
Quelle: Mr. Stampfer
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Gräser
Zitat von Dorothee am 6. Oktober 2020, 20:53 UhrUnter "Drei-Zonen-Garten" und dann "Die Zentralen" stellt Markus Gräser vor. Er unterteilt sie nach Standort.
Diese wären für einen trockenen, nährstoffarmen Boden geeignet. Wobei das Pfeifengras im Porträt als sehr feuchtigkeitsliebend beschrieben wird, also für Feuchtwiesen und Moore.
Schafschwingel - Festuca ovina Aufrechte Trespe- Bromus erectus Blaugras - Sesleria albicans und Pfeifengras - Molinia caerulea
Ich überlege, ob ich auf unserer neuen Trockenmauer noch 1 - 2 Gräser pflanze. Als Schmetterlings-Raupenfutterpflanze. Hat jemand Erfahrung damit? Schön wäre auch ein Foto.
Unter "Drei-Zonen-Garten" und dann "Die Zentralen" stellt Markus Gräser vor. Er unterteilt sie nach Standort.
Diese wären für einen trockenen, nährstoffarmen Boden geeignet. Wobei das Pfeifengras im Porträt als sehr feuchtigkeitsliebend beschrieben wird, also für Feuchtwiesen und Moore.
Schafschwingel - Festuca ovina Aufrechte Trespe- Bromus erectus Blaugras - Sesleria albicans und Pfeifengras - Molinia caerulea
Ich überlege, ob ich auf unserer neuen Trockenmauer noch 1 - 2 Gräser pflanze. Als Schmetterlings-Raupenfutterpflanze. Hat jemand Erfahrung damit? Schön wäre auch ein Foto.
Zitat von Dorothee am 15. Oktober 2020, 20:56 UhrMeine Frage zu Gräsern ist vielleicht irgenwie untergegangen ich frage infach nochmal. Kennt sich jemand mit Gräsern aus?
Meine Frage zu Gräsern ist vielleicht irgenwie untergegangen ich frage infach nochmal. Kennt sich jemand mit Gräsern aus?
Zitat von Frank Schroeder am 15. Oktober 2020, 21:10 UhrHi Doro , mit Trockenheit liebenden und dann noch Raupenfuttergräsern kenne ich mich nicht aus. Viele Gräser auf "normalem" Stadort sind allerdings Raupenfutterpflanzen. Ich würde bei dem Standort auf Blütenstauden setzten.
Hi Doro , mit Trockenheit liebenden und dann noch Raupenfuttergräsern kenne ich mich nicht aus. Viele Gräser auf "normalem" Stadort sind allerdings Raupenfutterpflanzen. Ich würde bei dem Standort auf Blütenstauden setzten.
Zitat von Yorela am 27. Oktober 2020, 13:21 UhrHi Doro,
viele Gräser dienen Raupen als Nahrung und Unterschlupf, wobei auch ich nicht weiß, welche Gräser genau welchen Nutzen haben. Bei Gräsern besteht das Problem, dass es unendlich viele Arten gibt, aber die Möglichkeiten, spezielle Grassamen im Handel zu bekommen ist schon ein "ganz anderer Schuh". Bei den meisten konventionellen Gärtnern gilt ja nur gepflegter Rasen als "Gras" und das, was wirklich nützlich ist, wird ja eher in die Kategorie "Unkraut" geschoben. Ergo ist die Nachfrage nicht so groß und das Angebot entsprechend mager.
Ich hab für dich mal 5 verschiedene Gräser herausgesucht, die mit magerem, trockenen Boden zurechtkommen:
Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Zittergras (Briza media), Rotes Straußengras (Agrostis capillaris), Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa) und Wimpern-Perlgras (Melica ciliata).
Das sind Sorten, bei denen du (hoffentlich) ganz gute Chancen hast, Samen zu bekommen. Bromus erectus und Agrostis capillaris hätte ich auch noch ein wenig hier, ich weiß aber nicht, wie lange Gras keimfähig bleibt, die Saat ist jetzt ca. 2,5 Jahre alt.
Hi Doro,
viele Gräser dienen Raupen als Nahrung und Unterschlupf, wobei auch ich nicht weiß, welche Gräser genau welchen Nutzen haben. Bei Gräsern besteht das Problem, dass es unendlich viele Arten gibt, aber die Möglichkeiten, spezielle Grassamen im Handel zu bekommen ist schon ein "ganz anderer Schuh". Bei den meisten konventionellen Gärtnern gilt ja nur gepflegter Rasen als "Gras" und das, was wirklich nützlich ist, wird ja eher in die Kategorie "Unkraut" geschoben. Ergo ist die Nachfrage nicht so groß und das Angebot entsprechend mager.
Ich hab für dich mal 5 verschiedene Gräser herausgesucht, die mit magerem, trockenen Boden zurechtkommen:
Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Zittergras (Briza media), Rotes Straußengras (Agrostis capillaris), Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa) und Wimpern-Perlgras (Melica ciliata).
Das sind Sorten, bei denen du (hoffentlich) ganz gute Chancen hast, Samen zu bekommen. Bromus erectus und Agrostis capillaris hätte ich auch noch ein wenig hier, ich weiß aber nicht, wie lange Gras keimfähig bleibt, die Saat ist jetzt ca. 2,5 Jahre alt.
Zitat von Dorfgärtner am 14. März 2021, 18:08 UhrIst unterdessen eigentlich jemand mal über weitere Informationen gestolpert bzgl. der Frage welche Gräser für wen welchen Nutzen haben? Das würde mich auch interessieren...
P.S.: Habe jetzt beim BUND Darmstadt gefunden:
Knäuelgras, Lolch, Pfeifengras, Rispengras, Schmiele, Schwingel, Trespe: verschiedene Augenfalter und Dickkopffalter
http://darmstadt.bund.net/themen_und_projekte/natur_und_artenschutz/abenteuer_faltertage/schmetterlinge_im_garten/schmetterlingspflanzen/
Ist unterdessen eigentlich jemand mal über weitere Informationen gestolpert bzgl. der Frage welche Gräser für wen welchen Nutzen haben? Das würde mich auch interessieren...
P.S.: Habe jetzt beim BUND Darmstadt gefunden:
Knäuelgras, Lolch, Pfeifengras, Rispengras, Schmiele, Schwingel, Trespe: verschiedene Augenfalter und Dickkopffalter
Zitat von Primulaveris am 14. März 2021, 18:42 UhrIch nicht, aber ich sag trotzdem was (so die gängige Verhaltensweise auf Facebook
). Über den umgekehrten Weg - also, ich habe geguckt, was verschiedene Schmetterlinge so brauchen (z. B. Kleines Wiesenvögelchen, Großes Ochsenauge, Schachbrettfalter...) - meine ich festgestellt zu haben, dass hier eher grob nach "Süßgräsern" (Halme mit Knoten) und dem "Rest" unterschieden wird, wobei Zikaden und Kurzfühlerschrecken noch weniger wählerisch erscheinen, sie mögen wohl sowohl Süß- wie Riedgräser.
Fieder-Zwenke scheint mir oft genannt. Vielleicht gefällt mir aber auch nur das Wort so gut.
Selber säe ich dieses Jahr mit Hoffnung auf Erfolg Zittergras (Briza media), weil es selten geworden ist und ich seine zarte Art gerne mag
. Das wäre ein Kandidat für trockene, magere Standorte.
(Ich finde es bis jetzt wahnsinnig schwer bis uferlos, ohne Hilfe Gräser sicher zu bestimmen.)
PS: Oh, ich war mal wieder zu langsam und hätte das PS abwarten sollen
Ich nicht, aber ich sag trotzdem was (so die gängige Verhaltensweise auf Facebook ). Über den umgekehrten Weg - also, ich habe geguckt, was verschiedene Schmetterlinge so brauchen (z. B. Kleines Wiesenvögelchen, Großes Ochsenauge, Schachbrettfalter...) - meine ich festgestellt zu haben, dass hier eher grob nach "Süßgräsern" (Halme mit Knoten) und dem "Rest" unterschieden wird, wobei Zikaden und Kurzfühlerschrecken noch weniger wählerisch erscheinen, sie mögen wohl sowohl Süß- wie Riedgräser.
Fieder-Zwenke scheint mir oft genannt. Vielleicht gefällt mir aber auch nur das Wort so gut.
Selber säe ich dieses Jahr mit Hoffnung auf Erfolg Zittergras (Briza media), weil es selten geworden ist und ich seine zarte Art gerne mag . Das wäre ein Kandidat für trockene, magere Standorte.
(Ich finde es bis jetzt wahnsinnig schwer bis uferlos, ohne Hilfe Gräser sicher zu bestimmen.)
PS: Oh, ich war mal wieder zu langsam und hätte das PS abwarten sollen
Zitat von KataFux am 15. März 2021, 0:39 UhrZitat von Dorfgärtner am 14. März 2021, 18:08 UhrIst unterdessen eigentlich jemand mal über weitere Informationen gestolpert bzgl. der Frage welche Gräser für wen welchen Nutzen haben? Das würde mich auch interessieren...
P.S.: Habe jetzt beim BUND Darmstadt gefunden:
Knäuelgras, Lolch, Pfeifengras, Rispengras, Schmiele, Schwingel, Trespe: verschiedene Augenfalter und Dickkopffalter
http://darmstadt.bund.net/themen_und_projekte/natur_und_artenschutz/abenteuer_faltertage/schmetterlinge_im_garten/schmetterlingspflanzen/
da hab ich doch gleich mal ´ne Frage: Vor ein paar Tagen las ich mit Interesse unter "Zeigt her eure Bäume" in der Plauderecke, dass Andrea @andreamast über eine belgische Studie betreffs des Sommerflieders berichtete. Laut Studie soll ja buddleja die Schmetterlinge nahezu aushungern. Doro @doro hatte dann auch gleich einen entsprechenden Link dazu. Hier noch mal zum Nachlesen: (https://brf.be/national/1305865/) Mehrere Leser (ich eingeschlossen) waren natürlich entsprechend entsetzt und gleich wild entschlossen, die davidis aus ihren Gärten umgehend zu verbannen. In Dorfgärtners Link hier vom BUND wird nun wiederum der Sommerflieder als Nektarpflanze empfohlen.
Was machen wir denn nun? Rausreißen oder Belassen? Vielleicht können wir ja noch genaueres über besagte Studie erfahren?! Dass eine Pflanze wenig Nektar hat, bzw. gar keinen Nutzen ist ja noch mal was anderes, als die Aussage, dass (laut Studie) der sogenannte Schmetterlingsflieder die Falter geradezu "aushungern" würde.
Vielleicht weiß ja noch jemand was dazu......?!
Sorry, gehört jetzt nicht unbedingt zum Thema "Gräser", hab´s hier nur reingesetzt, weil ich über den Link gestolpert bin.
Zitat von Dorfgärtner am 14. März 2021, 18:08 UhrIst unterdessen eigentlich jemand mal über weitere Informationen gestolpert bzgl. der Frage welche Gräser für wen welchen Nutzen haben? Das würde mich auch interessieren...
P.S.: Habe jetzt beim BUND Darmstadt gefunden:
Knäuelgras, Lolch, Pfeifengras, Rispengras, Schmiele, Schwingel, Trespe: verschiedene Augenfalter und Dickkopffalter
da hab ich doch gleich mal ´ne Frage: Vor ein paar Tagen las ich mit Interesse unter "Zeigt her eure Bäume" in der Plauderecke, dass Andrea @andreamast über eine belgische Studie betreffs des Sommerflieders berichtete. Laut Studie soll ja buddleja die Schmetterlinge nahezu aushungern. Doro @doro hatte dann auch gleich einen entsprechenden Link dazu. Hier noch mal zum Nachlesen: (https://brf.be/national/1305865/) Mehrere Leser (ich eingeschlossen) waren natürlich entsprechend entsetzt und gleich wild entschlossen, die davidis aus ihren Gärten umgehend zu verbannen. In Dorfgärtners Link hier vom BUND wird nun wiederum der Sommerflieder als Nektarpflanze empfohlen. Was machen wir denn nun? Rausreißen oder Belassen? Vielleicht können wir ja noch genaueres über besagte Studie erfahren?! Dass eine Pflanze wenig Nektar hat, bzw. gar keinen Nutzen ist ja noch mal was anderes, als die Aussage, dass (laut Studie) der sogenannte Schmetterlingsflieder die Falter geradezu "aushungern" würde.
Vielleicht weiß ja noch jemand was dazu......?!
Sorry, gehört jetzt nicht unbedingt zum Thema "Gräser", hab´s hier nur reingesetzt, weil ich über den Link gestolpert bin.
Zitat von Malefiz am 15. März 2021, 3:45 UhrWegen Gräser und Schmetterlinge nutze ich gern FloraWeb: Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands
@katafux
In Dorfgärtners Link hier vom BUND wird nun wiederum der Sommerflieder als Nektarpflanze empfohlen.
Was machen wir denn nun? Rausreißen oder Belassen?
Was Du machst, weiß ich nicht - was ich machte, hingegen schon. Ich vermeide Buddleja davidii grundsätzlich, da er sich in hiesigen Breiten sehr gerne versamt und wenig bis gar nicht von den Gartenbesitzern gepflegt wird. Als ich mit Hortus anfing, hab ich meinen verschenkt.
Ich experimentiere gerade mit Buddleja alternifolia, ob ich Stecklingsvermehrung hinbekomme, weil die Amerikaner nicht invasiv sind. Das Problem mit dem SF ist, das er gerne auf Wanderschaft geht und keine nennenswerte Raupenfutterpflanze ist. da er ein Vertreter der Braunwurzgewächse ist, gehe ich davon aus, das er nur angeflogen wird, weil er zum einen Nektar bietet, in einer Zeit, wo "normale" Gärten kaum bis keine weitere Auswahl bieten (Kann uns Hortusianern ja kaum passieren) und zum anderen, die Prägung unserer Insekten bezüglich Ordnung und Familie von der Systematik der Pflanzenfamilien, die sich im Laufe der Evolution angepasst haben.
Als Beispiel die Glockenblumen-Scherenbiene, die auf die gesamte Familie der Glockenblumen oligolektisch geprägt ist, oder die Honigbiene, die polygolektisch überall sammelt.
Es gibt viele Neophyten, die von unseren Insekten angeflogen werden, keine Frage.
Unter dem folgenden Link Der gemeine Flieder und der Sommerflieder (naturzyt.ch) sind viele Argumente gegen den SF sehr verständlich dargestellt.
Und ich kann mich an meine Anfangstage in der FB-Gruppe erinnern, wo gesagt wurde, das er die Insekten verwirrt, sie nicht mehr dazu kommen sich zu vermehren, er süchtig machen würde. Was davon wahr ist oder nicht, sei dahin gestellt.
Man kann ihn gerne im Garten belassen, aber bitte Alternativen pflanzen und wenn er abgeblüht hat (Blütezeit von Juli bis September) die Blührispen in der Restmülltonne entsorgen!
Und man sollte erwähnen, wenn er als Nektarpflanze empfohlen wird, das er von *salopp gesagt, Allerweltsinsekten* angeflogen wird. Also beobachte dein Pflänzchen, wer dort landet und saugt: Distelfalter, Admiral, Taubenschwänzchen, kleiner Fuchs, Zitronenfalter, C-Falter, Tagpfauenauge und sogar hin und wieder den Schwalbenschwanz. Aber sie bleiben nie recht lange, sie fliegen weiter.
Als Lese und Entscheidungshilfe
Diskussion – unerwünschte Pflanzen – Forum (hortus-netzwerk.de)
Plädoyer für heimische Wildpflanzen (hortus-netzwerk.de)
Heimische Pflanzen – Forum (hortus-netzwerk.de)
Mehrere Leser (ich eingeschlossen) waren natürlich entsprechend entsetzt
Mehrere?
Als Zitat anfüge, ein Teil des Vorwortes von Markus Gastl´s Buch: Drei Zonen Garten
Ich will Ihnen Mut machen für das Leben und die Vielfalt...gegen die Ordnungssucht und die Doktrin einer skeptischen Nachbarschaft, gegen die Übermacht einer Werbung für angeblich notwendige Produkte und gegen den Verlust ihrer eigenen Schöpferkraft. Setzen Sie sich erhobenes Hauptes ein für die bedrohte Natur..
Wenn man als Verein wie bsp. der BUND oder NABU solches zur Pflanzung empfiehlt, so spiegelt das die Meinung eines einzelnen Individuums wieder, welches sich nicht weitreichend informiert hat. Nicht umsonst ist der SF auf der schwarzen Liste der Invasiven Neopythen. Ich bat schon einmal den NABU den Artikel zu überarbeiten, wo er im ersten Satz den SF wie Falschgeld anpreist "Mit dem Schmetterlingsflieder lockt man Tagfalter praktisch in jeden Garten!"
Reaktion NULL.
Jeder Garten, also ca. 80% der Gärten in D, A, CH sind vermutlich Rasen, Thujahecke und ein Schmetterlingsflieder, für die lieben kleinen Schmetterlinge, die sonst ja nichts gscheites finden, locke ich damit in eine "lebensfeindliche"
geschaffene Umwelt, wo er außer dem SF nichts anderes findet zum Tanken - klar verhungert der
. Ich würde auch eingehen, wenn ich tagaus tagein immer nur eine Sorte von Nektar essen dürfte.
Just my 2 Cents
Wegen Gräser und Schmetterlinge nutze ich gern FloraWeb: Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands
@katafux
In Dorfgärtners Link hier vom BUND wird nun wiederum der Sommerflieder als Nektarpflanze empfohlen.
Was machen wir denn nun? Rausreißen oder Belassen?
Was Du machst, weiß ich nicht - was ich machte, hingegen schon. Ich vermeide Buddleja davidii grundsätzlich, da er sich in hiesigen Breiten sehr gerne versamt und wenig bis gar nicht von den Gartenbesitzern gepflegt wird. Als ich mit Hortus anfing, hab ich meinen verschenkt.
Ich experimentiere gerade mit Buddleja alternifolia, ob ich Stecklingsvermehrung hinbekomme, weil die Amerikaner nicht invasiv sind. Das Problem mit dem SF ist, das er gerne auf Wanderschaft geht und keine nennenswerte Raupenfutterpflanze ist. da er ein Vertreter der Braunwurzgewächse ist, gehe ich davon aus, das er nur angeflogen wird, weil er zum einen Nektar bietet, in einer Zeit, wo "normale" Gärten kaum bis keine weitere Auswahl bieten (Kann uns Hortusianern ja kaum passieren) und zum anderen, die Prägung unserer Insekten bezüglich Ordnung und Familie von der Systematik der Pflanzenfamilien, die sich im Laufe der Evolution angepasst haben.
Als Beispiel die Glockenblumen-Scherenbiene, die auf die gesamte Familie der Glockenblumen oligolektisch geprägt ist, oder die Honigbiene, die polygolektisch überall sammelt.
Es gibt viele Neophyten, die von unseren Insekten angeflogen werden, keine Frage.
Unter dem folgenden Link Der gemeine Flieder und der Sommerflieder (naturzyt.ch) sind viele Argumente gegen den SF sehr verständlich dargestellt.
Und ich kann mich an meine Anfangstage in der FB-Gruppe erinnern, wo gesagt wurde, das er die Insekten verwirrt, sie nicht mehr dazu kommen sich zu vermehren, er süchtig machen würde. Was davon wahr ist oder nicht, sei dahin gestellt.
Man kann ihn gerne im Garten belassen, aber bitte Alternativen pflanzen und wenn er abgeblüht hat (Blütezeit von Juli bis September) die Blührispen in der Restmülltonne entsorgen!
Und man sollte erwähnen, wenn er als Nektarpflanze empfohlen wird, das er von *salopp gesagt, Allerweltsinsekten* angeflogen wird. Also beobachte dein Pflänzchen, wer dort landet und saugt: Distelfalter, Admiral, Taubenschwänzchen, kleiner Fuchs, Zitronenfalter, C-Falter, Tagpfauenauge und sogar hin und wieder den Schwalbenschwanz. Aber sie bleiben nie recht lange, sie fliegen weiter.
Als Lese und Entscheidungshilfe
Diskussion – unerwünschte Pflanzen – Forum (hortus-netzwerk.de)
Plädoyer für heimische Wildpflanzen (hortus-netzwerk.de)
Heimische Pflanzen – Forum (hortus-netzwerk.de)
Mehrere Leser (ich eingeschlossen) waren natürlich entsprechend entsetzt
Mehrere?
Als Zitat anfüge, ein Teil des Vorwortes von Markus Gastl´s Buch: Drei Zonen Garten
Ich will Ihnen Mut machen für das Leben und die Vielfalt...gegen die Ordnungssucht und die Doktrin einer skeptischen Nachbarschaft, gegen die Übermacht einer Werbung für angeblich notwendige Produkte und gegen den Verlust ihrer eigenen Schöpferkraft. Setzen Sie sich erhobenes Hauptes ein für die bedrohte Natur..
Wenn man als Verein wie bsp. der BUND oder NABU solches zur Pflanzung empfiehlt, so spiegelt das die Meinung eines einzelnen Individuums wieder, welches sich nicht weitreichend informiert hat. Nicht umsonst ist der SF auf der schwarzen Liste der Invasiven Neopythen. Ich bat schon einmal den NABU den Artikel zu überarbeiten, wo er im ersten Satz den SF wie Falschgeld anpreist "Mit dem Schmetterlingsflieder lockt man Tagfalter praktisch in jeden Garten!"
Reaktion NULL.
Jeder Garten, also ca. 80% der Gärten in D, A, CH sind vermutlich Rasen, Thujahecke und ein Schmetterlingsflieder, für die lieben kleinen Schmetterlinge, die sonst ja nichts gscheites finden, locke ich damit in eine "lebensfeindliche" geschaffene Umwelt, wo er außer dem SF nichts anderes findet zum Tanken - klar verhungert der
. Ich würde auch eingehen, wenn ich tagaus tagein immer nur eine Sorte von Nektar essen dürfte.
Just my 2 Cents
Zitat von Gsaelzbaer am 15. März 2021, 7:34 Uhr....hab meinen SF eliminiert. Wollt ich eh und die Studie hat mir den letzten Tritt verpasst. Platz frei für was besseres
Ich habe die rote Heckenkirsche im Sinn....
....hab meinen SF eliminiert. Wollt ich eh und die Studie hat mir den letzten Tritt verpasst. Platz frei für was besseres Ich habe die rote Heckenkirsche im Sinn....
Zitat von tree12 am 15. März 2021, 8:35 UhrMit der Heckenkirsche leistest Du auf jeden Fall jedem Insekt einen besseren Dienst als mit jedem Schmetterlingsflieder, Magnus. Hört sich gut an. Bei unserem Nachbarn wurde letztes Jahr eine uralte Heckenkirsche gemeuchelt - Rollrasen ist ja viel schöner und ordentlicher als solche Sträucher...
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NABU und BUND scheinen viele ihrer Seiten niemals zu überarbeiten. Da steht dann für immer und ewig festgeschrieben, wie toll so ein Schmetterlingsflieder im Garten doch wäre. Man findet weiterhin Bauanleitungen für Spatzen-Dreier-WGs, obwohl längst andere Erkenntnisse vorliegen, für ganz schlechte Wildbienennisthilfen, sie verkaufen auch immer noch Dreiecksnistkästen für Blaumeisen etc.
Ich finde diese Vorgehensweise, besonders vom NABU, sehr unglücklich, da viele Neueinsteiger in Sachen Insektenschutz/naturnahe Gärten sich erst einmal dort belesen und natürlich mangels Erfahrung nicht kritisch sein können. Es wird dann alles für bare Münze genommen und Tipps und Bauanleitungen enden oft in wenig tiergerechten Projekten. (Wir haben selber eine Spatzen-WG nach einer Bauanleitung vom NABU unterm Dach hängen.)
Und für die Schmetterlinge wird ein Schmetterlingsflieder gesetzt, weil man sie ja dadurch unter Garantie in den Garten locken kann...
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Gehört natürlich jetzt ebenfalls nicht in den Gräser-Thread, vielleicht kann ein Moderator ja die entsprechenden Antworten in einen eigenen Thread verschieben...?
Mit der Heckenkirsche leistest Du auf jeden Fall jedem Insekt einen besseren Dienst als mit jedem Schmetterlingsflieder, Magnus. Hört sich gut an. Bei unserem Nachbarn wurde letztes Jahr eine uralte Heckenkirsche gemeuchelt - Rollrasen ist ja viel schöner und ordentlicher als solche Sträucher...
NABU und BUND scheinen viele ihrer Seiten niemals zu überarbeiten. Da steht dann für immer und ewig festgeschrieben, wie toll so ein Schmetterlingsflieder im Garten doch wäre. Man findet weiterhin Bauanleitungen für Spatzen-Dreier-WGs, obwohl längst andere Erkenntnisse vorliegen, für ganz schlechte Wildbienennisthilfen, sie verkaufen auch immer noch Dreiecksnistkästen für Blaumeisen etc.
Ich finde diese Vorgehensweise, besonders vom NABU, sehr unglücklich, da viele Neueinsteiger in Sachen Insektenschutz/naturnahe Gärten sich erst einmal dort belesen und natürlich mangels Erfahrung nicht kritisch sein können. Es wird dann alles für bare Münze genommen und Tipps und Bauanleitungen enden oft in wenig tiergerechten Projekten. (Wir haben selber eine Spatzen-WG nach einer Bauanleitung vom NABU unterm Dach hängen.)
Und für die Schmetterlinge wird ein Schmetterlingsflieder gesetzt, weil man sie ja dadurch unter Garantie in den Garten locken kann...
Gehört natürlich jetzt ebenfalls nicht in den Gräser-Thread, vielleicht kann ein Moderator ja die entsprechenden Antworten in einen eigenen Thread verschieben...?