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Hortus roboris animi et pax

...ich habe gar keine Katze...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@andreamast Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für die Katzenbesitzer brechen... ich gLaube nicht, dass es Ignoranz ist. Also ich wusste bis eben auch nicht, dass man seine Katze nur zu bestimmten Zeiten rauslassen soll bzw. zu bestimmten nicht. Das habe ich, bevor ich intensiv mit Vögel füttern und nachhaltigem Gärtnern beschäftigt habe, nicht weiter reflektiert. Ich denke, so geht es den meisten. Sicher sind auch welche dabei, die das wissen und denen es egal ist, aber sicher nicht die breite Masse.

Ich hatte selbst viele Jahre Katzen. Zuerst einen Kater bei meinen Eltern, der hauptsächlich die Goldfische aus dem Nachbarteich geangelt und verspeist hat. Das ist ja wiederum gut, weil die nicht heimisch sind Natürlich hat er in all den Jahren auch ein paar Vögel gefangen (mehr als 5 dürften es aber in seinem langen Katzenleben von 20 Jahren nicht gewesen sein) und Mäuse hat er auch immer mal wieder gefangen (das waren ein paar mehr, aber weniger als eine im Monat). Die Katze, die ich später hatte, hat keinen einzigen Vogel gefangen, aber immer mal wieder Mäuse. Zum Freigang kann ich noch sagen, dass der Kater öfters schon früh morgens raus ist und die spätere Katze nur manchmal, da  sie lieber drinnen lange geschlafen hat, nachdem sie sich morgens noch den Bauch vollgeschlagen hat.

Seitdem die letzte Katze verstorben ist, haben wir viel mehr Katzen im Garten. Es sind meistens drei, die hier zumindest durchmarschieren, aber manchmal auch die Vögel belauern. Wenn ich sie sehe, vertreibe ich sie zwar, aber bisher hatte das noch keinen abschreckenden Erfolg. Mit Steinen würde ich sie nicht bewerfen, einen Super Soaker haben wir sogar tatsächlich, aber es wurde noch keine Katze nass davon. Ich weiß nicht, ob nassmachen nachhaltig abschrecken würde...

Was ich jedenfalls mit dem langen Posting zum Ausdruck bringen wollte ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Katzenbesitzer per se (oder die meisten) riesige Ignoranten sind, denen es nur um ihren Liebling geht und denen alle anderen Tiere egal sind. Natürlich bleibt aber die Frage, ob Katzenbesitzer etwas ändern würden (z.B. Tiere erst später rauslassen), wenn sie das mit den Vögeln und Eidechsen wüssten.

Gsaelzbaer hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gsaelzbaer

Ich seh es ja selbst auch erst jetzt so klar, und dieses klar sehen ist auch nicht leicht. Ich mag den Nachbarskater ja wirklich gerne. Ihr habt sicher beide recht!

Ich werde meine Konsequenzen ziehen das steht fest. Gegen den Rest der Bande werde ich kaum etwas ausrichten können.

Aber Wasser war schon immer gut, das mag Nachbars Kater ja so überhaupt nicht. Da muss ich nur mit hantieren da sucht er schon das Weite. Wehe er kriegt einen Spritzer ab :-D

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Simbienchen, entschuldige, daß wir Deinen Thread hier etwas schreddern... aber Du weißt ja, wie das so ist in Gesprächen, man driftet ab.

Nur noch kurz zur Katzenproblematik: die einzige Katzenbesitzerin, die ich kenne, die ihre Katzen neuerdings fast nur noch im Haus hält und entsprechend bespaßt und auspowert, weil sie die Wildtiere schützen möchte, muß sich von anderen Katzenliebhabern als Tierquälerin beschimpfen lassen.

Eine Katzenliebhaberin hat mir komplett die Freundschaft gekündigt, als ich sagte, daß ich wegen der Hörnchen die Katzen aus meinem Garten vertreibe (also nicht: erschieße, vergifte oder sonst was). Katzen dürfe man nicht jagen oder sonst wie irritieren... aha.

Eine Katze frühmorgens zum Schutz der Jungvögel nicht rauslassen, ginge überhaupt nicht. Das Tier würde ja wahnsinnig im Haus (weil man selber nicht gewillt ist, mit dem Tier länger zu spielen).

Und nein, die Mehrheit der Katzenhalter steht eindeutig auf dem Standpunkt, daß eine Katze Freiraum braucht, daß es "Natur" ist, wenn Wildtiere erlegt oder verletzt werden. Es wird alles in Kauf genommen, die toten Tiere, der Katzenkot und Katzenurin in fremden Gärten - aber dem Liebling darf nichts geschehen. Außerdem wächst der Trend zur Mehrfachkatzenhaltung (wie bei Hunden auch). Früher hatte man entweder Hund oder Katze, heute hält man ganze Rudel.

Damit genug von meiner Seite, Simbienchen, ich will hier nicht länger stören...

@simbienchen , ich muss auch noch mal schreddern Beim Thema Katzen kochen die Emotionen interessanter Weise schnell hoch ,die Vorwürfe der Katzengegner so auch die Antworten der Katzenhalter sind stereotyp gleich. Das geht ja soweit , dass in den Statuten mancher Foren das Thema Katzen nicht erwähnt werden darf.

Mein Standpunkt deckt sich 100% mit dem von @andreamast, es hilft auch nicht in Dauerschleife zu wiederholen , dass gerade mein Stubentieger keine Vögel, Eidechsen , Blindschleichen , Junghasen , Jungeichhörnchen usw. killt. Wenn es nicht diese Katze ist , dann macht es halt eine andere. Dazu ein paar Zahlen. Ein früherer Bekannter , seines Zeichens ein wirklich schießwütiger Jäger hat in seinem Revier , nach eigenen Angaben in den 1990er Jahren ca. 500 Katzen in etwa 2 Jahren erschossen. Ein ziemliches Arschloch, man verzeihe meine Ausdrucksweise. Das Revier war weniger als 100ha groß , also knapp einen km² . Auf so einer Fläche würden maximal 5-10 Marder leben , die ein ähnliches Beuteschema wie Katzen haben. Dh. Katzen sind .Faunenveränderer und haben in diesen Mengen nichts in der freien Wildbahn zu suchen. Ich betrachte Katzen als Neozoen , und meine Bitte an Katzenbesitzer ist : überlegt euch gut was ihr mit der Anschaffung einer Katze mit Freigang anstellt.

tree12 hat auf diesen Beitrag reagiert.
tree12

Contra Katze mal ganz deutlich gesprochen.

Wie gesagt, ich bin kein Katzenhasser. Aber das sind alles mächtige Argumente!

tree12 hat auf diesen Beitrag reagiert.
tree12
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Ja, so schlimm finde ich das " Abdriften vom Thema" nicht, denn ich liebe belebte Gespräche und konstruktive Diskussionen, aber ich fänd es besser, wenn ab jetzt dafür ein eigener Thread eröffnet wird, wenn doch noch viel Gesprächsbedarf dafür bestehen sollte...

Ihr könnt das Gespräch ja in der Plauderecke weiterführen...

 

 

Kai hat auf diesen Beitrag reagiert.
Kai
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Gestern ist noch ein neuer Schützling im Hortus eingezogen.

Houston ( so heißt er )  ist vor kurzem erst aus der Tierarztpraxis entlassen worden, er verbrachte dort einige Wochen. Wir hätten nicht gedacht, dass er es schafft, denn er hatte ganz schlimme Verletzungen und war voller Fliegeneier und Maden, die wir ihm stundenlang abgesammelt hatten.

Umso mehr freue ich mich, dass der kleine Mann sich nun erstmal geschützt in den nächsten Tagen an unseren Garten und die neue Freiheit gewöhnen kann...

 

 

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tree12 und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12Gsaelzbaer
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Ja, der sieht aus, als ob er noch was auf die Rippen kriegen muss ;-)

Fleißig gearbeitet wurde im Hortus auch in den letzten Tagen...

Es sind drei neue Module entstanden...

Zwei neue Igelunterkünfte wurden geschaffen, dieses Element ist aber noch nicht komplett fertig. Es fehlen noch die Dachpfannen als Abdeckung...

Dann ist eine kleine neue Sonnenfalle aus Natursteinen entstanden, das wird die Eidechsen hoffentlich erfreuen...

Und dann noch ein neues anderes Totholzelement...

 

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tree12 und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12Dorothee
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