Hortus Domaisèla

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  • Beitrag veröffentlicht:21. September 2018
  • Beitrags-Kategorie:Hortus

Es war 2010… Mein Mann (aus China) und ich (in Berlin geboren) haben unsere kleine Stadtwohnung in Montpellier (Frankreich) gegen dieses Wiesen-Grundstück von 6500m2 mit Haus getauscht. Es liegt in Südfrankreich in den Cevennen an einem kleinen Bach, der innerhalb von einigen Stunden zu einem reißenden Strom werden kann. Die Ufer sind spontan mit Bäumen bepflanzt. Gegenüber ist der Berg, alles naturüberlassen

Der vorige Besitzer hatte fast alles « plattgefahren » wie ein Parkplatz, einiges stand noch, wilder Kirschbaum, Nußbaum, Maulbeerbaum, zwei Apfelbäume und viele Bamboos. Als erstes haben wir viele Bäume gepflanzt, einheimische oder nicht, Fruchtbäume und andere. Besonders für den Schatten, denn hier im Süden ist der Sommer knallhart und sehr trocken, regelmäßig 40°C und mehr.

Von Anfang an sind wir davon ausgegangen, einen Permakultur-Garten zu schaffen, mit vielen Zonen, in drei Dimensionen.
Wir haben spontan eine Pufferzone angelegt, weil wir uns von unseren Nachbarn abschotten wollten. Das Zusammenleben/Nachbar-sein ist nicht immer konfliktfrei, da viele Einwohner des Dorfes (700 Menschen) ihren Müll einfach im Garten verbrennen, oder gegen Insekten sprühen, auch über den Zaun. Also Brombeeren wachsen lassen, Schlehdorn, Riesenschilf, Gestrüpp und Hecken und Bäumchen. Es sieht richtig gut aus !

Dann Obstbäume, viele, ein wenig überall, Streuobstwiese. Es war nicht einfach und wir haben Konstruktionen gemacht, damit sie wenigstens ein wenig Schatten am Tag im Sommer haben.
Und einen Gemüsegarten natürlich, mit Schatten von schnell wachsenden Robinien, mit mehreren Beeten, nur mit Blumen, für die Insekten. Wir haben bemerkt, dass mehr und mehr Insekten und Vögel hier leben.
2015 war mein erster Kontakt mit dem Drei-Zonen-Garten, und ich habe plötzlich gemerkt: die Insekten kommen trotzdem zu kurz, hier gibt es ja kein Hotspot!
Das wird nachgeholt, so wie wir es eben schaffen, denn Bagger können nicht auf die Wiese fahren. Die Wiese wird langsam abgemagert. Es kommen schon andere Pflanzen vor, wie zum Beistpiel Natternkopf und Nachtkerze. Wir haben  Totholzhecken aufgebaut,  Steine gehortelt und gestapelt, 4 Pyramiden sind es nun schon.

  • Garten der Libelle
  • Nini Maass
  • Occitanie
  • Saint Jean de Valériscle
  • Frankreich
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