
Quelle: Mr. Stampfer
Hallo zusammen,
Ihr befindet Euch hier im alten Forum. Dies bleibt als Archiv weiterhin bestehen. Ein Login und schreiben ist jedoch nicht mehr möglich. Wir haben mit unserem neuen Forum ein tolles Zuhause für Euch geschaffen.
Euer Hortus-Netzwerk-Team
zum neuen Forum – https://hortus-netzwerk.de/hortusforum/
Hitzeverträgliches Gemüse
Zitat von Astrid am 25. Juli 2022, 23:35 UhrZitat von Momo am 24. Juli 2022, 12:34 UhrWäre es eine konstruktive Idee, sich als Richtlinie zu setzen: Bei Blumen und Wiesen, mehrjährigen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen auf einheimische Arten setzen (unter Abwägung dessen, was in der jeweiligen Lage gedeihen kann) und bei (einjährigen) Gemüsepflanzen das zu wählen, was unter den gegebenen Witterungsbedingungen die besten Chancen hat?
Das Kriterium der Heimischkeit dient ja insbesondere den Insekten und Kleintieren, und die ernähren sich nicht nur von blühenden Gemüsepflanzen.
Wenn man im Garten viel ernten kann und dafür weniger kaufen muss, ist das ja auch ein Beitrag zum Umweltschutz. Ich würde lieber pflegeleichte „Einwanderer“ anbauen und verspeisen, als Geld, Mühe und kostbares Wasser aufzuwenden für Saatgut, was dann eh nicht aufgeht, weil es in der Sonne verbrennt.
Und gleichzeitig finde ich es total spannend, dranzubleiben: Was gedeiht bei anderen, welche Schätze haben kleine Gärtnereien noch, die ich noch nicht kenne, was haben „alte Sorten“ an Potenzial usw.
Die Pastinaken sind bei mir dieses Jahr überhaupt nicht aufgegangen, auch nicht eine Möhre.
Ich bin mir noch nicht sicher, wo bei mir die gärtnerische Reise hingehen wird. Mehr Bäume, mehr Schatten, mehr Mehrjährige …
Vor 16 Monaten war hier noch ALLES Rasen. Bis hier mal eine Art „Waldgarten“ herangewachsen ist, das dauert …
Das sieht doch schon richtig gut aus. Ich habe letztes Jahr einen großen Garten übernommen, trotz Kräuterjauchen, Gesteinsmehl diverser mikrobieler Unterstützung hat er auch noch Probleme, obwohl es eigentlich eine Ertragszone bereits gibt. Kompost und Bodenleben brauchen Zeit.
Zitat von Momo am 24. Juli 2022, 12:34 UhrWäre es eine konstruktive Idee, sich als Richtlinie zu setzen: Bei Blumen und Wiesen, mehrjährigen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen auf einheimische Arten setzen (unter Abwägung dessen, was in der jeweiligen Lage gedeihen kann) und bei (einjährigen) Gemüsepflanzen das zu wählen, was unter den gegebenen Witterungsbedingungen die besten Chancen hat?
Das Kriterium der Heimischkeit dient ja insbesondere den Insekten und Kleintieren, und die ernähren sich nicht nur von blühenden Gemüsepflanzen.
Wenn man im Garten viel ernten kann und dafür weniger kaufen muss, ist das ja auch ein Beitrag zum Umweltschutz. Ich würde lieber pflegeleichte „Einwanderer“ anbauen und verspeisen, als Geld, Mühe und kostbares Wasser aufzuwenden für Saatgut, was dann eh nicht aufgeht, weil es in der Sonne verbrennt.
Und gleichzeitig finde ich es total spannend, dranzubleiben: Was gedeiht bei anderen, welche Schätze haben kleine Gärtnereien noch, die ich noch nicht kenne, was haben „alte Sorten“ an Potenzial usw.
Die Pastinaken sind bei mir dieses Jahr überhaupt nicht aufgegangen, auch nicht eine Möhre.
Ich bin mir noch nicht sicher, wo bei mir die gärtnerische Reise hingehen wird. Mehr Bäume, mehr Schatten, mehr Mehrjährige …
Vor 16 Monaten war hier noch ALLES Rasen. Bis hier mal eine Art „Waldgarten“ herangewachsen ist, das dauert …
Das sieht doch schon richtig gut aus. Ich habe letztes Jahr einen großen Garten übernommen, trotz Kräuterjauchen, Gesteinsmehl diverser mikrobieler Unterstützung hat er auch noch Probleme, obwohl es eigentlich eine Ertragszone bereits gibt. Kompost und Bodenleben brauchen Zeit.
Zitat von Astrid am 25. Juli 2022, 23:45 UhrVielen Dank für das Teilen Eurer Überlegungen. Die Richtlinien klingen vernünftig.
Zur ursprünglichen Frage kann ich noch nicht so viel beitragen, jedoch kann ich eindeutigt sagen, dass Feuerbohnen wesentlich weniger Probleme mit der Hitze haben als alle anderen Stangen und Buschbohnen. Ich werde sie im nächsten Jahr gezielt zur Beschattung von empfindlicheren Pflanzen einsetzen.
Meine sehr spät gesetzte Kartoffeln haben praktisch keinen Befall von Käfern und da wo es mir gar nicht so sehr um den Ertrag geht oder wo sie von alleine wieder gewachsen sind zwischen anderem, scheinen sie in der Hitze ein gutes Kleinklima zu bereiten.
Vielen Dank für das Teilen Eurer Überlegungen. Die Richtlinien klingen vernünftig.
Zur ursprünglichen Frage kann ich noch nicht so viel beitragen, jedoch kann ich eindeutigt sagen, dass Feuerbohnen wesentlich weniger Probleme mit der Hitze haben als alle anderen Stangen und Buschbohnen. Ich werde sie im nächsten Jahr gezielt zur Beschattung von empfindlicheren Pflanzen einsetzen.
Meine sehr spät gesetzte Kartoffeln haben praktisch keinen Befall von Käfern und da wo es mir gar nicht so sehr um den Ertrag geht oder wo sie von alleine wieder gewachsen sind zwischen anderem, scheinen sie in der Hitze ein gutes Kleinklima zu bereiten.
Hochgeladene Dateien:Zitat von Amarille am 26. Juli 2022, 13:40 UhrIch hab in meinem Wiesen-Gemüsegarten kein Wasser bzw. nur mit viel Mühe angefahrenes Wasser zur Verfügung. Dieses Jahr hab ich den Versuch gestartet was ohne Wasser (nur mit dem Niederschlagswasser) und Hitze wachsen kann = Meerrettich, Kartoffeln, Himbeeren, Brombeeren, Artischocken, Mangold, Knoblauch und viele Früchte aus der Wildobsthecke: wilde Pflaumen, Haselnüsse. Bohnen, Erbsen, Möhren, Pastinaken und auch die Erdbeeren haben aufgegeben. Das Problem ist nicht die Hitze sondern fehlendes Wasser. Ohne Wasser wächst nicht viel. Da ich hier in einer regenarmen Gegend gärtnere werd ich meine Gemüsekulturen auf Herbstanbau umstellen bzw. bestimmte Kulturen wie Paprika und Tomaten in Töpfen am Haus pflanzen wo ich Regenwasser zum gießen habe. Heute stand auch in unserer Zeitung das die Bauern ihre Weizenernte eingefahren haben, der Ertrag sei von mässig bis übermässig gewesen, je nachdem wie gut die Bodenqualität war. Mässiger Ertrag (auch weil Dünger gespart werden musste) auf armen und schlechten Böden, übermässig guter Ertrag auf guten humusreichen Böden (auch hier wurde mit Dünger gespart). Also viel liegt auch am Boden....wissen wir ja
Ich hab in meinem Wiesen-Gemüsegarten kein Wasser bzw. nur mit viel Mühe angefahrenes Wasser zur Verfügung. Dieses Jahr hab ich den Versuch gestartet was ohne Wasser (nur mit dem Niederschlagswasser) und Hitze wachsen kann = Meerrettich, Kartoffeln, Himbeeren, Brombeeren, Artischocken, Mangold, Knoblauch und viele Früchte aus der Wildobsthecke: wilde Pflaumen, Haselnüsse. Bohnen, Erbsen, Möhren, Pastinaken und auch die Erdbeeren haben aufgegeben. Das Problem ist nicht die Hitze sondern fehlendes Wasser. Ohne Wasser wächst nicht viel. Da ich hier in einer regenarmen Gegend gärtnere werd ich meine Gemüsekulturen auf Herbstanbau umstellen bzw. bestimmte Kulturen wie Paprika und Tomaten in Töpfen am Haus pflanzen wo ich Regenwasser zum gießen habe. Heute stand auch in unserer Zeitung das die Bauern ihre Weizenernte eingefahren haben, der Ertrag sei von mässig bis übermässig gewesen, je nachdem wie gut die Bodenqualität war. Mässiger Ertrag (auch weil Dünger gespart werden musste) auf armen und schlechten Böden, übermässig guter Ertrag auf guten humusreichen Böden (auch hier wurde mit Dünger gespart). Also viel liegt auch am Boden....wissen wir ja
Zitat von Georg am 26. Juli 2022, 14:18 UhrTomaten habe ich dieses Jahr noch gar nicht gegossen. wir hatten so im 4 Wochen Abstand 2x Regen. 1x 20ltr 1x 10 ltr
Tomaten habe ich dieses Jahr noch gar nicht gegossen. wir hatten so im 4 Wochen Abstand 2x Regen. 1x 20ltr 1x 10 ltr
Zitat von Oostfreesen Jung am 26. Juli 2022, 21:06 UhrMeine Tomaten wachsen im Gewächshaus und werden praktisch auch nicht gegossen. sie suchen sich ihr Wasser selber, indem sie ihre Wurzeln tief in die Erde schieben. Nur an extrem warmen Tagen wird gegossen, aber wirklich notwendig ist es wohl nicht.
Meine Tomaten wachsen im Gewächshaus und werden praktisch auch nicht gegossen. sie suchen sich ihr Wasser selber, indem sie ihre Wurzeln tief in die Erde schieben. Nur an extrem warmen Tagen wird gegossen, aber wirklich notwendig ist es wohl nicht.
Zitat von Mü am 13. August 2022, 11:43 UhrDer absolute Hitze-und Trockenstar ist der Grünspargel. Der steht super da und ich habe ihn im Frühjahr einmal noch während der Erntezeit gegossen anfang Juni.
Tomaten habe ich auch sehr sehr wenig gegossen. Eine habe ich gar nicht gegossen - sie lebt noch, trägt auch Tomaten, produziert allerdings keine mehr nach jetzt.
Gut waren auch die Frühkartoffeln. Die sind mit der Frühjahrsfeuchte und viel Mulch gut gewachsen. Jetzt ist das Laub längst verdörrt. Aber sie liegen immernoch im Boden und wenn ich welche brauche hole ich sie mir.
Der absolute Hitze-und Trockenstar ist der Grünspargel. Der steht super da und ich habe ihn im Frühjahr einmal noch während der Erntezeit gegossen anfang Juni.
Tomaten habe ich auch sehr sehr wenig gegossen. Eine habe ich gar nicht gegossen - sie lebt noch, trägt auch Tomaten, produziert allerdings keine mehr nach jetzt.
Gut waren auch die Frühkartoffeln. Die sind mit der Frühjahrsfeuchte und viel Mulch gut gewachsen. Jetzt ist das Laub längst verdörrt. Aber sie liegen immernoch im Boden und wenn ich welche brauche hole ich sie mir.
Zitat von Mü am 13. August 2022, 11:45 Uhrvon der afrikanischen Bohne (Augenbohne) habe ich auch gehört, dass sie sehr wenig Wasser braucht. Hat die jemand von euch im Anbau?
von der afrikanischen Bohne (Augenbohne) habe ich auch gehört, dass sie sehr wenig Wasser braucht. Hat die jemand von euch im Anbau?