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Brennnesseln...

.... ja, aber nicht überall....

Wie bekomme ich eine Fläche von ca. 30m2 Brennnessel-frei ? Wir haben an vielen anderen Stellen auch welche wachsen, aber an dieser einen Stelle soll sie bitte weg. Da soll Ertragszone hin....

Hat jemand den ultimativen Tipp?

Dieser Planet hat das Potenzial ein Paradies zu sein!

Außer den langen unterirdischen Trieben nachjagen fällt mir da nicht viel ein. Totmulchen geht bei Samenunkräutern, aber bei Wurzelunkräuter hilft nur buddeln. Fräsen ist auch doof, da zerkleinert und verteilt man die Triebe nur - da vermehrt man die Dinger eher.

Aber als Stickstoffzeiger sagen dir Brennesseln, dass die Stelle gut für Gemüse ist. Ich würde mit Kartoffeln starten, die beschatten den Boden fix und beim Anhäufeln/Ausgraben der Knollen kann man übersehene Triebe und kleine Keimlinge gleich mitentfernen. Nur nach Rasen sind Kartoffeln schlecht, die haben dann Drahtwürmer und faulen schon vor der Ernte.

Hallo Annika , wir machen so was mit schwarzer Silofolie. Wenn du die jetzt drauflegst kannst du sie in ca. 4-5 Monaten runter nehmen , die restlichen Wurzeln entfernen und dann irgend etwas einsähen. Wenn du die Folie sogar bis September drauf liegen lässt sind die Brennesseln ganz hin. Aber Vorsicht. Normalerweise befinden sich dann 1000e Brennesselsamen im Boden. , die sofort auflaufen wenn da Licht dran kommt.

Ich lasse sie erstmal etwas größer werden, so dass man sie richtig gut fast wie eine kleine Staude umfassen kann und ziehe sie dann mitsamt Wurzel aus - natürlich, bevor sie in Saat schießen.
Klappt super.
Silofolie o.ä. würde ich persönlich nicht verwenden, weil ich mit dem Luft- und Wasserabschluss des Bodens auch das gesamte Leben in den oberen Schichten des Bodens vernichte - abgesehen davon, dass Kunststoffe im Garten auch immer unvermeidlbar Weichmacher in die Böden bringen - und die will ich nicht haben - schon gar nicht dort, wo ich Erträge ernten will.

 

Sag niemals "nie", denn es gibt nichts, was es nicht gibt.....

Hallo Kirsten , das mit dem Weichmacher ist tatsächlich ein Problem , allerdings ist Silofolie ja für die Lebensmittel Herstellung zertifiziert. Was natürlich in Deutschland nix heisst Aber dass darunter alles Leben abstirbt ist nur bedingt richtig , zumindest nicht nach 4-5 Monaten. Wenn man die so aufbringt wie wir das machen , nämlich so , dass Wasser drunter läuft, tummelt sich dort mannigfaltiges Leben. Aber du hast schon Recht , wenn man den Arbeitsaufwand nicht scheut ,ist es alle Male besser auf Plastik zu verzichten und die Brennesseln von Hand zu jäten. Alternativ könnte man auch mit Holzdielen abdecken.

Die simpelste Lösung für mich war bislang immer, lange Kleidung anziehen, geeignete Handschuhe tragen und dann samt der Wurzel aus der Erde ziehen. Das geht natürlich nicht, wenn der Boden hart (gefroren, zu trocken etc) ist.

Brennnesseln sind Zeigerpflanzen für stickstoffreichen, humösen Boden. Also dort, wo sie wachsen, ist echt die perfekte Erde für die Ertragszone.

Brennnesseln los wird man nur, wenn man die Wurzeln immer wieder raus holt. Das ist mit einmal oft nicht getan, weil ja immer wieder was in der Erde zurück bleibt.

Ich habe sie dort, wo ich sie nicht haben wollte, dadurch dezimiert, dass ich sie wirklich rigoros immer wieder aus der Erde gezogen habe. Ich hatte sie ja auch neben dem Wilden Eck. (Dort, wo jetzt ja auch mein Teich ist).

Am Brennholzstoß werde ich die zum Beispiel nicht los, aber da stören sie mich auch nicht und da dürfen sie auch bleiben. Da mähen wir eben immer wieder mal, wenn wir ans Brennholz ran wollen. Ich hab die aber auch dort schon rausgerissen und dann als Pflanzenschicht ins Hochbeet unten reingeworfen, als ich das angelegt habe. (Meine Tomaten wurden riesig )

 

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Hi Natascha, über welchen Zeitraum hat sich das Jäten erstreckt? War das eine Saison immer wieder oder hat es sich länger gestreckt, bis du soweit alles im Griff hattest, dass die Ecke dann nach deinen Plänen genutzt werden konnte?

Ich glaube, das Jäten wird es werden. Wobei ich da die nächsten Tage ne größere Aktion draus mache und nicht warte, bis sie größer sind. Auch wenn sie sich dann besser greifen lassen. Aber ich befürchte, dass ich zu dem Zeitpunkt schon 100 andere Aufgaben zu erledigen habe. Also fange ich jetzt an.

Plane müssten wir erst besorgen und verständlicherweise sind die Gäste bei so einem Anblick immer leicht irritiert. Naturgarten / Plastik... Viele sind ja auch für sich hier unterwegs und haben niemanden an der Seite, der das dann aufklärt.

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Hallo Annika , dann besorg dir am besten einen 4-Zahn. Auf dem Bild rechts neben der Schüppe. Damit geht´s viel leichter.

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  • DSCN4047.JPG
Zitat von Annika am 13. Januar 2020, 9:20 Uhr

Hi Natascha, über welchen Zeitraum hat sich das Jäten erstreckt? War das eine Saison immer wieder oder hat es sich länger gestreckt, bis du soweit alles im Griff hattest, dass die Ecke dann nach deinen Plänen genutzt werden konnte?

Ich glaube, das Jäten wird es werden. Wobei ich da die nächsten Tage ne größere Aktion draus mache und nicht warte, bis sie größer sind. Auch wenn sie sich dann besser greifen lassen. Aber ich befürchte, dass ich zu dem Zeitpunkt schon 100 andere Aufgaben zu erledigen habe. Also fange ich jetzt an.

Plane müssten wir erst besorgen und verständlicherweise sind die Gäste bei so einem Anblick immer leicht irritiert. Naturgarten / Plastik... Viele sind ja auch für sich hier unterwegs und haben niemanden an der Seite, der das dann aufklärt.

Ich hab das immer wieder mal gemacht. Inzwischen sind es echt nur noch einzelne Pflanzen, die sich noch blicken lassen. Es handelte sich dabei aber auch nur um wenige Quadratmeter.

Anfangs so alle paar Monate mal, wenn es mir einfiel und die Pflanzen groß genug waren.

Inzwischen 1-2x/Jahr die paar verbliebenen Pflanzen.

Es ist halt so, dass wenn man die Pflanzen entfernt, man ja auch Nährstoffe entfernt, weil Brennnesseln viel Stickstoff binden. Dadurch wird der Boden ja dann im Umkehrschluss auch weniger fett.

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