Also, es ist Ende April und ich habe Neuigkeiten zu meiner neuen Wildhecke. (siehe auch:
viewtopic.php?t=1607)
Es sieht tatsächlich so aus, als hätten wider Erwarten alle Pflanzen überlebt. Nur beim Faulbaum steht das Urteil noch aus, da ist noch keine Knospe aufgegangen. Die besonders kaputte Heckenkirsche hat sich auch noch fangen können, hat aber mit den Blättern erst kürzlich angefangen – da waren ihre beiden weniger lädierten Schwestern schon fast voll belaubt. Der Rote Holunder kam mit zwei kleinen Ästlein hier an und sah auch sonst bemitleidenswert aus, und ist an einem der beiden Äste auch abgestorben. Immerhin zwei Knospen haben es aber geschafft, es besteht also Hoffnung.
Die Liguster waren auch so ein Wackelkandidat: die haben sich quasi 20 Tage nicht gerührt, heute habe ich aber gesehen, daß die Knospen gerade aufbrechen.
Das Ergebnis war bei den verschrammten, trockenen Gehölzen, die hier ankamen, nicht gerade zu erwarten – aber ich bin natürlich sehr froh, daß alles glimpflich ausgegangen ist. Ich hab mich tatsächlich schon im Netz umgeschaut, wo ich getopfte Gehölze am besten beziehen kann...
Ganz spannend: In dem Bereich, der bis letztes Jahr noch ein Brombeermeer war (das vom Profi weggehäckselt wurde), haben noch zwei, drei dünne Gehölz-Triebe überlebt, die wirklich rein zufällig genau zwischen meiner Zickzack-Pflanzung stehen. Die biege ich gerade aufrecht, da sie alle irgendwie am Boden langen (mutmaßlich von den Brombeeren, denn es wirkt nicht so, als seien sie umgeknickt worden), und nun dürfen sie also mit in der Hecke wachsen. Ich muß nur noch bei Gelegenheit rausfinden, um was es sich da überhaupt handelt – die Blätter treiben gerade erst aus.
Wenn sich alles belaubt hat, mache ich Photos. Bei der Gelegenheit werdet ihr mir dann auch noch mal mit der Bestimmung von zwei Weiden helfen müssen

Ich habe zwei gepflanzt, die sich in den letzten Jahren in Blumentöpfen selbst eingefunden haben und in Ermangelung guter Standorte leider auch in den Töpfen bleiben mussten.
Meine App sagt bei einer, es sei zu 63% die Spieß-Weide (Salix hastata), bei der anderen zu 73% die Schwarz(werdende) Weide (Salix myrsinifolia bzw. nigricans). Irgendwie kann ich mir aber nicht vorstellen, hier 1. zwei verschiedene, und 2. zwei im Vergleich zu anderen Weidenarten eher seltenere Weiden in die Töpfe bekommen zu haben... (Außerdem wäre Salix hastata eingentlich eher schlecht, weil die nur ca. einen Meter hoch werden würde.)
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster