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Indianerbeet (Mais - Bohnen - Kürbis)

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Mais, Bohnen und Kürbis sollen sich zusammengepflanzt sehr positiv aufeinander auswirken und lassen sich miteinander zu einem Spezialbeet kombinieren:

  • der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe
  • die Bohnen reichern den Boden für die anderen beiden mit Stickstoff an
  • statt Kürbis kann man wohl auch Zucchini nehmen

Diese Anbaumethode ist unter verschiedenen Namen bekannt, mir sind schon untergekommen:

  • Indianerbeet oder wahlweise Inka-, Maya- oder Aztekenbeet (was ist eigentlich mit den Olmeken, Zapoteken & Co.!? :mrgreen: )
  • Milpa-Beet (Milpa scheint der Ausdruck zu sein, den die lateinamerikanischen Ureinwohner selbst verwenden)
  • Die drei Schwestern

Was ich schon vor längerem einmal fragen wollte und mir gerade wegen Bountys Foto in ihrem Hortusthread wieder eingefallen ist:

Wer hat denn hier schon Erfahrungen mit dieser Anbaumethode?

Mit welchen Sorten habt ihr es schon versucht? Ich fände ja Hokkaidokürbis (oder Zucchini!?) und Steirische Käferbohnen super. Über Mais würde ich mich unter normalen Umständen nie drübertrauen (ist für mich tatsächlich eine typische Feldpflanze und sehr ungewöhnlich im heimischen "Kuchlgartl"), davon habe ich nicht die blasseste Ahnung.

Und was mich ganz besonders interessiert: wieviel Platz benötigt so ein Beet? Bzw. wieviele Pflanzen gehen auf welche Fläche?

Ich wäre sehr gespannt auf eure Berichte, gerne auch mit Fotos, wenn ihr welche habt. :-)

:danke:

Hallo Tillivilla,

Achtung: die nachfolgende Antwort ist nicht hilfreich....

ich habe das schon oft versucht, scheitere leider daran, dass bei mir seit mehreren Jahren die Mais-Pflanzen nicht aufgehen :-/, keine Ahnung warum.

In einem Jahr habe ich mir Mais vorgezogen, das ging dann, war aber zu spät im Jahr um Mais zu ernten, egal, sah mit so ein, zwei Stauden sehr ansprechend aus.

Stattdessen versuche ich, die Schmetterlingsblütler immer wieder als Begleitsaat anzubringen, wo Starkzehrer den Stickstoff brauchen, Büschelbohnen um die Tomaten, ein lockeres Bohnengerüst im Erdbeerbeet, Zuckererbsen an einem alten fast blätterlosen Baum, an dem aber ein Rosenhochstamm steht.

Grüße

Martina

Tillivilla und Lena haben auf diesen Beitrag reagiert.
TillivillaLena

Danke für deine Antwort, Martina. Hm, das klingt ja etwas schwierig. Aber was das Thema Begleitsaat betrifft, frage ich mich gerade, ob es evtl. Sinn hätte, Bohnen in der Baumscheibe meines Apfelbäumchens zu säen!? So quasi als eine Art Gründüngung? :? Und den Baum die Funktion des Maises übernehmen zu lassen. :mrgreen:

Ich habe letztes Jahr so ein Beet angelegt... auch nur mit beischeidenem Erfolg. Den Mais hatte ich vorgezogen, aber die Bohnen haben ihn erstmal so sehr überholt, dass ich doch noch Stangen gebraucht habe. Erst im Spätsommer war der Mais hoch genug. Der Kürbis hat nur Blätter gemacht, aber nicht geblüht. Geerntet habe ich dann einige Bohnen und ein paar Maiskolben. Allerdings hab ich die zu spät abgemacht, sodass sie nur noch für Popcornmais geeignet waren.

Zitat von Tillivilla am 3. Juli 2022, 23:47 Uhr

Danke für deine Antwort, Martina. Hm, das klingt ja etwas schwierig. Aber was das Thema Begleitsaat betrifft, frage ich mich gerade, ob es evtl. Sinn hätte, Bohnen in der Baumscheibe meines Apfelbäumchens zu säen!? So quasi als eine Art Gründüngung? :? Und den Baum die Funktion des Maises übernehmen zu lassen. :mrgreen:

Wie groß ist denn das Bäumchen? Würde es nicht zu sehr beschattet durch die Bohnen? (Gründüngung klingt schon mal gut, aber generell soll man die Baumscheibe von sehr jungen Obstbäumen frei halten von Konkurrenz....) Wenn es Gründüngung fürs Bäumchen sein soll, dann vielleicht lieber eine Kleeart?

Tillivilla und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
TillivillaDorothee

Wir haben in unserem neuen Brombeer- Beet auch Zuckererbsen gesät. Hat bisher gut geklappt, die Erbsen haben den Boden gut beschattet. Die Beeren sind gut angewachsen und ragen schnell über die Erbsen raus. Außerdem Doppelnutzung der Fläche.

 

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Tillivilla hat auf diesen Beitrag reagiert.
Tillivilla

Das Bäumchen steht jetzt im 4. Jahr, allerdings war es beim Pflanzen noch nicht einmal ein richtiger Baum, sondern nur eine Rute mit Knospen. Mittlerweile ist es wohl so 1,90 Meter hoch, die Krone hat noch keinen Meter Durchmesser.

Das mit dem Freihalten der Baumscheibe habe ich mal mehr, mal weniger konsequent praktiziert (gemulcht wurde anfangs mit Grasschnitt, dann eher mit Schafwolle).

Letzten Herbst habe ich eine Bunte Kronwicke als Stickstoffsammler dazugepflanzt, die blüht gerade, ist aber noch recht klein.

Die Beschattung wäre gLaube ich nicht das Problem, bzw. könnte man die Bohnen ja vielleicht unterhalb der Krone abschneiden!? Die Frage ist halt, ob das überhaupt sinnvoll wäre. Klee klingt irgendwie besser, danke. :?

Zitat von Kirsten am 4. Juli 2022, 10:07 Uhr

Ich habe letztes Jahr so ein Beet angelegt... auch nur mit beischeidenem Erfolg. Den Mais hatte ich vorgezogen, aber die Bohnen haben ihn erstmal so sehr überholt, dass ich doch noch Stangen gebraucht habe. Erst im Spätsommer war der Mais hoch genug. Der Kürbis hat nur Blätter gemacht, aber nicht geblüht. Geerntet habe ich dann einige Bohnen und ein paar Maiskolben. Allerdings hab ich die zu spät abgemacht, sodass sie nur noch für Popcornmais geeignet waren.

Hm, also so richtige Erfolgsgeschichten scheint es zu dem Thema eher nicht zu geben... danke für deine Erfahrungen!

Ohne eigene Erfahrung zum Indianerbeet zu besitzen: ich habe gelesen, dort, wo diese Beete ursprünglich herkommen, herrschen ganz andere klimatische Bedingungen als bei uns und deswegen funktioniert das kleine System bei uns nicht wirklich zufriedenstellend. Die Pflanzen der kleinen Beetgemeinschaft wachsen bei uns nicht so rasant und der Mais kann seine Stützfunktion gar nicht erfüllen.

Zitat von tree12 am 5. Juli 2022, 23:04 Uhr

Ohne eigene Erfahrung zum Indianerbeet zu besitzen: ich habe gelesen, dort, wo diese Beete ursprünglich herkommen, herrschen ganz andere klimatische Bedingungen als bei uns und deswegen funktioniert das kleine System bei uns nicht wirklich zufriedenstellend. Die Pflanzen der kleinen Beetgemeinschaft wachsen bei uns nicht so rasant und der Mais kann seine Stützfunktion gar nicht erfüllen.

Aaah, ok! Natürlich, das würde mir absolut einleuchten.

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