[Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Garten und andere Grünflächen auf dem Weg zum Hortus / Hortanen Habitat
tree12
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Re: [Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Beitrag von tree12 »

Heute bei Sonnenschein und lauwarmen 16 Grad... im Garten fliegen noch träge die ersten Hummelköniginnen. Sie sind dankbar für die blühenden Krokusse. Außerdem sind noch so Tierchen unterwegs, die von oben vom Balkon aus wie kleine Wildbienen aussehen, aber es sind sicher Schwebfliegen.

Zwei Marienkäfer zeigten sich sowie der erste Zitronenfalter. Er steuerte im Vorgarten gleich mal die gelbe Variante der Karnevalsprimel an, die aber auch eine Stengellose Schlüsselblume oder eine Kreuzung aus beiden sein könnte. Direkt danach flog auch eine Hummelkönigin diese Blüte an und ich schließe daraus, daß die gelbe Farbe magisch anzieht und daß diese vielleicht mehr Nahrung bieten als die purpurfarbenen Varianten daneben. :biene :schmetterling1

Ach ja: auch entdeckt habe ich meine blühenden Leberblümchen im Vorgarten. Diese zarten Geschöpfe stehen dort sehr geschützt und warm. :hurra

Aprikose vorn und Blutpflaume hinten lassen schon die ersten Blüten erahnen.
tree12
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Re: [Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Beitrag von tree12 »

Heute bei sonnigen 18 Grad waren schon etliche Hummelköniginnen unterwegs. Die Aprikose hat zaghaft ihre ersten Blüten geöffnet und war deswegen umsurrt von Hummeln, Honigbienen und Schwebfliegen.

Morgen wird definitiv der Hummelkasten wieder bestückt und aus dem Winterquartier ins Freie gebracht. Vielleicht denke ich dran und kann später auch ein Foto des schönen Wespennestes zeigen, das ich im Herbst dort vorfand. Das Volk war klein, bestand nur aus wenigen Tieren. Ich weiß nicht, was für Wespen es waren. Sächsische Wespen ziehen doch nur in richtige Gebäude wie Gartenhütten oder Schuppen ein? Ein bodennaher Hummelkasten im Vollschatten ist ja so gesehen kein richtiges Gebäude, sondern mutet eher wie eine Notlösung an. Für die "normalen" Wespen, die beim Grillen oder Kuchenessen ein bißchen lästig werden können, schien mir das Volk zu klein.

Ich bin gespannt, ob auch dieses Jahr wieder jemand einziehen möchte. Vielleicht kriege ich ja ein bißchen "Mäuseduft" zusammen aus einem bodennahen Vogelnistkasten. Das hat einmal schon geklappt, danach zog eine Steinhummelkönigin ein. Leider wurde das Volk von eindringenden Tigerschnegeln schnell gekillt.
tree12
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Re: [Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Beitrag von tree12 »

Der Hummelkasten ist aktiviert. Die Aprikose vor dem Haus wird bis ca. 17 Uhr von der Sonne beschienen und auf ihr geht wirklich die Post ab. Es sind noch längst nicht alle Blüten geöffnet, trotzdem sind immer mindestens fünf Hummelköniginnen auf einmal zu sehen, dazu die vielen Mauerbienen, die jetzt geschlüpft sind. Jede Menge Schwebfliegen, Honigbienen und heute sah ich sogar etliche Tagpfauenaugen... es ist genial.

Den Baum habe ich als Bäumchen vor Jahren aus einem Gartencenter gerettet und nun rettet der inzwischen stattliche Baum unzählige Insekten vor Nahrungsmangel und Hungertod. Wenn kein starker Frost mehr kommt, sollte ich eine reiche Aprikosenernte einfahren können. An Bestäubern ist ja reichlich vorhanden.

Wir brauchen wirklich viele, viele frühblühende Pflanzen für unsere ganz frühen Insekten, vom Krokus über die Kornelkirsche bis zur Salweide. Wenn ich mich in der direkten Nachbarschaft umgucke: viel ist da eigentlich nicht zu holen.
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Dorfgaertner
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Re: [Weg 10-20] Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Beitrag von Dorfgaertner »

tree12 hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 22:39 Wir brauchen wirklich viele, viele frühblühende Pflanzen für unsere ganz frühen Insekten, vom Krokus über die Kornelkirsche bis zur Salweide. Wenn ich mich in der direkten Nachbarschaft umgucke: viel ist da eigentlich nicht zu holen.
Darüber habe ich heute auch nachgedacht, als ich vor der Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) stand. Falls du mir kurz erlaubst, deinen Thread zur Debatte zu nutzen... Mir ist natürlich, sonst wäre ich nicht hier, wie dir auch klar, daß heimische Pflanzen Priorität 1 haben. Wir haben von den Vorbesitzern viele Exoten übernommen, und die sind teilweise so alt und eingewachsen, daß man sie nicht ohne weiteres entfernen kann/will. Richtig gut ging das nur bei der Forsythie (insb. vom Standort her), die ich mit Freude und Genuß umgebracht habe :D (Und ein Teil von mir bedauert, daß wir keinen Thuja-umheckten Schottergarten übernommen haben, weil da die Freude über die zurückgewonnene Wildnis viel größer gewesen wäre.)

Aber wenn du so von der Aprikose sprichst, muss ich an die Wohlriechende Heckenkirsche denken, und ich frage mich vermehrt, ob in Zeiten des Klimawandels nicht die "alten" Annahmen über relevante Blühzeitpunkte jedenfalls teils überholt sind – und entsprechend einige Neophyten durchaus sinnvoll sind oder seien können. Beispiel unser Garten: Nach einer längeren Kältephase ist es quasi von einem Tag auf den andern warm geworden und ich habe in Vor- und Hintergarten schon eine Reihe von Insekten und insb. Hummeln gesehen. Von wenigen Geophyten und den frühen Primeln abgesehen blühen derzeit nur die Christrosen, und von denen noch nicht mal alle. Die Wohlriechende Heckenkirsche scheint ein absoluter Lebensretter für diese Insekten zu sein, wenn es mal zu einem (heutzutage nicht seltenen) frühen Frühling kommt – ähnlich wie die Blut-Johannisbeere, die (hier) oft anfängt, wenn die Christrosen sich ihrem Ende nähern, aber noch keine "neuen" Blüten in unmittelbarer Sicht sind. Klar gibt es zB die Blaue und Rote Heckenkirsche, aber jedenfalls hier bei uns sind die von ihren Blüten, wie die meisten anderen Gehölze, noch weit von der Blüte entfernt...
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
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