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Spalier?

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Frage:

Muss Spalier am Haus verankert werden oder kann man dieses auch einfach an das Bäumchen binden? Hab da bei FB ne Anregung gefunden und bin mir unschlüssig. Ist aus dem BuGa Garten 2021 Ingolstadt (ein Hortus)

und wo bekommt man oder welche Stangen nimmt man zum binden?

 

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Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Ich persönlich finde es grausam, einen Obstbaum in diesen völlig unnatürlichen Habitus zu zwingen.... Wo ich es noch irgendwie "in Ordnung" finde, sind alte Bauernhäuser, wo man Aprikosen- oder Birnbäume, die es warm und geschützt mögen, an großen Mauern so zieht/gezogen hat.

Solche Obstspaliere gehen für mich genauso wenig wie Bonsais, die man künstlich in winzige Schalen preßt, mit Draht fixiert und dauernd beschneidet, beschneidet, beschneidet.

Zitat von Malefiz am 6. Dezember 2020, 0:31 Uhr

Frage:

Muss Spalier am Haus verankert werden oder kann man dieses auch einfach an das Bäumchen binden? Hab da bei FB ne Anregung gefunden und bin mir unschlüssig. Ist aus dem BuGa Garten 2021 Ingolstadt (ein Hortus)

und wo bekommt man oder welche Stangen nimmt man zum binden?

 

Was hast Du denn genau vor bzw welchen Baum möchtest Du spalieren?
Manchmal kann man die auch freistehen lassen, aber am Anfang benötigen die unbedingt eine Stütze. Wir haben aus Platzspargründen fast alles spaliert, selbst eine Feige ;-)

Die Stangen sind Bambusstangen. Diese werden verwendet von den Baumschulen, die schon fertig gezogene Spalierbäume verkaufen. Die Stangen sind weder billig noch langlebig. Sie werden dafür verwendet, dass so ein vorgezogener Spalierbaum transportfähig ist. Als Dauerlösung nicht empfehlenswert

Am Haus verankern musst du das Spalier nicht. Aber Pfähle und Drähte brauchst du schon. Überleg mal: Wenn an den querliegenden Ästen alles voll hängt mit Äpfeln. Da kommt einiges an Gewicht zusammen. Das kann der dünne Ast alleine nicht tragen.

Am Haus verankern ist einfacher und schöner (finde ich), aber wenn das nicht geht dann Pfähle und Drähte. Wenn du Bezugsquellen in der Nähe hast am besten Robinie, Eßkastanie oder Eiche. Oder Stahl. Oder die nicht imprägnierten Baumpfähle aus der Baumschule, die du dann halt alle 5-6 Jahre austauschen musst.

Ich finde nicht, dass Spalierobst eine besonders fiese Art ist Bäume zu halten. Meine Apfelbäume bekommen jetzt auch ihren Schnitt (sind jetzt 3 Jahre alt) und meine Weinrebe auch.

Dafür sorge ich dafür, dass ich an allem anderen in meinem Garten nicht rumschnippeln muss. Also alle Sträucher und Bäume in ausreichendem Abstand, keine Hecken, auch meine Strauchrose schneide ich konsequent nicht (funktioniert tatsächlich) und den Sommerflieder (hab ich mit dem Haus mitgekauft - hat Bestandesschutz) auch nicht.

@tree12: ist doch so ok, oder was meinst du?

Ach, Mü, ich bin da einfach eigen, darum auch mein Nick... alles an Bäumen und Sträuchern liegt mir unendlich am Herzen und ich genieße von allem sooo gerne den ganz natürlichen Habitus.... Obstspaliere an alten Bauernhäusern haben Tradition, das kann mir auch gefallen, also rein optisch (da darf ich jedoch nicht so sehr über die Gewalteinwirkung nachdenken, die stattgefunden hat und immer noch stattfindet, um den natürlichen Habitus auszumerzen....)

Ich selber würde niemals einen Obstbaum in eine solche Form zwingen.... andererseits kann man natürlich Wände begrünen und Obst für sich selbst und die Tierwelt wachsen lassen, wo vorher vielleicht nur Beton war.

In unserem Garten wird nur das beschnitten, was zwingend notwendig ist, die starkwüchsige Weinrebe am Zaun zur Nachbarin, der kleine Kirschbaum (der mal eine Säule war und jetzt zum richtigen Baum erzogen wurde) und der Apfelbaum, den die Vorbesitzer total verhunzt haben. Ansonsten sind wir sehr zurückhaltend und genießen das Wilde und Natürliche der Gehölze.

So wie Du das alles bei Dir handhabst, klingt es ziemlich schonend und achtsam. Ich will Dir da auch gar nicht zu nahe treten, jeder macht es so, wie er meint. Aber wenn es um Bäume und Sträucher geht, bin ich ein bißchen crazy.... ;-)   Also, schwer verliebt in alle Gehölze und leide jetzt auch immer stark mit, wenn die Bäume in den Gärten von "Gärtnern" und Privatleuten gekappt und ihrer halben Kronen beraubt werden.... im Moment ist das hier bei uns wieder ganz schlimm.

 

Moment mal, sonst bin doch immer ich diejenige mit der völligen Schneid-phobie Willkommen im Club

tree12 hat auf diesen Beitrag reagiert.
tree12
Zitat von Mel am 8. Dezember 2020, 7:31 Uhr
Zitat von Malefiz am 6. Dezember 2020, 0:31 Uhr

Frage:

Muss Spalier am Haus verankert werden oder kann man dieses auch einfach an das Bäumchen binden? Hab da bei FB ne Anregung gefunden und bin mir unschlüssig. Ist aus dem BuGa Garten 2021 Ingolstadt (ein Hortus)

und wo bekommt man oder welche Stangen nimmt man zum binden?

 

Was hast Du denn genau vor bzw welchen Baum möchtest Du spalieren?
Manchmal kann man die auch freistehen lassen, aber am Anfang benötigen die unbedingt eine Stütze. Wir haben aus Platzspargründen fast alles spaliert, selbst eine Feige ;-)

Ui Feige im Spalier - gibt es da auch ein Foto zu, neugierig auf + ab hüpft.

Spalieren - ja, einen Apfel und zwei Feigen.

 

Ich persönlich finde es grausam, einen Obstbaum in diesen völlig unnatürlichen Habitus zu zwingen.

Ach Andrea, ich hab dich auch vermisst. Wenn man immer könnte, wie man wollte - dürfte jeder Baum doch wachsen, wie er will - ich will die Wärme der Hauswand nutzen. Zwar kein altes uriges Bauernhaus, aber das ist eben auch nicht jedem möglich.

 

Aber wenn es um Bäume und Sträucher geht, bin ich ein bißchen crazy..

Und Tiere? Schmunzel. Ich will weder mit 80kg Äpfel erschlagen werden, noch die blöde Wand ungenutzt lassen. Ich finde es auch extrem, wenn Büsche und Bäume von Hausmeister Krause verhunzt werden, ohne Sinn und Verstand. Aber ein Bäumchen, dazu zu bringen, Bienen Nektar und Pollen zu überlassen, damit ich lecker Obst hab - nur nicht zuviel von, dann möchte ich mich nicht rechtfertigen müssen, weil ich da eine andere Sicht zu habe - OK?

Ich hab ja nicht gefragt, wer das nicht mag - sondern wer dazu Erfahrung hat.

 

Simbienchen und Mü haben auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchen
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Mit dem Satz wer dazu Erfahrung hat, hat mich jetzt geködert

Man kann ja auch mal ein negativ Beispiel bringen. Ich hatte mir vor ein paar Jahren 2 Äpfel und einen Birnbaum eingebildet. Als diese dann da waren, hab ich festgestellt, dass zwei frei wachsende Apfelbäume wenig Platz für anderes lassen. Also hab ich mich entschlossen einen davon erstmal im Topf zu lassen, weil ich schon länger die Idee einer Spalierobstreihe im Kopf hatte. Damit diese Apfelbaum jetzt nicht irgendwie wächst, sondern schon mal die Spalierform erhält, hab ich versucht die Äste mit vorhandenen Stangen in Form zu bringen. So wirklich hat es nicht funktioniert. Ständig sind die Stangen gebrochen (weil der Ast nun mal nach oben will) oder schief geworden oder die Gewichte von den Stangen gerutscht. Aber geblüht und kleine (leckere) Äpfel hat er trotzdem gebildet. Dieses Jahr wird er nun endlich ausgepflanzt und ich werde ihn trotzdem an ein Spalier setzen.

Das war mein erster Versuch in Richtung Spalierbaum und wenn mans nicht ausprobiert, wirds auch nix

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Malefiz hat auf diesen Beitrag reagiert.
Malefiz

Vielleicht mal mit Metallstäben versuchen, Gewindestangen, Armierung oder sonst etwas das du übrig hast. Aufm Sperrmüll findet man da auch immer was

Zitat von Gsaelzbaer am 24. Januar 2021, 14:47 Uhr

Vielleicht mal mit Metallstäben versuchen, Gewindestangen, Armierung oder sonst etwas das du übrig hast. Aufm Sperrmüll findet man da auch immer was

Du lieber Baer,

in München darf man das nicht. Kein mopsen vom Sperrmüll oder Wertstoffhof.

 

Dachte da an Haselstangen, weil Hasel ab + zu ja doch gekürzt oder minimiert wird. Die halten auch einige Jahre und die Dicke kann man wählen (passend zum gebundenen Ast)

@sandra11

hübsches Bäumchen

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