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Lebensraum Totholz

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ah, sorry, irgendwie ist mein Entwurf im Nirvana verschwunden, das passiert mir oft.

Danke fürs Zusprechen, ich wurschtel hier allein vor mich hin, und manchmal fehlt jemand, der mich einfach mal wieder mit einem Kommentar auf den Boden holt...

Das zweite Bild liegt direkt links neben dem letzten, also erst Asthaufen, dann fängt rechts davon eine kleine Trockenmauer an, davor ein Haufen Baumaterial fürs weiterbauen, und dann kommt der Stumpenteil mit den senkrechten Ästen. Vor dem Stumpenteil ist nochmal ein Steinhaufen, mit kleineren Steinen.

Und ja, der Asthaufen ist echt Gold wert. Anfangs als Zwischenlager gedacht, ist er jetzt ein fester Bestandteil, und es ist wirklich toll zu sehen, wie die Spatzenbande sich durch(!) den Asthaufen durch zur Futterstelle pirscht, oder von den Futtersilos immer wieder im Geäst verschwindet. Dann denkt man, es ist nix los, und wenn man nachfüllen geht, explodiert der Haufen und die Spatzen stieben in alle Richtungen . Anfangs hatte ich noch ein paar Kohlmeisen, aber denen ist es wohl zu unruhig geworden...

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Simbienchen, tree12 und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchentree12EvyGsaelzbaer

Sieht wunderschön bei Dir aus, Somnia, und die Spatzen danken es Dir... Hast Du Haus- oder Feldsperlinge bei Dir oder beides?

Da ich nicht ländlich genug wohne, habe ich nur Haussperlinge. Mein Reisighaufen unter meiner großen Salweide war auch nur als Zwischenlager gedacht vor einigen Jahren... bis ich mir dachte, der Platz ist doch ideal. Und dann wurden noch Äste draufgelegt und seitdem füllen wir ihn immer wieder nach. Da hat schon mal ein Zaunkönig drin gebrütet... Ich habe das erst gemerkt am Tag des Ausfliegens, als das Paar seinen vier Jungen die Welt zeigte und sie alle in dem Reisighaufen herumgeklettert und geflattert sind. Das sind wahre Glücksmomente!

Gsaelzbaer hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gsaelzbaer
Zitat von Somnia am 21. Oktober 2020, 16:38 Uhr

Sehr interessantes Thema.

Ich hab dazu noch Fragen:

  • macht es dem lebenden Teil vom Baum, wenn da tote Äste dran sind? Also, im Sinne von, wird die Zersetzung des toten Astens auf das Holz vom eigentlich noch lebenden Baum übergreifen, und den Baum krank machen / schneller sterben lassen?

@ Somnia

Sehr komplexes Thema:

das kommt sehr auf den Durchmesser der toten Äste an. Äste im unteren Baumbereich sterben natürlich ab (werden einfach ausgedunkelt und sind nicht produktiv genug). Bis 5 oder auch 10 cm Durchmesser ist das der normale natürliche Lauf der Dinge im Leben und Wachstum eines Baumes.

Der Baum schottet die unteren Äste ab, sie vertrocknen irgendwann und fallen ab. Die Baumgesundheit beeinträchtigt das in keinster Weise.

Anders ist es mit älteren Bäumen an denen dickere Äste absterben. Tatsächlich ist Maßkrug-stärke (Bier, Oktoberfest) ein wichtiges Maß bei der Baumpflege.  Äste, die dicker als Maßkrug sind werden zu langsam überwallt (d.h. Wundverschluss dauert länger als die Fäule eindringen kann)

Solche Äste lässt man besser stehen und überlässt sie den Spechten oder anderen Interessenten. Beim Absägen würde man die empfindliche Schnittstelle in die Pilze eindringen können eher zu nahe an den Stamm bringen, den man ja erhalten will.

Dein Baum sieht eher noch jung und vital aus.

da kannst du dir überlegen, ob du lieber Spechte oder Kirschen haben willst

und ein Kirschbaum ist wirklich hart im nehmen. Mach dir da nicht zu viele Sorgen. Die können auch hohl und überaltert und faul noch Jahrzehnte(!) stehen.

 

Man macht es dem Baum leichter die Stellen zu überwallen und sicher zu verschließen wenn man die abgestorbenen Äste absägt.

Evy, Gsaelzbaer und KataFux haben auf diesen Beitrag reagiert.
EvyGsaelzbaerKataFux

@judith Ich sieht echt vielversprechend aus bei dir! Ich freue mich auf Fotos dann im Frühjahr/Sommer

Warum wird Totholz überdacht? Wenn in der Natur Holz rumliegt, liegt es doch auch ohne Dach rum...

@judith

Weil jede Form von Totholz in der Natur gebraucht wird. Jede Totholzart bietet verschiedene ökologische Nischen , die von verschiedenen und darauf spezialisierte Arten der Insekten bewohnt werden. Das trockene Totholz , wie beim überdachten Totholz, ähnelt dem trockenen Totholz im Inneren eines dicken Stammes in der Natur, und dient den " Trockenfanatikern" unter den Insekten ( z.B. dem Schwarzkäfer) .  Aber es gibt auch Wildbienen- und Wespenarten , die es gerne trocken haben und die Bohrgänge anderer Insekten nutzen. In zu feuchtem Holz  besteht die Gefahr der Verpilzung  und der Harzabsonderungen.

Auch morsches Holz kann unter Dach gelagert werden, damit der Abbau des Holzes verzögert wird. Morsches Holz benötigen viele Bienen ( Pelzbienen, Blattschneiderbienen, Holzbienen) , Hornissen...entweder sie nagen ihre Nistgänge selbst hinein oder sie benötigen es zum Verbauen beim Nestbau.

Zu deiner anderen Frage zum stehenden Totholz....

Ja, du kannst natürlich auch absichtliche Totholzanhäufungen als eine Art Stumpery anlegen.

Zum Thema Stumpery kann Frank vielleicht noch ein paar gute Tipps geben ?

@ommertalhof

Auch einzelne stehende Äste gelten als " stehendes Totholz" . Stehendes Totholz gilt als deshalb so wichtig, weil es viele Varianten beim Zerfall und Zersetzung für die Insekten bietet. Angefangen von unten, sich verpilzendem, feuchtem, morschen Totholz bis nach oben zum trockenen Totholz und bietet somit viele Lebensräume. Natürlich wirkt sich auch die Dicke des Holzes auf die Besiedelung aus, aber die Natur wird auch " schlankes" Totholz gebrauchen können....

tree12, Evy und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Somnia am 8. Januar 2021, 10:18 Uhr

ah, sorry, irgendwie ist mein Entwurf im Nirvana verschwunden, das passiert mir oft.

Danke fürs Zusprechen, ich wurschtel hier allein vor mich hin, und manchmal fehlt jemand, der mich einfach mal wieder mit einem Kommentar auf den Boden holt...

Das zweite Bild liegt direkt links neben dem letzten, also erst Asthaufen, dann fängt rechts davon eine kleine Trockenmauer an, davor ein Haufen Baumaterial fürs weiterbauen, und dann kommt der Stumpenteil mit den senkrechten Ästen. Vor dem Stumpenteil ist nochmal ein Steinhaufen, mit kleineren Steinen.

Und ja, der Asthaufen ist echt Gold wert. Anfangs als Zwischenlager gedacht, ist er jetzt ein fester Bestandteil, und es ist wirklich toll zu sehen, wie die Spatzenbande sich durch(!) den Asthaufen durch zur Futterstelle pirscht, oder von den Futtersilos immer wieder im Geäst verschwindet. Dann denkt man, es ist nix los, und wenn man nachfüllen geht, explodiert der Haufen und die Spatzen stieben in alle Richtungen . Anfangs hatte ich noch ein paar Kohlmeisen, aber denen ist es wohl zu unruhig geworden...

Ein superschönes Winterbild! Hast ein schönes Gärtchen

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)
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