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Obstbaum und Beerensträucher kombinieren

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Hallo Zusammen,

ich bin absoluter Anfänger was Garten und 3 Zonen Prinzip betrifft, daher habe ich sehr viele Fragen. Ich starte jetzt hier mal mit der Erstragszone;

in meinem Gemüsebeet habe ich ein altes Gartenhaus entfernt und jetzt möchte ich dort gerne Beerensträucher setzen. Da ich allerdings auch recht wenig Obstbäume habe, würde ich das sehr gerne kombinieren. Ist das überhaupt machbar? Welchen Abstand müsste ich von Baum zu Strauch einhalten und welche Sorten würde sich eignen?

Das Stückchen ist am Rand des Beetes und der Baum würde somit meinem Gemüse keine Sonne nehmen. Aber wie ist das mit den Wurzeln?

Danke schonmal für eure Aufmerksammkeit!

 

Kommt auf den Obstbaum an, Birnen bilden eine Pfahlwurzel aus, Äpfel haben ein herzförmiges Wurzelgeflecht. Und auch ob du, Mini, Mittel oder Hochstamm pflanzt. Um so größer der Baum, um so mehr Wurzeln dieser entwickelt. Zudem braucht Apfel einen Bestäuberbaum, heißt, in ca. 300m Entfernung sollte ein weiterer Apfel stehen, damit die Insekten den Pollen schön hin und her tragen können ;-)

Auch wichtig für die Planung, ist die Endgröße, die der Baum erreicht, wegen Beschattung.

Die Beerensträucher würde ich vollsonnig pflanzen, ganz am Ende der Ertragszone. Wenn du darauf zugehst. Aber jeder wird es bestimmt anders machen.

 

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Vielen herzlichen Dank für deine Antwort!

Dann werde ich mir das noch gut überlegen und evtl einen kleinen Obstbaum dazu setzen.

Welche Pflanzen lassen sich den gut mit Beerensträuchern kombinieren? Oder sollten diese besser solitär stehen?

Ich hab zwei rote Johannisbeeren extra gepflanzt, aber ich hab keine direkte Ertragszone, dazu passen aber bestimmt auch Sommer- und Herbsthimbeeren, Stachelbeeren.

Es kommt darauf an, wie deine Ertragszone aussieht, eckig, rund oder gar als Hügel

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Hallo Sabine,

wie groß ist dein Gemüsegarten? Ist dort denn genug Platz für einen großen Baum?

Er wirft auch Schatten auf dein Gemüsebeet. Einen Baum an die richtige Stelle zu pflanzen, sollte gut überlegt werden...

Auch der Abstand zum Haus und zum Nachbarn muss gut überlegt werden.

Hast du ein Foto für uns von deinem zukünftigen Gemüse oder Obstgarten?

Möchtest du zukünftig nur Obst ...so eine Art Naschgarten oder auch richtig Gemüse anbauen ?

Du wärst eigentlich eine gute Kandidatin für unsere Hortusschule...hast du da mal reingeguckt ? Magst da nicht mal mit starten...?

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

huhu, danke für den tipp mit der hortusschule. ich hatte schonmal reingeschaut aber es noch nicht richtig verstanden. ich versuche mir nochmal zeit zu nehmen :)

Sabine, hilfreich wäre auch ein Bild deiner zukünftigen Fläche, dann könnte man auch besser unterstützen, meinst du, du kannst das ganze mal für uns knipsen?

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Ich finde die Frage nach einer Unterpflanzung von Obstbäumen spannend und würde mich gerne hier dranhängen und weiterfragen.

Da einige meiner jungen Bäumchen (Apfel, Nektarine, Holunder) Blattläuse in lebensbedrohlichen Ausmaßen hatten, setzte ich vergangenes Jahr Thymian und Lavendel drunter. Vor einigen Tagen grub ich die Lavendel aber wieder aus, denn sie sind regelrecht explodiert. Anscheinend hat ihnen das gefallen. Ich las zwar, dass sie Tiefwurzler und die betroffenen Obstbäume Flachwurzler seien, aber jetzt verließ mich der Mut, auch weil ich keinerlei Hinweise im Internet fand, wie sich das verträgt. Die Thymianpflanzen habe ich stehen lassen, weil ich annehme, dass sie den Bäumen wenig Wasser und Nährstoffe klauen und weil sie langsamer wachsen.
Gegen die Wühlmäuse steckte ich noch rund um alle Bäume Knoblauchzehen.

Mein Aprikosenbaum ist mittlerweile von Himbeeren umzingelt und der Boden ist mit Erdbeeren bedeckt. Auch da bin ich mir nicht sicher, ob das sinnvoll ist.

Normal würde der Gärtner sagen, wird das Laub den Boden beschatten und den Bewuchs irgendwann unterdrücken, andererseits, so meine Überlegung - warum nicht. Testen, lernen und wer weiß schon um all die Wechselwirkungen, die uns verborgen bleiben.

Auch wenn der Apfelbaum flach wurzelt, so gehen seine Wurzel auch bis zu einem Meter tief. Man stelle sich dies, wie bei Karotten vor, kommt ein Stein der Wurzel in den Weg, weicht sie aus, die Richtung wird immer ein wenig nach unten gehen.

Und Blattläuse müssen sich im Frühjahr explosionsartig vermehren, da es viele hungrige Nutznießer gibt, und keiner will hungern. Ob es Vögel sind - für ihre Brut, oder Insekten für sich oder ihre Brut.

Wenn folglich bestimmte Schädlinge zu Hauf da sind, stimmt das Gleichgewicht nicht oder noch nicht.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Moin!

Wir fangen dieses Jahr mit dem Prinzip Waldgarten an, das ja genau darauf beruht, Bäume mit Sträuchern und/oder Kräutern zu unterpflanzen. Für neu gepflanzte Obstbäume versuche ich es mit Lavendel, Salbei, Rosmarin und Minzen.

Wir haben in unserem Waldrand junge Kirschbäume (ca. 10 Jahre alt), die in den beiden Dürresommern sehr gelitten haben. Einige sind abgestorben. Aber diejenigen, unter denen ein extremes Brombeerdickicht gewachsen ist, haben überlebt. Sie hatten eben einen beschatteten Boden und deshalb nicht so viel Wasserverlust. Das war schon sehr überzeugend.

Wir lassen bei den neuen Obstbäumen eine freie Fläche direkt am Stamm-Ende. Aber rundherum wird gepflanzt. Und dann mal sehen, wie das Wetter wird und wie die Pflanzen gedeihen. In der Natur gibt es nirgends nackten Boden. Pflanzen wachsen natürlicherweise in mehreren Schichten und flächendeckend. Müsste also klappen.

Viele Grüße

Claudia

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