Sumpfbeet

SUMPFBEET

Ein Sumpfbeet ist ein faszinierender Lebensraum, der ähnliche Bedingungen bietet wie ein Naturteichrand. Es kann, zusätzlich zu einem Teich, als Klärbeet angelegt oder als Auffangbecken für abgeleitetes Regenwasser genutzt werden.

Vögel nutzen die seichten Wasserstellen gern zum Baden. Kleinsäuger und Insekten stillen ihren Durst und Molche und Frösche finden sichere Deckung in den Pflanzen. Im halbtrockenen Schlamm sammeln Wildbienen Material zum Verschließen ihrer Brutröhren (A).

Normalerweise sollten natürliche Regenfälle das Beet mit frischem Wasser versorgen. Wenn diese länger ausbleiben, schädigt das die empfindliche Tier- und Pflanzenwelt. Nutzen Sie zum füllen (wenn vorhanden) am besten gesammeltes Regenwasser. Für kleinere Beete unter 15 qm setzen Sie weniger wuchsfreudigere Pflanzen, wie z. B. Froschlöffel oder Sumpfdotterblume ein. Pflanzen, die sich selbst ansiedeln sollten nur dann dezimiert werden, wenn sie sich zu stark ausbreiten.

Legen Sie ein Sumpfbeet genauso an wie einen Folienteich. Eine tiefer gelegene, nicht zu sonnige Stelle, ist ideal geeignet. Die obere Humusschicht (etwa 30 cm) wird abgetragen und der darunter liegende Unterboden kann später als Füllsubstrat genutzt werden. 

Die Ränder des Beetes sollten gleichmäßig hoch (in Waage) sein (B). Eine zum Rand flach auslaufende Mulde (C) mit einer Mindesttiefe von 50 cm ist zu empfehlen. 

Legen Sie das Beet mit Teichflies (optional) und einer Teichfolie (D) aus und grabe Sie diese gerade ein. Für die weitere Gestaltung eignen sich z. B. Steine verschiedener Größe und Holzstämme aller Art.

ACHTUNG! Ein Sumpfbeet ist kein Moorbeet, in dem Pflanzen wachsen, die ein saures Milieu bevorzugen. Dies kann nur durch das Einbringen torfhaltiger Erde erreicht werden. Um den Raubbau natürlicher Torfvorkommen nicht zu unterstützen, raten wir, grundsätzlich auf den Einsatz von Torf im Garten zu verzichten.

 


Autor:
Daniel Jakumeit
Hortus Vivus
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