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Ein bienenfreundliches Grab

Hier bitte Gräber posten, die naturnah und Insektenfreundlich gestaltet werden

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Mein Grab, naturnah, für Insekten und fürs Auge, permanente Bepflanzung, somit dem ständigen Druck der Anderen, ewig neu nachpflanzenden Trend, konträr entgegen stehend.

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Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Das ist eine schöne Idee, auch die Grabpflege im Sinne der Natur zu gestalten.

Ich suche noch ein paar Ideen, aber eines ist sicher, ein Bodendeckerthymian wird bestimmt gepflanzt.

Liebe Grüsse Beatrice

Oliver hatte uns im alten Forum doch eine Seite von Naturruh empfohlen. Sehr schön anzusehen , dass Gräber so naturnah angelegt werden.

http://www.naturruh.de

"NaturRuh bietet naturnahe und würdevolle Bestattungen auf dem Friedhof und fördert die biologische Vielfalt. Farbenprächtige Stauden, Nahrungsquellen und Rückzugsmöglichkeiten für Tiere machen die Begräbnisstätte zu einem einmaligen Ort der Erinnerung. Bei einem NaturRuh-Areal handelt sich um eine zusammenhängende Fläche mit integrierten Grabstätten."

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Karin Kurzmann, aus der FB-Gruppe kann Astern pflanzen, auf ihre Gräber. Ich habe es versucht und mir wurde es durch die Schnecken weggemampft. Es ist eine Gradwanderung, was geht, was stehen bleibt und was auch noch anschaulich bleibt. Ich habe eine Bartblume, die Rose Lupo, Storchschnabel, Hauswurzen und Vergissmeinnicht gepflanzt. Krokus und Hyazinthen keinem langsam hoch. Auch ein Teppichthymian ziert das Grab. Es sieht zwar ein wenig wild aus, aber da wir keine Kantensteine haben dürfen, dachte ich bei den Hauswurzen an die Sicherung der "Außengrenzen" des Grabes.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

so , nun habe ich dieses Thema wiedergefunden, dank @simbienchen . Da gibt es ja mittlerweile soviel dazu zu sagen; da kommt bestimmt noch Diskussionsstoff hinzu. Ich kann nur sagen, dass es,wie bereits erwähnt,  bestimmt den einen oder anderen Friedhofsgärtner gibt, der individuell gestaltet, auf die Kundenwünsche eingeht und entsprechend berät. Und wenn ein Chef, so wie meiner, eine Nervensäge wie meine Wenigkeit  im Betrieb hat , die ihn immer wieder an die Nachhaltigkeit und den ökologischen Hintergrund erinnert, dann werden auch ab und zu mal mehr insektenfreundliche Gräber gestaltet. Ich möchte da gar nicht groß auf die Rahmenbedingungen eingehen, denn die Pflanzenauswahl auf den Friedhöfen beschränkt sich schon allein  dadurch, dass die Gräber zu jeder Jahreszeit nach was aussehen sollen und da sind die Kunden halt so gestrickt wie in den Standard-Gärten. Nach und nach kommen die Leute langsam selbst drauf... ich werde in der nächsten Zeit immer mal entsprechende Fotos von solchen Grabstellen zeigen.

Hier mal einige Fotos meiner eigenen Familiengrabstätte, angefangen vor 11 Jahren , da wusste ich noch nicht genau, wie es werden sollte, lediglich die Winterheide als Hecke und früher Nektarspender. Über die Jahre ist natürlich alles gewachsen und einige Element sind komplett verschwunden. Als fast kompletter Bodendecker ist nun der Günsel im vorderen Bereich und rechts stehen viele Wildstauden; ein aktuelles Foto kommt nächste Woche.

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Das Thema betrifft mich grad auch. Ich hab sieben Verwandte auf demselben Gottesacker, darunter zwei Gräber unter meiner Verantwortung, die ich bepflanzen und gestalten muss. Bisher hab ich da die üblichen Verdächtigen gepflanzt, will aber von dem Zeug weg.

 

Zitat von Oliver am 17. Oktober 2019, 20:00 Uhr

Hier mal einige Fotos meiner eigenen Familiengrabstätte, angefangen vor 11 Jahren , da wusste ich noch nicht genau, wie es werden sollte, lediglich die Winterheide als Hecke und früher Nektarspender. Über die Jahre ist natürlich alles gewachsen und einige Element sind komplett verschwunden. Als fast kompletter Bodendecker ist nun der Günsel im vorderen Bereich und rechts stehen viele Wildstauden; ein aktuelles Foto kommt nächste Woche.

Jeden Tag, wenn ich nicht gerade unterwegs bin, gehe ich mit den Hunden über den benachbarten Friedhof in den angrenzenden Wald. Nicht ein Grab sieht so toll aus und besitzt so viele bienenfreundliche Pflanzen. Ich frage mich, wie man hier bei uns den richtigen Impuls setzen kann...

Heute früh, Hunderunde. Nachbarin getroffen, mit beiden Händen ein Beet für den Winter zu räumen. In dem Beet gut 2qm Günsel "Burgundy Glow", den dreifarbig belaubten, weiß, rötlicher Ton und in der Mitte ein bisschen grün, geschwatzt, Ableger bekommen. Aus meinem Maleficum dann 5 Ableger mit Atropurpurea, dass ist die dunkelgrün-rötliche Variation geholt und zum Friedhof gefahren.
Habe die beiden Storchschnäbel heraus genommen, was sich darunter alles fand, verblühtes, ohne Laub - weiß nicht mal was es war. Habe nun in Reihe Günsel gepflanzt.

Ach und Enzian hab ich auch Ableger erhalten, davon ging der Großteil rechts und links, als weitläufige Randbepflanzung, in die Erde. Da ich ja immer versuche eine Dauerbepflanzung zu haben, die einige Jährchen hält - schaun wir mal. Bilder gibt's beim nächsten Besuch. Ich muss sehen, wie lange der Mehlsalbei noch blüht. Zwar nicht heimisch und nicht winterhart, aber ein ausdauernder Blüher, der entzückt von Bienen und Hummeln besucht wird.

Die Rose Lupo blüht auch immer noch, leider treibt sie immer wieder mal unterhalb der Veredelungsstelle aus. Mal sehen, ob sie nicht zu mir in den Hortus umzieht.

Und natürlich waren wieder die Friedhofsgärtner unterwegs, ich glaube, sie haben am Gürtel ein extra Täschchen hängen, mit Grassamen. Damit jeder Fleck begrünt ist.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Da ich dieses Grab meiner Eltern nun seit 2017 im Besitz habe und mein Vater ja 2017 starb, wollte ich einen Gärtner beauftragen, es zu betreuen und ausschließlich mit bienenfreundlichen Pflanzen. Die Angebote, die ich bekam, ließen mich zweifeln, ob man sich da noch genug auskennt. Die üblichen Verdächtigen Begonien, fleißige Lieschen - da bekomme ich regelmäßig Würgattacken. Von gefühlt 500 Gräbern sind 490 so bepflanzt. Um jetzt alle auf Besenheide und Silberblatt umzustellen, ein grauenhafter Trend.

Natürlich kann man vieles, was toll wären nicht setzen, wegen den unterschiedlichen Friedhofsordnungen, der Wuchshöhe oder sonstiger Widrigkeiten in Form von braunen Schleimern, die zu Hauf dort unterwegs sind, aber es finden sich ja immer was, was den Schleimern nicht schmeckt und trotzdem Nahrung bietet.

Ich darf nicht mal Steine oder Rundhölzer als Begrenzung legen, ärgert mich maßlos. Dafür darf ich das Gras dulden, das regelmäßig ausgesät wird, weil - ops ein nackter Fleck - und schon wieder breitwürfig Grassamen auf meinem Grab

Ich hatte heuer mal Coleus versucht, hat den Schnecken gut geschmeckt. Waren nach zwei Tagen nicht mehr zu finden, wohlgemerkt die Pflanzen. Und das, obwohl ja behauptet wird, behaarte Pflanzen werden nicht gefressen.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

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