Ich wollte so unheimlich gerne das Echte Geißblatt bei mir im Hortus haben. Nun habe ich aber ein Jahrtausendwende-Neubaugrundstück und die Vorbesitzer haben unverständlicherweise keinerlei Bäume gepflanzt. Somit gab es leider nichts passendes zum Ranken.
Bei meinen Arbeiten auf der Grundstücksrückseite ist mir dann dieses Jahr spontan der Gedanke gekommen, die kleineTerrasse hinterm Haus, die ab der Mittagszeit in heißen Sommern durch die Hauswand so segensreichen Schatten spendet, etwas geschützter zu gestalten. So entstand die Idee von den Mülltonnen beginnend entlang der Natursteinmauer einheimische Heckenpflanzen zu setzen:
- Frangula alnus / Faulbaum
- Berberis vulgaris / Berberitze
- Colutea arborescens / Gelber Blasenstrauch
- Spartium scoparium / Besenginster
- Rosa pimpinellifolia / Bibernellrose
Klingt jetzt alles so entspannt, hätte ich allerdings vorher gewusst, was da beim Pflanzen auf mich zukommt, ich hätte das Ganze vermutlich verworfen. Direkt hinter der Natursteinmauer beginnt unter der ehemaligen Grassschicht ein bis zu 1 m tief in die Fläche reichender Bereich mit Kalksteinschotter, gemischt mit größeren Gesteinsbrocken. Das war ein Riesenspaß, dort die Pflanzlöcher zu buddeln und das Rankgerüst zu setzen.
Freilich, wenn ich mir einmal etwas in den Kopf gesetzt habe...dementsprechend ist im Schweiße meines Angesichts mit viel Arbeits- und Zeiteinsatz etwas daraus entstanden. Was, bleibt abzuwarten, mal schauen wie die Pflanzen mit den Bedingungen zurechtkommen. Versuch macht klug.