klimafeste Bäume pflanzen

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Elli Marlies
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von Elli Marlies »

Ich glaube, wir haben hier (bisher) echt Glück. Anne und ich wohnen nicht weit entfernt von einander, aber ich habe im Moment noch nicht den Eindruck dass die Gehölze bei uns schwächeln. :? Wahrscheinlich liegt es am Grundwasserspiegel, ich glaube, der ist hier recht hoch. Es siedeln sich auch immer wieder Weiden und Erlen an, muss also schon feucht sein. Auf der anderen Straßenseite fließt ein Fluss, hat zwar zeitweise auch weniger Wasser als sonst, aber offenbar reicht es (noch) aus. (Und unser Brunnen im Keller hat auch noch gut Wasser.) Dass das im Moment ein Glücksfall ist, ist mir klar. Und ich bin einfach froh drüber. :winken
@Anne Falls du einen kleinen Liguster brauchst, sag Bescheid, da ist bestimmt irgendwo einer "ausgebüchst", den ich dir ausgraben kann. :winken
Liebe Grüße
Elli
tree12
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von tree12 »

Kleinere Bäume mit tiefreichendem Wurzelwerk für sonnige bis halbschattige Plätze: Wildbirnen und Flaumeichen.
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SaMi
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von SaMi »

tree12 hat geschrieben: Fr 26. Jun 2026, 10:12 Holunder ist eigentlich nicht schlecht, aber nur ältere Exemplare sind robust. Oder gehen bei Dir auch gerade die etablierten Holunder ein?

Salweiden vertragen mehr Trockenheit als andere Weidenarten, aber eine gewisse Feuchtigkeit brauchen sie natürlich trotzdem.

Vielleicht Hainbuche? Als Strauch vielleicht Gemeiner Schneeball? Rote Heckenkirsche?
Wir haben letzten Herbst viele Sträucher gepflanzt, meist wurzelnackte auf lehmigem Boden.
Seit es so heiß und trocken ist müssen wir die natürlich gießen und ich kann berichten, dass die rote Heckenkirsche als erstes "geschwächelt" hat mit hängenden, labberigen Blättern. Ich hoffe, dass sich das deutlich bessert wenn sie eingewachsen sind - zumindest stand jetzt kommen sie nicht gut klar.
Nahezu perfekt dagegen die Hainbuchen: ebenfalls wurzelnackt gepflanzt sehen sie ohne einen Tropfen Wasser (!!!) bisher noch immer frisch und grün aus, nix hängt oder welkt :thumb
Auch der gemeine Schneeball hält sich bei uns sehr gut, aber der ist auch schon ein halbes Jahr älter.
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Ann1981
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von Ann1981 »

Anne hat geschrieben: Fr 26. Jun 2026, 10:06 Was empfehlt ihr denn für einen Baum oder Strauch, der Trockenheit, Lehmboden, Halbschatten und auch manchmal Kälte verträgt und nicht so extrem groß wird? Es ist nah am Haus, ich habe da eine Totholzkonstruktion und wollte den Buchs entfernen. Ich wollte einen Holunder, aber hier gehen so viele Holunder ein, sicher wegen der Trockenheit. Vogelbeeren auch. Da weiß ich im Moment nicht so richtig, was Sinn macht. Besser eine Salweide? Da hätte ich eine.
Meine Stauden kommen mit der Hitzewelle ziemlich gut klar, aber der Teich wird schnell schlechter.
:o
Schau dir mal den Wolligen Schneeball an!
Er steht bei uns in Lehmboden unter einder Coloradotanne an der Südseite des Gartens. Er wächst langsam, aber er wächst und lässt nichts hängen.
"Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit." (Wolle Goethe)
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Umkraut
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von Umkraut »

Wie steht es eigentlich generell mit der Dürre- und Hitzeverträglichkeit von Zwetschgen und Apfelbäumen? Also zumindest wenn eine Ernte rein optional ist.
tree12
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von tree12 »

Apfelbäume sind Flachwurzler und mögen es generell nicht gerne sehr heiß. Sie sind Bäume, die sich in gemäßigten, kühleren Regionen wohlfühlen.

Die Prunus-Gewächse sind allesamt viel hitzeverträglicher, z. B. Aprikosen, Vogelkirschen, Schlehengewächse, Kirschpflaumen, Zwetschgen etc.
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Alma
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von Alma »

Umkraut hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 10:08 Wie steht es eigentlich generell mit der Dürre- und Hitzeverträglichkeit von Zwetschgen und Apfelbäumen? Also zumindest wenn eine Ernte rein optional ist.
Das hängt stark ab von der Unterlage. Auf schwach wachsenden Unterlagen veredelte Äpfel und Pflaumen wurzeln dementsprechend wenig intensiv und wenig in die Tiefe und sind somit nicht trockenheitstolerant.
Halbstämme und Hochstämme halten auf tiefgründigen Böden sehr viel aus. Hier ist fast überall nur Sandboden und die letzten Hitze/Trockensommer haben sie problemlos weggesteckt.
Selbst die Ernte ist zumindest noch existent.
Auf flachgründigen Böden - sei es Gestein oder eine Sperrschicht aus Ton, Lehm oder hartem Sand können sie ihr Wurzelwerk nicht genügend ausbreiten. Da halten sie auch recht viel Hitze und Trockenheit aus, vergreisen aber viel schneller. Da leben sie nur 40-50 Jahre.
Starkwüchsige Pflaumen halten auch viel aus, tragen aber wirklich nur in sehr feuchten Sommern.
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Umkraut
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von Umkraut »

Danke für die Infos.
Das mit Schwachwüchsiger = Hitze-/Trockenheitsanfälliger (falls man das grob so sagen kann?) ist natürlich für meinen Fall blöd...
Ich suche eher nach einem Minibäumchen von 3-4m (wegen Mini-Mietergarten) für eine lockere Beschattung der Terrasse. Situation: Westseite, ab Nachmittags mit Sonne und Stauhitze, Sandboden und der eigentlich eher frisch bis auf die zunehmende Dürremonate im Sommerhalbjahr, -20 passiert auch mal (Gerne her mit Ideen :pfeiffen ).

Apfelinges und Pflaumiges hat eindeutig den Insektenbonus und irgendwie auch die klassische Garten-Optik, von der ich gern etwas mehr hätte. Wäre daher toll, wenn's da eine Variante für mich gibt - vermutlich muss ich mal die lokale Baumschulen dazu ausfragen.
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Alma
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Re: klimafeste Bäume pflanzen

Beitrag von Alma »

Egal was du pflanzt immer nur wurzelnackt und nicht aus einem Topf mit Torfsubstrat!
Jetzt bei der wirklich schlimmen Hitze sehe ich selbst bei Stauden einen großen Unterschied ob sie gesät oder irgendwo ausgegraben wurden oder ob sie aus einem Topf mit dem Torfsubstrat kommen.
Das mache ich nie wieder solche Pflanzen setzen!
Die wurzelnackten Sträucher wachsen einfach an und ich muss selbst die im Herbst gepflanzten kaum gießen. Die anderen muss ich gießen obwohl sie schon etliche Jahre stehen
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