Hortus Sheelars

Sheelars – mehr als nur die Verbindung unserer beider Vornamen “Sheela” und “Lars”. Und somit als Name für unseren Garten sehr passend! Entsteht nicht auch in der Permakultur das Besondere erst durch das Ineinandergreifen aller Teile? Außerdem soll mit “Sheelars” auch unsere ganz eigene Handschrift zum Ausdruck kommen – schließlich ist es UNSER Garten :-).

Unser Hortus steht dabei noch ganz am Anfang seiner Entwicklung. Wir wohnen in Eichstätt in einem Neubaugebiet und haben 2016 erst gebaut. Unser Glück bei der Vergabe die Letzten zu sein, hat uns ein Grundstück mit Doppelhaushälfte und Süd-Ost-Ausrichtung und leichter Hanglange gebracht. Im nachhinein ideal für unseren Hortus – nicht nur weil es uns vom Grundstück viel zusammenhängende Gartenfläche und nachmittags eine schattige Terrasse beschert. Lieder fehlt uns ein alter Baumbestand. Allerdings sind wir mit unserem Garten zwischen all den Neubauten etwas “Besonderes”

Mit dem Anlegen des Gartens haben wir erst 2018 beginnen können. Unerfahren aber mit Tausend Ideen im Kopf haben wir die Planung des Gartens in die Hände eines Naturgarten-Architekten gelegt. Die mit Spannung erwartete Präsentation seines Entwurfs hat im März 2018 nicht nur unsere Vorstellungen übertroffen, sondern unsere Motivation wie eine Feder gespannt. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres ging es raus – immerhin wollten wir alles mit eigener Kraft umsetzen.

Das Gelände war schon grob modelliert und so haben wir direkt mit den ersten Elementen starten können. Zeitgleich mit den ersten Blüten des Jahres haben wir aus alten Paletten und Dachziegeln ein Insektenhotel gebaut. Gleich nebenan liegt Totholz und in unmittelbarer Nähe entstand eine Schnecke aus Weidenrouten für die Kinder. Der gesamte hintere Teil des Gartens wurde zum wilden Bereich erklärt und als Hotspot-Zone mit Sand und Kies abgemagert. Die dort gepflanzte Wildobsthecke u.a. mit Holunder, Weißdorn Schlehe Sanddorn und Aronia sollen später zur Pufferzone heranwachsen. Glücklicherweise haben wir in unmittelbarer Grundstücksnähe einen wilden Waldrand.

Der westliche Teil des Grundstücks liegt etwas erhöht (Humusauftrag) und wird die Ertragszone. Umrandet von einem klassischen Staketenzaun haben wir dort einen Gemüsegarten angelegt. Unsere großen Erwartungen haben zwar größtenteils die Schnecken gefressen – Tomaten und Zucchini hatten wir dennoch mehr als erhofft. Aus alten Dachbalken einer alten Scheune der Umgebung haben wir zudem ein 5m breites Hochbeet gebaut – nicht zuletzt um die Betonmauer der Terrasse zu verdecken.

Schon im ersten Jahr konnten wir zudem zahlreiche Tiere erleben. Neben verschiedenen Wildbienen (u.a. Blattschneidebiene – wir arbeiten noch an der Bestimmung anderer Arten) konten wir Libellen, Vögel (u.a. Stieglitz und Bachstelze) mehrere Wespenspinnen und verschiedene Schmetterlinge beobachten. Die Entwicklung eines Schwalbenschwanzes konnten wir sogar von der Raupe bis zum fertigen Schmetterling verfolgen.

Wie oft unser Garten allein im ersten Jahr sein Blüten- und Farb-Gesicht wechselte, hat uns überrascht!

Für das kommende Jahr haben wir schon neue Ideen, die Hotspot-Zone wird erweitert in dem wir die davor liegende Rasenfläche reduzieren und eine Blumenwiese anlegen. Das heimische Saatgut ist bereits angekommen – jetzt müssen wir nur noch die Grasnarbe wegschaufeln. Über die nächsten Jahre werden wir somit den Boden weiter abmagern und gleichzeitig Mulchmaterial für die Gemüsebeete gewinnen.

Eine eigene Interntseite mit Blog ist in Planung – jetzt sind aber erstmal die Pflanzen dran. Wer Interesse an unserem Hortus hat, ist aber jederzeit herzlich willkommen :-)

  • : Der Hortus von Sheela und Lars
  • : Sheela Voidel
  • : 85072
  • : Eichstätt
  • : Deutschland
  • : 450
  • : Facebook haben wir nicht. Kontaktaufnahme gern per Mail. Eine Internetseite ist in Planung.

Schreibe einen Kommentar