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Teichbau im Hortus St. Elisabeth

Unser Garten bietet keinen einzigen Platz mit durchgehend Schatten. Aber wir versuchen es jetzt trotzdem mal mit einem Teich, der meistens zu zwei Dritteln im Schatten liegt. Das Gelände fällt zum Haus hin ab, weswegen wir mit einer Trockenmauer etwas ausgeglichen haben.

Ich hoffe, dass wir das Projekt jetzt im Winter so weit fertig bekommen, dass wir wenigstens das Wasser einfüllen können. Ab dem Frühjahr brauchen wir dann unser Regenwasser wieder für neue Blumenwiesen, Sträucher, Bäume und das junge Gemüse.

Wenn das Wasser drin ist, können wir bei ebay Kleinanzeigen Kieselsteine suchen und nach und nach gestalten. Dann gibt es keine Eile mehr.

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Optisch sieht das auf jeden Fall schon sehr gelungen aus !

Wenn der Teich zu zwei Dritteln im Schatten steht, ist das doch in Ordnung. Mein Miniteich steht in der prallen Sonne und kommt super damit zurecht. Anfangs etwas Probleme mit Fadenalgen, aber jetzt hat die Natur das allein super reguliert.

Kleidet ihr euren Teich mit Folie aus oder betoniert ihr ?

Wie groß ist er insgesamt?

Da, wo noch Gras steht , kann man gut die Flachwasserzone erkennen. Die restlichen Ebenen sind schwerer zu erkennen.

Ist eine klasse Idee, das Regenwasser im Winter zur Füllung zu nutzen, sehr gut vorausgedacht !

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Warum sollte ein Teich ganz und gar im Schatten liegen müssen? Das verstehe ich gerade nicht. Man braucht doch beides, Sonne und Schatten, für die Tiere, für die Erwärmung/Abkühlung des Wassers, für die Pflanzen im und am Wasser. Im Gegenteil, reine  Nordseiten ohne Sonne sind nicht der ideale Platz für einen Teich.

Ich möchte EPDM-Folie und Vlies darunter verwenden und nicht betonieren.

Mittlerweile rücke ich immer mehr von der Idee ab, mit Kieselsteinen alles zu bedecken. Manchmal las ich, dass Kieselsteine ab 10 cm Höhe eine filternde Wirkung hätten. Aber irgendwann muss man das alles reinigen und dann wird es mühsam.

Es müsste dann auch ein Vlies unter die Steine. Und ich las irgendwo, dass die Wurzeln der Wasserpflanzen sich mit diesem Vlies untrennbar verbunden hätten.

Die meisten Teiche werden wahrscheinlich deshalb mit Steinen ausgelegt, weil es natürlicher und schöner aussieht, bzw bei Beton leichter zu reinigen ist. Vermutlich schützt es auch die Folie vor UV-Strahlen. Aber egal wie ich es drehe und wende: es bleibt unnatürlich und die Materialschlacht kaschiert das zwar, aber macht es im Grunde immer noch schlimmer.

Ich habe schon Erfahrungen mit diversen Teichen gesammelt und werde es wohl so machen, wie es schon einmal gut funktioniert hat. Im Moment habe ich eine kleinere, 80 cm tiefe Stelle für eine Seerose gegraben. Sie wird dann in einem geschlossenen Eimer dort platziert auf einem Stückchen Vlies, damit der Eimerboden nicht die Folie beschädigt . Seerosenblätter bedecken die Wasseroberfläche rasch und ich hoffe, dass auch sie schädliche Sonneneinstrahlung etwas puffern kann.

Dann gibt es Stufen mit ca. 30 und 50 cm Tiefe und einen Flachwasserbereich als Tränke. Ich habe über ebay kleine, weiße Kiesel geschenkt bekommen und diese werde ich dann im Flachwasserbereich verwenden. Dort können dann Insekten und Vögel gut landen und ich kann sie zum Reinigen leicht erreichen.

Ich hoffe, dass alles schnell zuwuchert, dann schaut keiner mehr die Folie an. Es ist so schade, dass es EPDM-Folie nur in Schwarz gibt.

 

Das ist doch völlig in Ordnung, dass du mit Folie arbeiten möchtest. Ich habe die kleine Wasserstelle bei mir auch nicht betononiert, weil ich es mit Folie schneller wieder zurückbauen kann, wenn es mal sein müsste.

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Marissa am 16. November 2020, 20:40 Uhr

Ich habe schon Erfahrungen mit diversen Teichen gesammelt und werde es wohl so machen, wie es schon einmal gut funktioniert hat. Im Moment habe ich eine kleinere, 80 cm tiefe Stelle für eine Seerose gegraben. Sie wird dann in einem geschlossenen Eimer dort platziert auf einem Stückchen Vlies, damit der Eimerboden nicht die Folie beschädigt . Seerosenblätter bedecken die Wasseroberfläche rasch und ich hoffe, dass auch sie schädliche Sonneneinstrahlung etwas puffern kann.

Hallo Marissa, du schreibst, dass du schon Erfahrungen mit diversen Teichen gesammelt hast. Insofern wirst du den Rat wahrscheinlich gar nicht brauchen...aber vielleicht ja doch.

Ich weiß nicht, in was für einen Eimer du die Seerosen platzieren wirst, aber auf jeden Fall solltest du eine Aufhängung befestigen, um sie mal an die Oberfläche holen zu können. Die Wurzeln haben nämlich eine immense Wuchsfreudigkeit. Ich habe meine Seerosen in diesen  durchgängigen Pflanztöpfen speziell für Wasserpflanzen, gebettet in zwei Lagen Fließ, Maulwurfserde und Sand, darüber eine Schicht Kiesel, damit die Erde nicht aufschwemmt. Im Frühjahr hole ich die Töpfe raus, schneide die Wurzeln um zwei Drittel zurück und bestäube die abgeschnittenen Wurzeln mit Holzkohle gegen Fäulnis. Einmal habe ich das nicht gemacht, weil ich die Pflanzen aus dem Töpfen nicht herausbekam und habe die Wurzeln nur ringsherum abgeschnitten. Als ich die Pflanzen ein Jahr später rausholen wollte, hatten sich die Wurzeln vervielfacht und waren bereits an der Teichfolie angewachsen. Ich musste in den Teich steigen und sie mit aller Macht hochwuchten und zog dabei die ganze Teichfolie mit hoch. Eine Riesensauerei! Siehe Bilder! Also achte auf die Wurzeln!

Was die Schädigung der Teichfolie durch UV-Strahlen angeht, kann eigentlich nur was passieren, wenn die Folie ohne Wasser der Sonne ausgesetzt ist. Also im Flachwasserbereich solltest du schon mit einer Schutzschicht aus kleinen Kieseln...oder ähnlichem arbeiten, um die Folie zu schützen.

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Oh, sieht aus wie ein Seeungeheuer :lol:

In der Tat, es war wirklich ungeheuerlich.

@katafux
Ja, genau deshalb möchte ich einen geschlossenen Eimer nehmen. Ich werde ihn jedes Jahr einmal herausnehmen um die Seerose zurechtzustutzen. Vielen Dank für deine tollen Tipps dazu!
Ich las auch schon in anderen Kommentaren, dass es sinnvoll wäre, alle Wasserpflanzen in geschlossenen Behältern zu pflanzen. Mal sehen...

Es gibt unter den Seerosen auch schwachwüchsigere Sorten. Darauf werde ich beim Kauf achten.

Wir hatten im früheren Garten einen alten Teich, der zugewuchert war mit Schilf. Beim Versuch, den Wurzelballen zu verkleinern, muss die Folie wohl Schaden genommen haben. Ich entschied dann, den Teich komplett zu entfernen. Für die Tiere und die Seerose vergruben wir zur Hälfte einen großen Kübel; ein Provisorium bis ein neuer Teich kam. Das dauerte dann aber doch ein paar Jahre. Wir konnten dann staunend miterleben, dass die Seerose zum Bonsai wurde. Blätter und Blüten wurden jedes Jahr kleiner und am Ende waren sie richtig putzig. Im neuen Teich wurden sie dann wieder größer. Ich bin jetzt natürlich gespannt, ob eine Seerose, die man in einem Eimer im Teich versenkt, ebenfalls zum Bonsai wird.

Da bin ich auch gespannt. Lass mal von deinen Erfahrungen hören und sehen...

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