Hortus Murmurum

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  • Beitrag veröffentlicht:23. Januar 2021
  • Beitrags-Kategorie:Hortus

Vom Summen, quaken und zwitschern … auf 1.000 qm Tiere pflanzen

Unser Garten bietet die Naturvielfalt einer alten Kulturlandschaft in kompakter Form. Auf einer Fläche von 1.000 m2 sind Nass-, Feucht-, Wechselfeucht-, Fett-, Trocken- und Magerzonen angelegt. Dadurch bietet er unterschiedliche Nist- und Lebensräume für Insekten, Amphibien, Reptilien und Vögel.

Die vielen Zonen bieten auch selten gewordenen Wildpflanzen beste Voraussetzungen. Viele Insekten sind Nahrungsspezialisten und/oder leben in Symbiose mit speziellen heimischen Wildpflanzen. Oftmals sind es in unserer Flurlandschaft selten gewordene Pflanzen, die streng spezialisierte Insekten zum Fortbestehen benötigen. Wo es beispielsweise keinen Wiesenknopf gibt, kann auch kein Wiesenknopf-Bläuling existieren.

Versuchslabor „Insekten pflanzen“:

Bewusst werden in unserem Garten Pflanzen eingesetzt, die die Spezialisten unter den Insekten benötigen. Wir wollen erfahren, ob sich dadurch hier selten gewordene Arten gezielt ansiedeln und vermehren lassen. Unser Ziel ist es, seltenen Pflanzen- und Tierarten ein Habitat anzubieten.

Hauptsache offen:

Für Besucher und Interessierte dient der Garten als Anschauungsobjekt. Er ist ein offen zugänglicher Ort für Naturbeobachtungen und eine Lern- und Inspirationsquelle.

Für die NABU-Kindergruppe ist der Garten ein vielfältiger Naturraum, der zum Entdecken und Begreifen anregt. Eine kleine Ertragszone soll zudem die einfache Nutzbarkeit eines Naturgartens zeigen.

In Führungen werden die Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Tieren und Lebensräumen sowie die Bauweise des Gartens erklärt. Ziel ist, die Besucher die Schönheit und Sinnhaftigkeit heimischer Wildpflanzen und Tiere neu entdecken zu lassen und Naturgarten-Ideen mit auf den Weg zu geben.

Versuchslabor „es blüht und wächst gießfrei und pflegeleicht“:

Durch natürliche Bodenaufbereitung mit wasserspeichernden und verdunstungshemmenden Schichten und einer gezielten Auswahl von standortspezifischen Wildpflanzen, versuchen wir einen gießfreien, pflegeleichten und gesunden Garten zu entwickeln. Der Aufwand und die Entwicklung wird dokumentiert, um ortsansässigen Gartenbesitzern lokal erprobte Planungs- und Pflanzenempfehlungen bieten zu können.

Methoden/Maßnahmen:

· Naturgartenaufbau mit unterschiedlichen Zonen
· Insekten- und Vogelnährgehölzepflanzungen
· Heimische Wildstaudenpflanzungen
· Benjeshecken
· Totholz ober- und unterirdisch
· Steinhaufen und Trockenmauern
· vegetationsarme Sandflächen/Sandarium
· Magerwiese
· Senken mit Wechselfeuchtflächen
· Nasszone Teich
· Holzhütte mit Dachbegrünung und Regenwasser-Sickerzone
· Schlüssellochbeete als Permakultur-Ertragszone

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