
Quelle: Mr. Stampfer
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Apfelbaum von ggü. über 70Jahre und was ihm fehlt
Zitat von Malefiz am 25. November 2019, 8:14 UhrApfelbaum von ggü. über 70Jahre und was ihm fehlt
Jeden Herbst lässt er sie einkürzen, dann könnte er die beiden auch gleich umlegen lassen,
Damit dieser Austrieb nicht erfolgt
Apfelbaum von ggü. über 70Jahre und was ihm fehlt
Jeden Herbst lässt er sie einkürzen, dann könnte er die beiden auch gleich umlegen lassen,
Damit dieser Austrieb nicht erfolgt
Zitat von tree12 am 25. November 2019, 8:16 UhrIch könnte immer heulen, wenn ich so verstümmelte Bäume sehe, egal, ob Obstbaum oder anderer Baum. Wenn sie vom Schnitt nichts verstehen, sollen sie doch bitte gar nicht schneiden!!!
Ich könnte immer heulen, wenn ich so verstümmelte Bäume sehe, egal, ob Obstbaum oder anderer Baum. Wenn sie vom Schnitt nichts verstehen, sollen sie doch bitte gar nicht schneiden!!!
Zitat von tree12 am 25. November 2019, 9:22 UhrZitat von Malefiz am 25. November 2019, 9:06 Uhrda kommt extra ein Gärtner für!
Gerade bei den "Gärtnern" gibt es viele Stümper.... Bei uns in der Nachbarschaft wurden z. B. alte Magnolien beschnitten. Nun gibt es dort Wassertriebe ohne Ende, weil es keinen interessiert hat, daß man Magnolien am besten nicht schneiden, sondern in Ruhe lassen soll.
Ein "Gärtner" hat unserem Nachbarn weismachen wollen, daß Apfelbäume im Lehmboden nicht gedeihen würden, es wäre hier zu feucht. Aha, warum haben wir - zwei Gärten weiter - so tolle und robuste alte und neue Obstbäume...??
In dem Nachbarsgarten hat ein "Gärtner" auch eine alte Eibenhecke fast ruiniert, in dem er ohne Sinn und Verstand "irgendwie" drauf los gesäbelt hat.
Bei uns war einmal ein junger (gelernter!) Gärtner als Ersatz für einen alten Gartenbaumeister, der nach unserem schwierigen Apfelbaum sehen sollte. Der hat dann nur nach "Optik" geschnitten, ein bißchen rund und gefällig fürs Auge, so daß die Ernte im kommenden Jahr fast komplett ausfiel. Seitdem läßt mein Mann niemanden mehr an unsere Obstbäume heran, macht alles behutsam selber. Und die Obstbäume danken es uns durch einen gesunden und schönen Habitus und reichen Ertrag.
Ich könnte auch immer weinen, wenn ich an großen alten Grundstücken vorbeikomme, die alten Leuten gehören und wo auf viel Rasen zwei oder drei alte Bäume herumstehen. Die hätten eigentlich genug Platz zum Wachsen und Entfalten, stören niemanden. Aber jedes Jahr werden sie trotzdem aufs Übelste mißhandelt und fast ihrer gesamten Krone beraubt....
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Zitat von Malefiz am 25. November 2019, 9:06 Uhrda kommt extra ein Gärtner für!
Gerade bei den "Gärtnern" gibt es viele Stümper.... Bei uns in der Nachbarschaft wurden z. B. alte Magnolien beschnitten. Nun gibt es dort Wassertriebe ohne Ende, weil es keinen interessiert hat, daß man Magnolien am besten nicht schneiden, sondern in Ruhe lassen soll.
Ein "Gärtner" hat unserem Nachbarn weismachen wollen, daß Apfelbäume im Lehmboden nicht gedeihen würden, es wäre hier zu feucht. Aha, warum haben wir - zwei Gärten weiter - so tolle und robuste alte und neue Obstbäume...??
In dem Nachbarsgarten hat ein "Gärtner" auch eine alte Eibenhecke fast ruiniert, in dem er ohne Sinn und Verstand "irgendwie" drauf los gesäbelt hat.
Bei uns war einmal ein junger (gelernter!) Gärtner als Ersatz für einen alten Gartenbaumeister, der nach unserem schwierigen Apfelbaum sehen sollte. Der hat dann nur nach "Optik" geschnitten, ein bißchen rund und gefällig fürs Auge, so daß die Ernte im kommenden Jahr fast komplett ausfiel. Seitdem läßt mein Mann niemanden mehr an unsere Obstbäume heran, macht alles behutsam selber. Und die Obstbäume danken es uns durch einen gesunden und schönen Habitus und reichen Ertrag.
Ich könnte auch immer weinen, wenn ich an großen alten Grundstücken vorbeikomme, die alten Leuten gehören und wo auf viel Rasen zwei oder drei alte Bäume herumstehen. Die hätten eigentlich genug Platz zum Wachsen und Entfalten, stören niemanden. Aber jedes Jahr werden sie trotzdem aufs Übelste mißhandelt und fast ihrer gesamten Krone beraubt....
Zitat von Frank Schroeder am 25. November 2019, 17:41 UhrDas sieht doch toll ausWer Lust hat , ich mache im Februar ein Seminar zum Thema Gehölzschnitt .Info unter www.ommertalhof.de Für die , die von weiter her kommen , wir haben auch Ferienwohnungen.Hier jetzt noch was zum Schmunzeln, von Jörg Pfenningschmidt.First cut is the deepest„Die schneidet mein Mann.“Wieso muss dieser Satz für so viele Gehölze das Verderben bedeuten? Ob Rasen oderHolz: Schnitt ist Männersache. Im Garten gilt noch eine sehr archaische Arbeitsteilung. Da-bei sind Frauen für das Schöne zuständig. Farben, Formen, Pflänzchen. Männer hingegenfür grobes Mithelfen: Krawall, Qualm und Technik. Das können wir. Da sind wir seit der Zeitdes Wollnashorns unschlagbar. Das beherrschen wir ganz ohne schlaue Ratschläge undKlugscheissereien von anderen. Das haben wir im Gefühl. Deshalb schneiden wir Felsen-birne, Magnolie und Zaubernuss zu borstigen Besen in dem vergeblichen Bemühen, sieklein zu halten. Wir rasieren einen bereits abgestorbenen Bambus auf Kopfhöhe halbrund.Wir säbeln der Forsythie sicherhaltshalber die Knospen schon vor der Blüte ab. Wir kappenFichten reihenweise in vier Metern Höhe, so dass das Ergebnis aussieht, wie die Absturz-schneise eines Airbus. Aber warum?Das Merkwürdigste an dieser besonderen Art von Baumfrevel ist die Tatsache, dass Mannhier noch nicht einmal fröhlich vor sich hin randaliert, sondern höchst verbissen und schlechtgelaunt. Ich kenne viele Beispiele von offensichtlich lustlosem Zerstören. „Ich muss schonwieder die blöde Kirsche kleinhalten.“ Dabei muss er meist gar nicht. Wieviel glücklicherund schöner wäre die Welt, wenn er nur dann Gehölze schneiden würde, wenn es wirklichnotwendig wäre.Wenn Sie jedes Jahr an einem Gehölz schneiden müssen, damit es nicht die Terrasseverschattet oder den Weg versperrt, dann nützt Schneiden nichts. Gar nichts. Das ist ver-gebliche Arbeit. Solch ein Baum oder Strauch gehört dann eben nicht an diese Stelle. EineFelsenbirne wird 5 Meter hoch und 5 Meter breit. Jährliches Beschimpfen des Baumes undBeschneiden auf einsfuffzig ist keine Lösung. So zusammengeschnitten ist es keine Felsen-birne mehr, sondern lediglich die bemitleidenswerte Karrikatur einer Felsenbirne. In diesemFall greift man nicht zur Schere, sondern zum Spaten und gräbt den Baum aus. Dann ärgertman sich einmal und schwört sich, beim nächstenmal besser vorher was über die Größevon Gehölzen zu lesen.Und wenn man nun doch mal was schneiden muss? Dann nimmt man zumindest vernünfti-ges Werkzeug: eine Rosenschere aus der Schweiz. Eine kleine, scharfe Klappsäge und einegroße Astsäge. Und einen stabilen Astschneider Das kauft man einmal richtig im Gartenbe-darf und nicht bei Penny an der Grabbel-Kasse. Derart ausgerüstet schneidet man Totholzaus, angebrochene Äste, Zweige die aneinander scheuern oder sich behindern, die parallelübereinander wachsen und sich dadurch Licht nehmen oder die partout in die Krone desGehölzes hineinwachsen wollen. Solche Schnitte sind eigentlich immer in Ordnung.Wann man nun genau welches Gehölz wie schneidet, dafür gibt es Fachbücher. In diesenBüchern zeigen kleine Striche die Schnittstellen an den Gehölzen an. Vorher .Nachher. Vorher, im Buch, ist völlig klar, wo der Schnitt zu verlaufen hat. Nachher, im Gar-ten, sieht der zu schneidende Strauch aber ganz anders aus als im Buch. Das ist ernüch-ternd. Trotzdem, solche Bücher sind hilfreich.Schön wäre es natürlich, wenn man als Gartenbesitzer einfach beim Gärtner anrufen undihn um Hilfe bitten könnte. Dann kommt der Gärtner, schaut sich lange um und sagt dannmit fester, aber sanfter Stimme: “ Ich möchte den Habitus ihres Cornus controversa besserzur Geltung bringen. Außerdem leidet er an Manganmangel“ Ja, in diesem Moment meintder Kunde ein helles, wunderbares Licht zu sehen und fällt vor Verzückung auf die Knie.Stattdessen aber kommt die Firma „Ruckzuck Haus-und Gartenservice“ mit Fachkräften, diefrüh morgens noch Treppenhäuser geschrubbt haben. Und deren Chef sagt dann mit festerStimme: „Nee, kein Problem. Wir machen hier erst mal richtig Luft und dann sehen wir malzu, dass wir das mal wieder schön sauber bekommen.“ Nach so einem Durchgang hat einCornus controversa in der Regel andere Probleme als Manganmangel.Aus diesem Wirkungskreis entstammt das Wort „Hausmeisterschnitt“. Das bedeutet, dasalles was nicht weglaufen kann, einem Universalschnitt unterzogen wird. Meist halbrund inKopfhöhe. Halbrund Rose. Halbrund Weigelie. Halbrund Felsenbirne. Halbrund Bambus.Wenn die Opfer solcher Halbrund-Massaker dann im Garten nebeneinander stehen, weißman immer, wie groß der Gärtner war, der das geschnitten hat.Seltsamerweise wird diese professionelle, meist alle zwei Jahre durchgeführte Verstümme-lung des Garteninventars von vielen Kunden wohlwollend kommentiert: „Das war mal wie-der nötig“, sagt die Kundin nachdem der Garten ruiniert wurde. Ihr Gatte verschränkt dieHände auf dem Rücken, beugt sich zurück, nickt anerkennend und ergänzt fachmännisch„Das hat aber mal wieder richtig Luft gegeben“. Ja, wir hören die Sträucher und Bäumerichtig aufatmen. Ahhh ... endlich keine störende Krone mehr, keine lästige Verzweigungoder natürliche Wuchsform. Herrlich, einer sieht aus wie der andere und der Anarchiewurde Einhalt geboten.Die ultimative Lösung vieler Schnittprobleme habe ich neulich in einem Garten gesehen. Dasvon einem Gärtner gerade eben eingesetzte Gehölz war tot. Mausetot. Dadurch war esextrem pflegeleicht. Kein doofes Laub. Kein Schatten. Kein lästiges Schneiden. Die Kundenwaren endlich glücklich und haben den Baum hübsch geschmückt.Von Jörg Pfenningschmidt aus Hier wächst nichts.


Zitat von Gartenphilosophin am 27. November 2019, 7:31 UhrDer Hausmeisterschnitt ist eines der Grundübel der Grünverstümmelungen.
Es braucht viel Zeit, einen Baum zu schneiden. Wir brauchen Stunden pro Apfelbaum und viele km beim Umrunden und diskutieren.
Dafür macht das sehr viel Spaß.
Der Hausmeisterschnitt ist eines der Grundübel der Grünverstümmelungen.
Es braucht viel Zeit, einen Baum zu schneiden. Wir brauchen Stunden pro Apfelbaum und viele km beim Umrunden und diskutieren.
Dafür macht das sehr viel Spaß.
Zitat von Brunnladesch (Natascha) am 2. Dezember 2019, 8:19 Uhr@ommertalhof wärt ihr nicht so weit weg, hätte ich ja gleich 2 Bäume, die ich für einen Schnittkurs anbieten könnte.
Meine beiden Bäume (Zwetschge und Apfel) wurden so lange nicht geschnitten und gepflegt, dass ich wohl tatsächlich verstümmelnd eingreifen muss, um da wieder eine Form reinzubekommen, die mich, die ich nur 1 cm größer bin als ein Brühwürfel, noch an das Obst kommen lässt.
Ich hab für meinen Teil beschlossen, erstmal das Totholz rauszunehmen, das da auch drin hängt, und es natürlich ganz hortan auf einen Haufen zu schmeißen. Dann sehe ich nämlich, was ich überhaupt noch Schneiden muss.
Da ich auch eher wenig Ahnung habe (bzw. rudimentäres Bonsai-Wissen durch Erzählungen von Thea vom µ-Hortus), schneide ich ja zum Beispiel eher zurückhaltend.
Solche verschandelten Bäume wie auf dem Bild von Gisa gibt's bei uns auch immer wieder.
Der Nachbar meiner Eltern, einige Jahre jünger als ich, macht das auch immer so in seiner Hecke und findet das sogar richtig und gut so. Ich krieg da die Krise.
@ommertalhof wärt ihr nicht so weit weg, hätte ich ja gleich 2 Bäume, die ich für einen Schnittkurs anbieten könnte.
Meine beiden Bäume (Zwetschge und Apfel) wurden so lange nicht geschnitten und gepflegt, dass ich wohl tatsächlich verstümmelnd eingreifen muss, um da wieder eine Form reinzubekommen, die mich, die ich nur 1 cm größer bin als ein Brühwürfel, noch an das Obst kommen lässt.
Ich hab für meinen Teil beschlossen, erstmal das Totholz rauszunehmen, das da auch drin hängt, und es natürlich ganz hortan auf einen Haufen zu schmeißen. Dann sehe ich nämlich, was ich überhaupt noch Schneiden muss.
Da ich auch eher wenig Ahnung habe (bzw. rudimentäres Bonsai-Wissen durch Erzählungen von Thea vom µ-Hortus), schneide ich ja zum Beispiel eher zurückhaltend.
Solche verschandelten Bäume wie auf dem Bild von Gisa gibt's bei uns auch immer wieder.
Der Nachbar meiner Eltern, einige Jahre jünger als ich, macht das auch immer so in seiner Hecke und findet das sogar richtig und gut so. Ich krieg da die Krise.
Zitat von Frank Schroeder am 2. Dezember 2019, 9:27 Uhr@brunnladesch , hi Natascha , sooo groß bist du
Schick doch mal ein Bild mit der Baumsilhouette. Also irgendwie gegen den Himmel fotografiert. Und noch ein paar Nahaufnahmen aus 2-3m Entfernung. Vielleicht bekommen wir hier einen Fernlehrgang hin.
@brunnladesch , hi Natascha , sooo groß bist du Schick doch mal ein Bild mit der Baumsilhouette. Also irgendwie gegen den Himmel fotografiert. Und noch ein paar Nahaufnahmen aus 2-3m Entfernung. Vielleicht bekommen wir hier einen Fernlehrgang hin.
Zitat von Brunnladesch (Natascha) am 2. Dezember 2019, 9:36 UhrZitat von Frank Schroeder am 2. Dezember 2019, 9:27 Uhr@brunnladesch , hi Natascha , sooo groß bist du
Schick doch mal ein Bild mit der Baumsilhouette. Also irgendwie gegen den Himmel fotografiert. Und noch ein paar Nahaufnahmen aus 2-3m Entfernung. Vielleicht bekommen wir hier einen Fernlehrgang hin.
Jetzt wo das Laub runter ist, werde ich das die Tage mal machen.
Ich mach dann gerne einen extra Beitrag im Sinne von "meine alten ungepflegten Obstbäume"
Zitat von Frank Schroeder am 2. Dezember 2019, 9:27 Uhr@brunnladesch , hi Natascha , sooo groß bist du
Schick doch mal ein Bild mit der Baumsilhouette. Also irgendwie gegen den Himmel fotografiert. Und noch ein paar Nahaufnahmen aus 2-3m Entfernung. Vielleicht bekommen wir hier einen Fernlehrgang hin.
Jetzt wo das Laub runter ist, werde ich das die Tage mal machen.
Ich mach dann gerne einen extra Beitrag im Sinne von "meine alten ungepflegten Obstbäume"