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Vogelhäuschen/Nistkästen richtig aufhängen

Habt ihr schon Erfahrungen sammeln können, welche Vogelhäuschen gerne bei euch bezogen werden?  Was habt ihr bei der Aufhängung beachtet? Welche Vogelarten bevorzugen welche Standorte ?

Lasst uns an euren Beobachtungen und Erfahrungen teilhaben

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Mein ganz klarer Favorit bezüglich Nistkästen:

Schwegler Nistkästen

Ich habe die Nisthöhle 2GR auf meinem Balkon ... die wurde bisher jedes Jahr angenommen (2017 und 2018 durch Kohlmeisen), in diesem Jahr sind Blaumeisen in den Kasten eingezogen, weil ich die Dreiloch-Vorderwand eingezogen habe.

Wie ihr an dem Moss auf dem Dach sehen könnt, hängt diese Nisthöhle (Schwegler 1 B), schon seit Jahren am Stamm einer Wildkirsche. Die Ausrichtung ist nach Süden, sobald die Blätter da sind, ist die Nisthöhle im Blattschatten.
Um die Nisthöhle gibt es viele Anflugäste, die Kirsche steht nicht solitär, sondern neben Haselnuss und Holunder, dahinter ist eine Hecke aus altem, blühendem Efeu, am Fuß gibt es kleinere Büsche, Totholz, ein Regal mit meinen leeren Blumentöpfen, ein überdachten, offenen Holzlagerplatz, alles sehr eingewachsen und es gibt eine kleine Wasserstelle. Der Kasten ist unten mit einer zweiten Schnur gesichert, damit er nicht hin- und herschwingt.

Die Nisthöhle war bis jetzt jedes Jahr zweimal von Blaumeisen belegt. Das Foto von heute zeigt: erste Besichtigungen sind schon im Gange.

Ein zweiter Holznistkasten vom BUND, auf der anderen Gartenseite in der Linde, wird nicht angenommen.

Vor Jahren hatten wir in einem leeren Metallkorb für Töpfe, der an einem Brett an der Sichtschutzwand unserer überdachten Terrasse angebracht war, ein Amselnest. Die direkt gegenüberlegende Balkontür störte nicht, wir wurden nur aufmerksam beäugt. Allerdings sind wir, wenn irgend möglich, von außen in den Garten gegangen, die Terrasse mussten wir aber trotzdem das eine oder andere Mal betreten, weil dort ein kleiner Lagerraum ist.

Ich freue mich immer, wenn die Natur unsere Ordnung umfunktioniert.

Hochgeladene Dateien:
  • Meise-März-2019-web.jpg
  • Amselnest-2008.jpg
Yorela, Malefiz und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
YorelaMalefizFrank SchroederEvy

Ich hab zwei, als Bausatz bei Naturschutzcenter, bezogen, hängen schon jetzt das dritte Jahr, einer an der Korkenzieher-Hasel, der andere an der Totholz-Fichte, letztes Jahr war nichts drin, heuer muss ich noch schauen

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Heike Iris am 20. März 2019, 13:32 Uhr

Wie ihr an dem Moss auf dem Dach sehen könnt, hängt diese Nisthöhle (Schwegler 1 B), schon seit Jahren am Stamm einer Wildkirsche. Die Ausrichtung ist nach Süden, sobald die Blätter da sind, ist die Nisthöhle im Blattschatten.
Um die Nisthöhle gibt es viele Anflugäste, die Kirsche steht nicht solitär, sondern neben Haselnuss und Holunder, dahinter ist eine Hecke aus altem, blühendem Efeu, am Fuß gibt es kleinere Büsche, Totholz, ein Regal mit meinen leeren Blumentöpfen, ein überdachten, offenen Holzlagerplatz, alles sehr eingewachsen und es gibt eine kleine Wasserstelle. Der Kasten ist unten mit einer zweiten Schnur gesichert, damit er nicht hin- und herschwingt.

Die Nisthöhle war bis jetzt jedes Jahr zweimal von Blaumeisen belegt. Das Foto von heute zeigt: erste Besichtigungen sind schon im Gange.

Ein zweiter Holznistkasten vom BUND, auf der anderen Gartenseite in der Linde, wird nicht angenommen.

Vor Jahren hatten wir in einem leeren Metallkorb für Töpfe, der an einem Brett an der Sichtschutzwand unserer überdachten Terrasse angebracht war, ein Amselnest. Die direkt gegenüberlegende Balkontür störte nicht, wir wurden nur aufmerksam beäugt. Allerdings sind wir, wenn irgend möglich, von außen in den Garten gegangen, die Terrasse mussten wir aber trotzdem das eine oder andere Mal betreten, weil dort ein kleiner Lagerraum ist.

Ich freue mich immer, wenn die Natur unsere Ordnung umfunktioniert.

@ferawalli - wie war das Brutverhalten dieses Jahr? Wurde der BUND Kasten angenommen?

Wie ich gerade Malefiz in ihrem Thread schon geschrieben habe, verhindert oft die mangelnde Privatsphäre, daß Nistkästen bezogen werden.

Man kann durchaus Kästen sehr dicht beieinander aufhängen - aber so, daß jeder Kasten in eine andere Richtung zeigt, jedes Brutpaar seine eigene Anflugbahn bekommt und sich die Bahnen auch nicht kreuzen.

Prof. Berthold schreibt in seinem Buch, daß ein naturnaher Garten von ca. 500 qm durchaus bis zu 15 Nistkästen vertragen kann. Das kann ich bestätigen, wir bieten auf unseren 600 qm 15 bis 17 Brutpaaren Platz und fast alle Kästen werden regelmäßig bezogen.

Hallo Kai,

nein, leider wurde der BUND-Kasten auch dieses Jahr nicht belegt und das erste Mal seit Jahren brüteten die Meisen auch nur einmal. Auch die aufgehängte Rotkelchenhöhle blieb leer. Ich vermute, dass zu wenig Nahrung der Grund dafür ist (ob es zusätzlich an der Trockenheit liegt?). Wir haben hier im Taunus extrem wenig Insekten dieses Jahr (so gut wie keine Schmetterlinge, keine Flohrfliegen), selbst die Blumenwiesen, die extra stehen gelassen wurden, sind verwaist. Und leider sind 95% der Gärten die meinen kleinen Hortus umgeben, vollkommen durchgepflegt. Da reicht meine kleine Oase nicht aus

Habe jetzt um die Thuja-Hecken der Nachbarn von meiner Gartenseite Baumschnitt geschichtet, vielleicht wird es ja nächstes Jahr besser.

Zitat von Heike Iris am 24. September 2019, 10:45 Uhr

Hallo Kai,

nein, leider wurde der BUND-Kasten auch dieses Jahr nicht belegt und das erste Mal seit Jahren brüteten die Meisen auch nur einmal. Auch die aufgehängte Rotkelchenhöhle blieb leer. Ich vermute, dass zu wenig Nahrung der Grund dafür ist (ob es zusätzlich an der Trockenheit liegt?). Wir haben hier im Taunus extrem wenig Insekten dieses Jahr (so gut wie keine Schmetterlinge, keine Flohrfliegen), selbst die Blumenwiesen, die extra stehen gelassen wurden, sind verwaist. Und leider sind 95% der Gärten die meinen kleinen Hortus umgeben, vollkommen durchgepflegt. Da reicht meine kleine Oase nicht aus

Habe jetzt um die Thuja-Hecken der Nachbarn von meiner Gartenseite Baumschnitt geschichtet, vielleicht wird es ja nächstes Jahr besser.

Da hilft nur eins: die Ganzjahresfütterung mit vielfältigen Futtermitteln. Nach einer neuesten Studie hat sich die Anzahl der Vogelbrutpaare rund um den Bodensee halbiert... Wir müssen aufpassen, daß es in 20 Jahren nicht heißt: Stare und Haussperlinge ausgestorben, Blaumeisen auf der Roten Liste etc.

Bei uns im Garten wurde dank Nisthilfen, Teich, Tränken, Fallobst, Beerensträuchern, offenem Kompost, Reisighaufen, Baum- und Strauchbestand und acht Futterstellen mit Nebenfutterstellen gebrütet wie wild.

Frank Schroeder hat auf diesen Beitrag reagiert.
Frank Schroeder

 

ja die Private Spähre, ist so eine Sache. All meine Bäume sind derzeit eben nur an einer Stelle - aber immerhin hat es wer genutzt.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Malefiz am 24. September 2019, 11:25 Uhr

 

ja die Private Spähre, ist so eine Sache. All meine Bäume sind derzeit eben nur an einer Stelle - aber immerhin hat es wer genutzt.

Du brauchst doch nur einen der Kästen anders zu drehen, vielleicht auch etwas höher oder niedriger hängen als den anderen, schon hast Du das Problem gelöst, jedes Brutpaar hat seine eigene Anflugbahn, etwas Ruhe und so werden vielleicht im kommenden Frühjahr beide Kästen belegt.

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