auch den Ton-Anteil. Vom Humus brauche ich viel (Gewicht) und vom Ton wenig (Gewicht)

Ähm, und deine zeigerpflanzen sind nicht wirklich für pH wert tauglich, eher für Stickstoffgehalt im Boden.

Grüße Anja

 

 

 

 

Bei Ton meinst du sowas wie Bentonit , davon brauchst du ja wirklich recht wenig , aber auf reinem Sandboden? Bringt´s das?

Scharfer Hahnenfuß PH <5 Rotklee PH >7 Wiesenmageritte >6 Sauerampfer <6

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