Gestern sind wir auf einem Spaziergang an einer Ligusterhecke vorbeigekommen, die üppig mit schwarzen Beeren besetzt war – aber kein einziger Vogel schien da bislang rangegangen zu sein. Da fiel mir dann ein, daß unsere
Vogelbeere im Garten in der Regel auch ihre Früchte trägt, bis sie verrotten, genauso der Schneeball... Laut Literatur gehen an diese Sträucher u.a. Stare, Amseln, Meisen und Spatzen, die es hier alle nachweislich gibt. Meine Oma hat noch immer Schutznetze über ihre Johannisbeeren gehängt, weil sie sonst keine abbekam... (manchmal auch, weil wir uns als Kinder unter die Netze gesetzt haben und uns die Bäuche vollschlugen ;-) Aber das muss ich auch nicht machen; die Johannisbeeren hängen im Zweifel so lange bis sie überreif vom Strauch fallen oder eintrocknen.
Zwischendurch habe ich mich schon gefragt, ob die Sträucher bei uns unbeerntet bleiben, weil ich immer Futter gebe. Aber die Ligusterhecke war jetzt weit genug von uns entfernt, um diesen Grund ausschließen zu können
Wenn ich so drüber nachdenke, ist es wirklich schon Jahre her, daß ich mal einen Vogel genüsslich hab Beeren fressen sehen, egal wo...
Wie sieht das eigentlich bei euch aus in puncto "Naturvogelfutter" – wird das gegessen, oder eher verschmäht wie bei uns?
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster