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Himbeeren

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Im "Selbstversorgergarten" (YouTube) war die Himbeerreihe von Randsteinen begrenzt, und der Mann meinte, dass die Ausläufer trotzdem überall seien.

Vielleicht lasse ich Plastik doch ganz weg. Das ist mir eh lieber. Ob ich diesen Herbst oder später intensiv buddeln muss, ist gehüpft wie gesprungen. Nach deiner Beschreibung habe ich möglicherweise eine Chance, um das spätere Buddeln herumzukommen.

Beim letzten Regen beobachtete ich den Regenschatten der Tanne. Die Himbeeren kommen natürlich außen an dessen Rand. Wenn das nicht reicht, wovon ich ausgehe, muss ich ein paar Ollas vergraben. Und südwestlich der Reihe möchte ich eine Prunus padus als Schattenspenderin pflanzen. Südlich steht seit letztem Jahr eine Sauerkirsche. Optimalbedingungen brauchen Zeit. Wieviel Schatten haben deine Himbeeren?

Unser Beerenbeet liegt direkt am Zaun zu unserer DHH-Nachbarin, deren Garten aus nichts außer Wiese besteht (von dort kommt also nichts Beschattendes). Die Beeren kriegen ziemlich viel Sonne ab, was in einem "normalen" Sommer in Kombination mit Lehmboden und Mulchen mit Hobelspänen eigentlich perfekt ist. Die Situation ist dort "sonniger Waldrand".

Nur die Sträucher ganz unten Beet werden immer mehr beschattet durch unsere sich ausbreitende Salweide, dort kommt auch kaum noch Niederschlag an. Denen geht es nicht so richtig gut.  Wir werden wohl im Herbst jemanden kommen lassen müssen, der einige dicke Äste der Weide entfernt. Es hängt auch schon viel zu viel über dem Nachbargarten.

Ich bin gespannt, ob sich hier noch jemand meldet, der tatsächlich die Erfahrung gemacht hat, daß die Himbeeren gestrüppartig wuchern. Jede Situation ist anders, Boden, Lichteinfall, Feuchtigkeit, gemulcht oder nicht, Krankheiten etc.

Sommerhimbeeren werde ich mir aus dem Garten der 96jährigen Nachbarin ausgraben. Sie hat sie sicher lange nicht mehr geschnitten oder gepflegt, und meist stehen nur vereinzelt Stängel statt einer Invasion. Daran erinnert, kann ich sagen: Du hast Recht. Einsperren ist höchstwahrscheinlich Blödsinn.

Jetzt freue ich mich richtig auf die Pflanzung, muss ich doch keine 10l-Löcher mehr zwischen die Tannenwurzeln in den trockenen Lehmboden hauen. (Wenn es noch heißer wird, kann ich Blöcke abstechen und als Ziegel verkaufen.)

Vielleicht gehört das Jammern über selbständige Pflanzen zur Selbstinszenierung der Leiden des jungen Gärtners: "Natur! Natur!" (frei nach J.v.G.)

tree12 hat auf diesen Beitrag reagiert.
tree12
Zitat von Ann am 2. August 2022, 12:06 Uhr

Das mit der Selbsterneuerung klingt spannend. Ich fand als Begründung bisher nur, dass der Boden himbeermüde sei. Wenn sie nur zu neuen Ressourcen auswanderte, müsste Düngen sonst reichen.

Meine Erfahrung ist, dass düngen nicht reicht. Sie wachsen einfach irgendwann nicht mehr so richtig.

etwas spät in der Saison mal meinen Senf zum Thema:
bei der Nachbarin 5 Häuser weiter wachsen die Himbeeren im Beet neben dem Zaun. Die machen immer wieder Ausläufer unter den Zaun durch aufs Gemeindeland, die anfangs von der Nachbarin ausgegraben und ins Beet gesetzt wurden. Sie hat allerdings gesagt, sie läßt es jetzt, weil die umgesetzten Ausläufer immer eingegangen seien. Ich hab mir die Ausläufer angeschaut, und es waren jetzt nicht so Gestrüppartig viele, allerdings weiß ich nicht, wieviel die Nachbarin auf dem Gemeindeland "pflegt", sprich eingreift.

Dann hab ich gehört, Himbeeren seien Flachwurzler. Demnach ist Hacken/jäten wohl eher nicht so gut, weil es die Wurzeln in Mitleidenschaft zieht, Mulchen allerdings umsomehr, um Nahrungskonkurrenten zu unterdrücken und Humus aufzubauen.

Ich hab ja erst seit diesem Frühjahr ein Himbeerenbeet, da sind auch zwei Ausläufer drin, die ich geschenkt bekommen habe (allerding ziemlich lieblos gerupft, wenig Wurzeln) , die sind eingegangen. Ich vermute aber eher, daß das rüde jäten Schuld war.

Von den 4 gekauften ist eine eingegangen, trotz Gießen (halt fürs erste Jahr, und dann bei dem Sommer..).

Immerhin bleibt das Beet gut gemulcht, ich hab mit der Nachbarin links, an deren Grenze der Himbeerstreifen steht, vereinbart, daß sie ihren Rasenschnitt dorthinkippt. Win-Win

Dorothee und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
DorotheeGsaelzbaer
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