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Kinder

Hallo liebe Hortusianer und Hortusianerinnen,

draußen ist es ja endlich wieder schön und man kann Gartenarbeiten tätigen.

Ich also am Montag, den 18.04 mit meiner grünen Latzhose, wie sie die Garten-Landschaftsbauer tragen, raus in den Garten und sah den 5jährigen Nachbarssohn Paul im Garten meiner Mutter helfen.

Fragte neugierig, was der Paul hier macht und meine Mutter sagte mir, das er mir hilft unzutopfen.

Meine Mutter hat ihm für sein Sparschwein 3 Euro gegeben.

Ich finde, wenn so ein junger Mensch hilft, kann man ihn auch dafür belohnen.

Da ich selbst einiges zurückschneiden musste, vom letzten Jahr, fragte ich den Bub, ob er mir vielleicht helfen möchte und das tat er dann auch tatkräftig.

Ich den Bollerwagen geholt und mit ihm abgesprochen, wie wir vorgehen.

Punkt 1: Michael schneidet zurück

Punkt 2: Paul legt das Schnittgut in den Bollerwagen für mein Reisighaufen.

Als ich eine Pause gemacht habe und ich mich auf die Wiese am Gartenzaun setzte, weil ich mit Pauls Mutter sprach (sind alle naturbegeistert), sagt der kleine Mann: "Komm, auf hopp weiter geht's 🤣😂.

Er fragte dann was das für eine Pflanze ist und ich erklärte ihm etwas über diese Pflanze namens Mädesüß (Filipendula ulmaria).

Da wir zu lange geredet hatten, musste Paul leider wieder zu seinen Eltern.

Fragte ihn, ob er mir heute Dienstag, den 19.04 mir wieder helfen möchte, den Rest zurückzuschneiden und er nickte.

Wir sind am Montag aber recht gut vorangekommen.

Habe als Belohnung ein Obolus von 4 Euronen gegeben.

So eine Hilfe muss belohnt werden.

Heute, Dienstag den 19.04 bekam ich von seiner Mutter eine WhatsApp-Nachricht, das Paul heute keine Lust für den Kindergarten hat und mir lieber helfen möchte.

Ich schrieb zurück, das ich erst mit dem Hund rausgehe und der Paul danach gerne rüberkommen kann.

Als ich von der Gassirunde zurückgekommen bin, schrieb ich ihr, das Paul rüberkommen kann und da stürmte er schon aus der Haustür 🤣😂.

Vorgehensweise wie gestern auch.

Punkt 1: Michael schneidet zurück

Punkt 2: Paul legt alles in den Bollerwagen

Er fragte auch, WAS er mit der Hand abmachen kann, von dem Verblühten, weil er nicht wollte, das er aus Versehen eine wachsende Pflanze abmacht 🤗🙏🍀🫂.

Er war mir eine große Hilfe.

Dafür bekam er heute 2 Euronen von mir.

P. S. ich gLaub ich ziehe mir da ein Nachwuchs-Hortusianer 🍀🙏🤗🫂👍

Lieben Gruß

Vollblut-Hortusianer Michael

 

 

 

 

 

 

Simbienchen, tree12 und 3 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchentree12TillivillaMomoCampana

Euer Vorgehen (gemeinsame Planung und Aufgabenverteilung) klingt pädagogisch erste Sahne.

Mein frisch fünfjähriger Sohn hilft gern beim Gießen. Wenn wir bei den Pflanzen hocken und erzählen, ist das schon schön. Der Austrieb des Rhabarbers sah für ihn wie ein Osterei aus. Manchmal kommt er zu mir, und wir erzählen darüber, was ich warum mache, was das für Pflanzen sind etc. Außer für Dinopuzzle hat er noch keine große Geduld. Und der Garten ist für ihn eher Rennbahn.

Angeregt durch deinen Kommentar überlege ich mir gerade, was wir nächste Mal zusammen im Garten machen könnten: Eine Aster muss noch geschnitten werden. Wir könnten Feldsalat ernten.

Mein 15jähriger Sohn half mir beim Schachten. Als wir einen Regenwurm fanden, legte er ihn behutsam in ein Beet. Dann fanden wir einen zweiten. "Ey, hier kommt deine andere Hälfte." Ich habe selten einen Kubikmeter Erde so kurzweilig und entspannt verräumt. Ein Hobbygärtner wird er wohl trotzdem nicht. Sein Papa und seine Schwiegermutter nutzen Gartenarbeit (Unkraut jäten, Terrassenbau) zu häufig als Strafe. Im Sommer werde ich ihm die Poolwartung anvertrauen: Bewegung des Wassers gegen Algen. Das macht wohl mehr Laune.

tree12, Tillivilla und 3 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12TillivillaMichaelDorotheeCampana
Zitat von Ann am 20. April 2022, 10:25 Uhr

Ein Hobbygärtner wird er wohl trotzdem nicht. Sein Papa und seine Schwiegermutter nutzen Gartenarbeit (Unkraut jäten, Terrassenbau) zu häufig als Strafe.

Ich würde die Hoffnung noch nicht aufgeben. Als Kind/Jugendliche fand ich Gartenarbeit absolut ätzend. Unkraut jäten, weil die Eltern es wollten. Schulgartenunterricht mit nervigen Sachen, weil der Unterrichtsplan es so vorsah. Spaß? Freude? Was Eigenes? Fehlanzeige. Der Garten war eine nervige Angelegenheit, von meinen Eltern geplant und umgesetzt. Uns Kindern blieben die doofen Sachen.

Jetzt werkeln mein Mann und ich im Garten. Wir haben die letzten 2 Jahre schon vieles nach unseren Wünschen umgestaltet. Sind aber noch lange nicht fertig. Klar, Unkraut jäten müssen wir immer noch. Aber das geht viel schneller zu zweit, wird nicht mehr so super-akribisch gemacht (es wächst ja eh wieder da) und eine lange Rabatte (das damalige Schmuckstück meiner Mutter) haben wir seit Jahren nicht mehr angefasst. Nicht, weil sie so toll ist, sondern weil dieser Teil des Gartens irgendwann radikal umgestaltet wird und wir dort derzeit keine Energie reinstecken wollen. Die Pflanzen, die dort wachsen, alles irgendwelche Nadelgehölzer, sich ständig ausbreitende Seggen und Efeu, fliegen dann raus.

tree12 hat auf diesen Beitrag reagiert.
tree12
Zitat von Bounty am 20. April 2022, 11:49 Uhr
Zitat von Ann am 20. April 2022, 10:25 Uhr

Ein Hobbygärtner wird er wohl trotzdem nicht. Sein Papa und seine Schwiegermutter nutzen Gartenarbeit (Unkraut jäten, Terrassenbau) zu häufig als Strafe.

Ich würde die Hoffnung noch nicht aufgeben. Als Kind/Jugendliche fand ich Gartenarbeit absolut ätzend. Unkraut jäten, weil die Eltern es wollten. Schulgartenunterricht mit nervigen Sachen, weil der Unterrichtsplan es so vorsah. Spaß? Freude? Was Eigenes? Fehlanzeige. Der Garten war eine nervige Angelegenheit, von meinen Eltern geplant und umgesetzt. Uns Kindern blieben die doofen Sachen.

Wo du es sagst, fällt mir ein, dass ich auch Eltern mit einem Garten hatte. Und nun buddel ich selbst seit rund zwei Jahren rum. Schulgarten fand ich toll.

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