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heimische (Wild)Stauden - wie "pur" müssen die sein?

Zitat von am 18. April 2021, 20:24 Uhr

Wildpflanzen ausbuddeln ist ja ein no-go.

Aber sich ein paar Samen nehmen finde ich schon ok.

So ist ein Großteil meiner Wiese entstanden. Samen sammeln auf dem Spaziergang in der Nähe.

Klar wächst da nur eine begrenzte Auswahl, aber einheimisch ist sie dann auf jeden Fall.

Und Spaziergänge kann man ja auch etwas ausdehnen.

Vor Jahren, als noch lange nicht allgemein von autochthonen Arten gesprochen wurde und ich von Hortus nichts wusste, fragte ich beim Landratsamt nach regionalem Wiesen-Saatgut (ich hatte in Baumarkt oder Landwirtschaftsmarkt nur Rasenmischungen gefunden oder Blumenwiesen mit Blumen, die ich nicht mal kannte), und und bekam dort den Tipp, Heu aus der Gegend im Garten auszubringen. Seitdem bin ich auch Diebin bei Spaziergängen. Natürlich nichts Seltenes, einfach die (noch!) häufigen Arten, Wiesensalbei, Margerite & Co., ein bisschen hier, ein bisschen da.

Samen sammeln darf man, sogar in Naturschutzgebieten. Die Menge machts.

Kirsten hat auf diesen Beitrag reagiert.
Kirsten
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Malefiz am 21. April 2021, 3:22 Uhr

Samen sammeln darf man, sogar in Naturschutzgebieten. Die Menge machts.

aber ist das nicht einer der Sätze, die immer auf den Verbotsschildern stehen

'...Pflanzen oder Pflanzenteile zu entnehmen.' ?

Samen ist weder Pflanze noch Pflanzensteckling

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von am 23. April 2021, 7:12 Uhr
Zitat von Malefiz am 21. April 2021, 3:22 Uhr

Samen sammeln darf man, sogar in Naturschutzgebieten. Die Menge machts.

aber ist das nicht einer der Sätze, die immer auf den Verbotsschildern stehen

'...Pflanzen oder Pflanzenteile zu entnehmen.' ?

Wenn es sorgsam gemacht wird, also ohne Zerstörung bzw. Beschädigung der Pflanze, ist es doch ziemlich sinnvoll, da zur Verbreitung beigetragen wird. Wobei ich nicht weiß, wie rabiat vllt. manchmal Vögel dabei vorgehen.

 

Zitat von Bounty am 23. April 2021, 17:08 Uhr
Zitat von am 23. April 2021, 7:12 Uhr
Zitat von Malefiz am 21. April 2021, 3:22 Uhr

Samen sammeln darf man, sogar in Naturschutzgebieten. Die Menge machts.

aber ist das nicht einer der Sätze, die immer auf den Verbotsschildern stehen

'...Pflanzen oder Pflanzenteile zu entnehmen.' ?

Wenn es sorgsam gemacht wird, also ohne Zerstörung bzw. Beschädigung der Pflanze, ist es doch ziemlich sinnvoll, da zur Verbreitung beigetragen wird. Wobei ich nicht weiß, wie rabiat vllt. manchmal Vögel dabei vorgehen.

 

Ja, ich denk halt, wenn ich in einem Naturschutzgebiet bin, wo ich an einer Stelle drei Arnika-Pflanzen finde, ist es ja auch wichtig, dass die Pflanze sich dort weitervermehren kann und nicht in meinem Garten in der Stadt. Insofern würde ich persönlich von (zumindest im Habitat) richtig seltenen Pflanzen keine Samen sammeln.

tree12, Gsaelzbaer und Amarille haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12GsaelzbaerAmarille

Das man auch immer auf ein Extrem eingeht. Von Arnika stand da zunächst nix - oder? Wenn in unseren NSG über 20qm schwarze Flockenblumen wachsen, macht es nichts, wenn ich mir ein oder zwei Köpfen mit Samen mopse. Oder auch nur 4-5 einzelne Samen.

 

Aber gut, wenn man es so sehen will - Ende

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Malefiz am 23. April 2021, 23:58 Uhr

Das man auch immer auf ein Extrem eingeht. Von Arnika stand da zunächst nix - oder? Wenn in unseren NSG über 20qm schwarze Flockenblumen wachsen, macht es nichts, wenn ich mir ein oder zwei Köpfen mit Samen mopse. Oder auch nur 4-5 einzelne Samen.

 

Aber gut, wenn man es so sehen will - Ende

Ich denke auch das es auf die Menge ankommt und ich bin überzeugt das hier alle wissen das man von wenig nichts nimmt. Ich bin auch so eine Samensammlerin und hätte bei sehr großem Bestand kein schlechtes Gewissen mir einzelne Samen zu nehmen. Natürlich kann man jetzt sagen, aber wenn das alle machen dann sind 4-5 Samen schlußendlich auch viel, aber wieviel Verrückte gibt es denn die Samen von Wildblumen attraktiv finden und lieber selbst aussäen, wenn man doch viel schönere Pflanzen im Gartencenter, ohne Arbeit, bekommt. Vielleicht wäre das Massensammeln sogar ein gutes Zeichen, dann hätten nämlich sehr viele endlich kapiert um was es eigentlich geht. Meine bescheidene Meinung.

Gsaelzbaer hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gsaelzbaer
Viele Gärtner haben eine Meise

Ich habe mein Natternkopf bei Brachen gesammelt, meine Knoblauchsrauke auch. Den Frühlingslerchensporn sammele ich auch nur an Stellen, wo er zu Hauf wächst. Ich würde nie auf den Gedanken kommen, von einer Pflanze alles zu sammeln.

Selbst wenn ich in einem Hortus bin, kLaube ich mir hie und da ne Hagebutte, statt das ich mir die Rose irgendwo kaufe, weil es mir mehr Spaß macht, zu testen - ob das auch klappt.

Und wie viele NSG gibt es, wo künstlich nachgesät wird, weil sonst nix mehr wächst. Ich kenne hier in meiner Umgebung einige

Gsaelzbaer und Amarille haben auf diesen Beitrag reagiert.
GsaelzbaerAmarille
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Meine Wiese besteht ausschließlich aus Samen aus meinem Garten und verschiedenen Wiesen und Wegrändern. Wir wandern viel und zu jeder Jahreszeit, die Samen die das Angebot auf meiner Wiese zu wachsen annehmen, verdoppeln sich doch dann irgendwie und können von einer weiteren Stelle wieder weiter ausgetragen werden.

Malefiz hat auf diesen Beitrag reagiert.
Malefiz
Viele Gärtner haben eine Meise
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