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Nicht mähen ist keine Alternative

Ich kam die letzten Wochen zu eher wenig. Zum Beispiel nicht zum Mähen.

Nach dem ganzen Regen hatte ich draußen 20-30 cm hohes Gras.

Mit Sichel, Sense, Spindelmäher und Grasschere habe ich der Wiese nun den Kampf angesagt.

An manchen Stellen befindet sich unter dem Gras abgestorbenes, matschiges Grad, das verfilzt den Boden bedeckt und dort verrottet.

Eine Wiese einfach wachsen lassen ist nicht gut für die Artenvielfalt. Das Gras wächst auf Nährstoff reichen Böden schneller als Wildblumen - Und es düngt sich selbst.

Ich hab versucht ein Foto davon zu machen.

Wie erging es euch so mit dem Gras nach dem vielen Regen?

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Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Ich wünschte, wir hätten viel Regen gehabt... :-(   Das Gras, obwohl wochenlang nicht gemäht, ist noch handzahm.

Stellen, wo ich nicht hinkomme, sind mit Halmen deutlich über 1,50 "belegt", ich wollte ja einkürzen, aber durch den Regen ausgebremst

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Wir hatten in den vergangenen zwei Wochen rund 100 mm, das macht schon einen gewaltigen Unterschied zu vorher.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Wir haben hier Regen und Gras. Trotzdem ist meine Grasnabe so schütter, dass da nichts umfällt und gammelt.
Demnächst gehe ich mit der Sense einmal über die Flächen. Im Hortus appendix schneiden wir Gras für das Pferdefrühstück, hier im Garten der Gartenphilosophin (Hortusname...) kommt der Schnitt auf den Kompost, das eignet sich für keine Mulchwurst.

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Hallo Natascha @brunnladesch , nicht mähen ist alternativlos könnte ein Zitat von unserer Kanzlerin sein Jedenfalls stimmt das so auch nicht. Es gibt sehr wohl Vorteile vom Nichtmähen , nämlich genau den , dass das Gras unten alles absterben lässt und so entweder Lebensraum für Spezialisten entsteht oder wenn man später mäht sogar Freiräume für die Selbstaussaat verfügbar sind.

Dazu habe ich mal was geschrieben unter dem Titel : mähen.

Hier mal ein Auszug.

Wenn man dagegen im Juli oder sogar erst im August mäht hat man zwei Vorteile , die Samen der Frühlingsblüher sind reif , als Zeigerpflanzen gelten hier Wiesenmagariten , die sommerblühenden Doldengewächse , zB. der wichtige heimische Bärenklau hat geblüht , und das lagernde Gras führt zum Absterben der Untergräser!

Das hat den Vorteil das es hier unbewachsene Erde gibt , auf der die ausgefallenen Samen überhaupt keimen können.

Zu viele Untergräser , die durch zu häufiges Mähen bevorzugt werden , verhindern das Keimen aller lichtempfindlichen Blütenstauden.

Unsere Fettwiese , ein Obsthof hat 8 Jahre gebraucht um zur "Blumenwiese" zu werden. Mit Initialpflanzung und Aussat.

Eine unserer mittlerweile sehr artenreichen Brachflächen , die einzige im Umkreis von mehreren Kilometern , ist seit 12 Jahren nicht mehr gemäht worden. Ein Eidechsen und Weinbergschneckenparadies und eine der wenigen Stellen wo Feldhasen auch im Winter Unterschlupf finden.

LG Frank

Simbienchen und tree12 haben auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchentree12
Zitat von Frank Schroeder am 22. Juni 2020, 22:28 Uhr

Eine unserer mittlerweile sehr artenreichen Brachflächen , die einzige im Umkreis von mehreren Kilometern , ist seit 12 Jahren nicht mehr gemäht worden. Ein Eidechsen und Weinbergschneckenparadies und eine der wenigen Stellen wo Feldhasen auch im Winter Unterschlupf finden.

LG Frank

Steht die hoch?

Meine Magerwiese im Garten der Gartenphilosophin (Hortus-Name) wächst ja nie hoch, dazu ist es hier schnell zu trocken. Dadurch und durch Mäuseaktivitäten, haben wir immer freie Flächen für Selbstaussaaten.
Die Wiese im Hortus appendix ist jedoch recht üppig, wenn die sich ablegt, dann kommt da immer noch kein Licht dran. Auch in zwei Jahren nicht, denn Gras kann da ja wieder durchwachsen. Durch die Nähe zur Strasse, gibt es auch immer genug N-Eintrag.

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

@gartenphilosophin , ja die steht an den meisten Stellen hoch , deshalb können dort auch "nur" Großstauden überleben. Zb. Baldrian , Eupatorium cannabium , Lysimachia vulgaris , Geranium pratensis und Polygonum bistorta. In den trockeneren Teilen sieht das natürlich anders aus , dort ist es lückig . Davon profitieren Knautien , Verbascum , Karde und vieles andere. Es kommt nicht zwingend auf´s Mähen an , sondern darauf was dort wachsen soll/kann.

Gartenphilosophin hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gartenphilosophin
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