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Quelle: Mr. Stampfer

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Tagesreisen - Motto "Samenfest - Dinkelsbühl" 2022

Also ich komme ja zur Zeit wenig herum, aber so eine Gelegenheit lass ich mir ungern entgehen. Wieder zum Hortus große Freiheit fahren, Manuel umärmeln und so. Also Auto betankt, 2 Tomatensämlinge plus Samen mitgenommen und bei Kaiserwetter durchs schöne Ländle gefahren.

Das schöne auf dem Weg dorthin, man sieht am Wegesrand die Weiden blühen und man kann unter einer Burg durchfahren.

Man wird lieb mit Mittagessen empfangen und kann mit der Familie a weng schwätzen, bevor man sich aufmacht, Dinkelsbühl zu erobern. Viele Leute unterwegs, war scheinbar auch verkaufsoffener Sonntag.

Durch ein schönes Stadttor betritt man das mittelalterliche Zentrum.

Und landet direkt am Spital, in dessen Innenhof ich kurz einen Blick werfen konnte.

Auf der Sonnenseite dahinschlendernd kann man die herrliche Stadtkulisse genießen und Bilder knipsen.

Ist das nicht schön? Kurz vor der Schranne, in welcher das Samenfest stattfand, war ein Tischchen aufgebaut - schöne Farben, wenn auch Bienenlos.

Und dann sind wir auch schon da.

Beim Hineingehen, der erste Stand, war gleich vom Hortus Romanticus romantischer Naturgarten in Mittelfranken - Home (naturwerkstatt-hortus-romanticus.de)  aber da bin ich direkt vorbei, weil da ein Stand mit gut 7m Länge nur mit Tomatensamen aufgebaut war. Bei der Auswahl hätte ich bestimmt da Stunden stehen können, aber da Manu ihre Maske vergessen hatte, im Auto, wollte ich Sie nicht zu lange allein lassen - und bin nur kurz durchmarschiert. Es gab noch drei weitere Stände mit Tomaten, glaub ich, einen für Kartoffelsorten, einige für Bohnen und besondere Samen, wie Gemüse, heimische Blümchen.

Also hab ich nach kurzen Rundgang, keine Bohnen gekauft, wie es eigentlich mein Plan war, aber Tomatensamen wanderten dann doch in die Tasche. Zwei Datteltomaten, einmal "Bozen" und "Yellow Plum". Somit trat ich aus der Kühle des Hauses und musste Manu in dem Gewusel erst mal wieder finden. Sie saß gegenüber, auf einer Parkbank in der vollen Sonne und ist scheinbar auch fündig geworden, sie hatte eine Tüte mit Zistrosen neben sich stehen.

Und dann kam es zu einer schicksalhaften Begegnung. Da sitzt man so versonnen, mit sich im Reinen, in der Nachmittagssonne und eine Frau kommt mit einer Wurstsemmel auf uns zu, Wir rutschen ein Stück, damit sie sich zu uns setzen kann, um ihre Würstchen in Semmel zu genießen. Wir reden weiter, immerhin haben Manu und ich, uns gewiss ein Jahr nicht mehr gesehen, die Frau wird quasi zeuge des Gespräches und lacht, weil manche Geschichte, die sie hört, sie amüsierte. Wir beginnen also gemeinsam uns zu dritt zu unterhalten. Sie kennt natürlich auch Markus (Gastl) und Karinemma (Hortus Romanticus), es kommt, wie es kommen muss, sie erzählt von ihrem Kleinod, einer Streuobstwiese, wo sie anschließend gleich hinfährt, Wir gebannt an Ihren Lippen hingen, long Story short, sie hat uns eingeladen, sie dort zu besuchen, was wir natürlich auch taten. Es gab Kaffee und einen superleckeren Apfelkuchen, zum Hineinlegen.

Und ich hab Euch davon ein paar Bilder geschossen. Sehr schön dort.

Was für ein Panorama. Natürlich haben wir uns auch ein bisschen verfahren, finde mal eine Streuobstwiese, wenn da einige Streuobstwiesen sind. Aber Hortussen finden immer ihre Wege.

Ein Naturgarten, ein besonderer Platz, wo sich Mauswiesel, Füchse, Falken, Rehe treffen, wo Wildkatzen ebenso wie Vögel gefüttert werden, wo Eidechsen flitzen. Eine Pyramide gab es auch.

Tote Bäume dürfen dort stehen und vergehen, neue Bäume werden gesetzt und ein paar Schätzchen haben auch Namen.

Der Hang zu besonderen Dingen dort ist überall erkennbar, Futterspender aus leeren Kokosnüssen, jeder alte Baum trägt einen Nistkasten und unter einer alten Kirsche waren Tisch und Stühle, wo wir uns hinsetzten, Kaffee und Kuchen genossen und uns unterhielten. Zeit und Raum vergessend. Herrlich.

Aber, ich musste ja noch gen Heimat fahren, die Sonne ging schon unter als Wir diesen herrlichen Naturgarten verließen, ein Hortus, der keiner sein darf, weil mitten im Landschaftsschutzgebiet. Mit richtiger Pufferzone drum rum, einer riesigen Ertragszone, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Zwetschgen und einer Hotspot-Wiese, wo so manche Schätze wachsen. Knabenkräuter, um ein Beispiel zu nennen.

Während der Zeit dort, sah ich Schwärme von Kohlmeisen, Stare, Feldsperlinge, Eichelhäher, einen Rotmilan. Ein Platz, der in sich ruht. Einfach nur schön.

Aber die Zeit rennt, ich fahre ja nicht so gern im Dunkeln heim, aber Ihr wisst es, natürlich wurde es bereits dämmrig, bis wir wieder bei Manu waren, den Kaffee musste ich auch bei Manu lassen, Auto tauschen, ich hab auch noch eine Steige frische Eier bekommen - freu - und dann die Heimreise antreten.

Im scheidenden Licht fuhr ich Richtung München und fand in zunehmenden Mondlicht mein klein Häuschen. Was für ein wunderschöner Tag.

Tillivilla, Dorothee und Dorfgärtner haben auf diesen Beitrag reagiert.
TillivillaDorotheeDorfgärtner

Ich seh gerade, ein Bild war doppelt - das muss ich abziehen (Dalli-Dalli) , aber um die Uhrzeit hab ich mir das verziehen. Danke meiner Katze sind die Durchschlafzeiten immer so seltsam.

In der Innenstadt sahen wir auch eine große Holzbiene, wie sie versuchte, die Primeln zu beglücken - aber Ihr wisst es, sie fand keinen Eingang (leider kein Foto) und eine Mauerbiene war dort auch, aber so groß ist das Mittelalterstädtchen nicht und hinter den Häusern und hinter der Stadtmauer beginnt es zu blühen.

Wo manche Bäume sich in grüne Mäntel hüllen und kleinen Piepmätzen Platz bieten

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Dorothee hat auf diesen Beitrag reagiert.
Dorothee

Zeit und Raum vergessen......was kann schöner sein

Wer die Saat hat, hat das Sagen

Wow, das klingt nach einem sehr gelungenen Ausflug. Vor allem finde ich es toll, dass ihr noch eine so nette Bekanntschaft gemacht. Ihre Streuobstwiese ist wirklich etwas besonderes.

Was hängt da eigentlich in dem einen Baum an den Bändern? Erinnert mich spontan an einen Schnullerbaum, aber das wird es wohl nicht sein.

Ein Wunschbaum, die Bänder sind mit Tannenzapfen beschwert.

Kirsten hat auf diesen Beitrag reagiert.
Kirsten

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