Kurze Pflanzenfragen

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Dorfgaertner
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Re: Kurze Pflanzenfragen

Beitrag von Dorfgaertner »

Würdet ihr den dünnen Ast links von der roten Linie abschneiden?
Kürzlich war jemand zu Besuch, der ungefragt meinte, das solle ich ja wohl auf jeden Fall machen. Der Ast wächst halt mitten in der Krone und ist tatsächlich ein bißchen im Weg. Andererseits ist das kein Baum, von dem ich eine Ernte erwarte – es ist eine Elsbeere, die ohnehin frühstens in 15 Jahren Früchte trägt. Und mit den Früchten hätte ich auch keine Pläne, außer sie den Vögeln zu überlassen. Insofern bin ich eher geneigt, den Baum machen zu lassen. Muß er schließlich selber wissen, wie er wachsen will... ;)
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P.S.: Natürlich würde ich den Ast nicht mehr jetzt kappen, sondern perspektivisch im Herbst.
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
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Poco Loco
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Re: Kurze Pflanzenfragen

Beitrag von Poco Loco »

Würde ich unbedingt machen, sogar jetzt noch. Wenn Du jetzt schneidest, ist die Wunde kleiner als im Herbst.

Würde der Trieb bleiben, dann bekommst Du eine geteilte Krone, die dann bei größerem Gewicht der Äste nach einigen Wachstumsjahren eine deutlich höhere Bruchgefahr hat.

Außerdem ist es wichtig, alle Zweige im Kroneninneren, die sich kreuzen, so zu entfernen, dass es keine Reibungspunkte gibt. Sonst gibt es an diesen Stellen Reibungsverletzungen der Rinde, die zuverlässig ein Einfallstor für Krankheiten sind.
Viele Grüße
Poco Loco
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tree12
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Re: Kurze Pflanzenfragen

Beitrag von tree12 »

Das mit den Reibungspunkten bei sich kreuzenden Ästen denke ich mir auch immer mal wieder bei meiner Blutpflaume, die als Großstrauch wächst. Ich ernte da ja auch nicht, sondern überlasse alles den Vögeln oder anderen Lebewesen, nachdem die Früchte abgefallen sind.

Ich lasse die Blutpflaume jetzt doch einfach wachsen, wie sie möchte, es sei denn, ein Ast ist mir im Weg. Wenn durch Reibungspunkte Fäulnisstellen entstehen sollten, nutzt das ja auch wieder irgendwelchen Lebewesen. Es können z. B. kleine Höhlen entstehen oder die Rinde platzt ab oder sonstiges. Irgendjemand profitiert immer.

Wenn man von einem Obstbaum ernten möchte, liegen die Dinge natürlich anders, da muß Licht in die Krone und auch die Zwieselbildung muß vermieden werden.
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Alma
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Re: Kurze Pflanzenfragen

Beitrag von Alma »

gehts nur um den Mini-Ast direkt an der roten Linie? Den kannst du lassen finde ich. Eine andere Philosphie wäre ob du den ganzen Zwiesel rausschneidest damit du eben keine Doppelkrone hast. Aber da stimme ich dir zu dass der Baum das schon richtig machen wird und man lässt ihn so wachsen wie er will. Es ist ja eine Elsbeere die eh langsam wächst. Wär das eine schnellwachsende Art wie z.B. Linde als Alleebaum an einer Straße würde ich den Ast abschneiden. Aber Elsbeere im Garten nicht
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Dorfgaertner
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Re: Kurze Pflanzenfragen

Beitrag von Dorfgaertner »

Hat jemand zufällig Erfahrung damit, wie schattenverträglich das Große Windröschen (Anemone sylvestris) ist?
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tree12
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Re: Kurze Pflanzenfragen

Beitrag von tree12 »

Es wächst hier in den Buchenwäldern, halbschattig. (Ich war so frei, mir vor kurzem, nachdem die Blüte vorbei war, ein paar Stengelchen mit Wurzeln auszugraben und an sechs Standorten im Garten wieder einzupflanzen. "Schaden" habe ich dabei im Wald natürlich nicht angerichtet, es wächst dort mattenartig.)
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Dorfgaertner
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Re: Kurze Pflanzenfragen

Beitrag von Dorfgaertner »

Vielen Dank für die Antwort, @tree12, aber bist du dir sicher, daß du nicht an das Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) denkst? Theoretisch kann das Wald-Windröschen zwar schon im April mit der Blüte anfangen, aber eigentlich blüht es eher später, daher wundere ich mich gerade, daß es bei dir schon mit der Blüte durch ist...

Zur Sicherheit – ich meine dieses: https://www.naturadb.de/pflanzen/anemone-sylvestris/
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tree12
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Re: Kurze Pflanzenfragen

Beitrag von tree12 »

Oh, typischer Fall von "geschrieben und dann erst nachgedacht" anstatt umgekehrt. :D Sorry! :buch
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