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Ameisen im Sandarium

Hallo,

ich bin neu hier, also vergebt mir, falls die Frage bereits gestellt und beantwortet wurde. Ich habe leider nichts zum Thema gefunden. Mein "Problem" ist, dass ich eine Ameisenstraße quer durchs Sandarium entdeckt habe. Ist das OK? Ich habe Angst, dass die Ameisen die Nester der Bodenbrüter leer räumen. Oder besteht die Gefahr nicht?

Malefiz hat auf diesen Beitrag reagiert.
Malefiz

Hallo Anja,

erstmal herzlich :welcome: hier im Forum. Schön das du zu uns gefunden hast.

Zu deiner Frage habe ich folgendes gefunden: Ameisen scheinen sehr wohl an Nektar, Pollen und die Eier der Wildbienen zu gehen. Zumindest wurde das wohl an aufgestellten Nisthilfen schon beobachtet. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass sie auch an die Nester der Erdnistenden Wildbienen gehen. Genau wissen tue ich es allerdings nicht. Hier ist aber ein Hinweis zu Ameisen:

http://www.wildbienen.de/wbs-hand.htm

Magst du uns denn auch deinen Garten mal vorstellen? Gerne mit Fotos ;-)

:winken:

Malefiz, Primulaveris und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
MalefizPrimulaverisGsaelzbaer
Und wärend die Welt ruft ... Du kannst nicht alle retten! Flüstert die Hoffnung ... Und wenn es nur einer ist... Versuch' es! Sylvia Raßloff

an Bord Anja!

 

Du, mittlerweile sehe ich das alles seeeeehr entspannt. Soll es doch die Natur selbst regeln, was kümmerts mich :-) Ich entferne auch keine Läuse mehr, ebenso lass ich das Pfaffenhütchen von den Gespinstmotten in Beschlag nehmen. Ich sitze da und sehe mir das Schauspiel einfach nur an ;-)

Was soll man da auch machen? Sie einfangen? Köderdosen?

Es regelt sich alles, vor allem wenn du genug Vielfalt hast.

Gisa sagte es bereits, stell uns doch mal dein Gärtle vor!? ;-)

Simbienchen, Primulaveris und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenPrimulaverisDorothee
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Ich habe derzeit einen echt schlimmen Maulwurf im Garten (ja, dieser ist echt schlimm, denn es sind schon ausgegrabene Pflanzen eingegangen), der wollte auch mein kleines Sandarium zerstören. Als ich gestern zähneknirschend so einen Sand/Erdehaufen im Sandarium irgendwie zu glätten versuchte, kamen mir kleine Ameisen entgegen.

Ok, dachte ich mir, der Hügel hat einen Sinn und Zweck, die Ameisen fühlen sich wohl. Jetzt bleibt alles wie es ist oder wie der Maulwurf meinte, daß es sein sollte. Er hat den Ameisen ein gemütliches Heim geschaffen.

Simbienchen, Evy und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenEvyDorotheeGsaelzbaer

Vielen Dank für die Antworten. Ja, eigentlich sehe ich das Leben in meinem Garten auch ziemlich entspannt, aber das Sandarium ist neu! Mit Mühe ausgebuddelt, mit Liebe angelegt und mit allen Mittel vor unseren beiden Katzen gesichert! Und dann kommen dahergekrabbelte Ameisten, die einen riesigen Bau in viel Platz im Garten haben!, und nisten sich da ein. Das geht so nicht! ;-) Ich werde mal eine Prise Zimt auf den Ameisen-Ausgang streuen. Damit habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht und hoffe, dass sich die übrigen Bewohner nicht weiter davon stören lassen.

Mein "Gärtle" hat ein paar Meter und wird noch vorgestellt :-) Ich muss erst Bilder zusammen suchen...

Dorothee hat auf diesen Beitrag reagiert.
Dorothee

Hallo Anja,

auch von mir ein herzliches WillkommenAmeisen gehören für mich zum Ökosystem Garten dazu, egal ob im Sandarium oder in der Wiese. Sie dienen anderen Tieren als wichtige Nahrungsquelle. Manche Ameisen bringen auch Schneckeneier in ihr Nest und verfüttern sie an ihre Brut. Ameisen werden gerne für ihre nützlichen Eigenschaften, Ordnung zu halten, als die Polizisten im Wald bezeichnet. Auch sorgen sie dafür, dass Saatgut im Garten verteilt wird und sich die Wildblumen weiter vermehren können.

Darum lass sie ruhig in deinem neuen Sandarium verweilen. Ihre Nützlichkeit überwiegt deutlich gegenüber der wenigen " Nachteile", die der Mensch ihnen gerne andichtet. Ameisen benötigen auch bestimmte Bedingungen, damit sie überleben. Eigentlich kannst du dich glücklich schätzen, dass sie zu dir ins Sandarium gekommen sind. Der Grünspecht wird sie vielleicht bald schon bei dir entdecken oder andere Vögel...

 

tree12, Evy und 3 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12EvyKirstenDorotheeGsaelzbaer
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Hallo Simbienchen,

um die Ameisen bei uns im Garten brauchst du dir wirklich keine Sorgen machen ;-) Ich lade wie gesagt, bei Gelegenheit Bilder hoch. Die Ameisen haben jedenfalls einen riesigen unterirdischen Bau, mind. einen Baum und jede Menge weitere Ameisenhaufen zur Verfügung

Und ich dachte immer, das Ameisen die toten Tiere, die sie in den Bau schleppen, dem Pilz opfern - von dem sich der Staat ernährt.

Manche Ameisen bringen auch Schneckeneier in ihr Nest und verfüttern sie an ihre Brut.

Ameisenlarven werden flüssig gefüttert.

 

 

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Malefiz am 12. Mai 2021, 7:39 Uhr

Und ich dachte immer, das Ameisen die toten Tiere, die sie in den Bau schleppen, dem Pilz opfern - von dem sich der Staat ernährt.

Manche Ameisen bringen auch Schneckeneier in ihr Nest und verfüttern sie an ihre Brut.

Ameisenlarven werden flüssig gefüttert.

 

 

Hm...nur flüssig? Das hatte ich aber anders in Erinnerung, da muss ich mal eben googlen...

 

Laut Ameisenwiki wird je nach Larvenstadium unterschiedlich gefüttert.

 

https://ameisenwiki.de/index.php/Brut

Die Nahrung wird auf verschiedene Weise an die Larven weitergegeben. 

Sekrete: Die Arbeiterinnen nehmen Futter auf und verdauen dieses. Durch die Kopfdrüsen (für Proteine) und die Speicheldrüsen (für Kohlenhydrate) werden nahrhafte Sekrete gebildet und den Larven verfüttert. Dies geschieht entweder durch direkte Verfütterung aus den Drüsen an die Larven oder die Arbeiterin schluckt zunächst die Sekrete in Ihren Kropf ab und würgt diese bei Bedarf wieder hoch. Diese Art der Fütterung ist bei fast allen Arten vertreten, bei einigen Arten/Gattungen aber begrenzt auf die ersten Larvenstadien. Pheidole spadonia nutzen sogar die Larven selber zum Vorverdauen der Nahrung und zur Bildung von Sekreten: Den größeren Larven werden Futterteile in spezielle nahungshaltende Vorrichtungen (Mensarium) auf den "Bauch" gelegt, die Larven speicheln Verdauungsenzyme auf die Brocken und der so vorverdaute Futterbrei wird von den Arbeiterinnen wieder aufgeleckt und an kleinere Larven verfüttert.      Vorgekaut: Beutetiere werden außerhalb oder innerhalb des Nestes von den Arbeiterinnen zerkaut. In der Brutkammer wird der Futterbrei ausgewürgt und gezielt an die Larven gefüttert.      Futterbrocken: Beutetiere werden nicht zerkaut, sondern zerlegt und ganze Stücke aus dem Fleisch getrennt. Diese Futterstückchen werden mit den Mandibeln zwischen die Larven gelegt, direkt zur Fütterung vor die Larven gehalten oder in spezielle Gruben den Larven auf den Bauch gelegt. Einige Arten tragen auch ihre Larven zu den Futtertieren und setzen sie an, so können sich die Larven selbstständig durch das Fleisch fressen.

 

https://ameisenwiki.de/index.php/Pheidole_spadonia

Nahrung wird also für die Brut/ Larven zubereitet ...

Hängt aber bestimmt auch von der Ameisenart ab.

Malefiz, Evy und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
MalefizEvyGsaelzbaer
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Kommt vielleicht auch auf den Entwicklungsstatus der Larven an, Brei und Flüssig für die Kleinen und feste Nahrung für ...

im übertragenen Sinne - nix für ungut

Simbienchen hat auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchen
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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