Hast Du schon versucht, gegen die Wühlmäuse viel Knoblauch und Schnittlauch anzupflanzen? Holundersud in die Gänge gießen? Es tut mir leid, von Deinen Sorgen lesen zu müssen. Aufgeben darfst Du auf keinen Fall, dazu ist Dein Garten viel zu schön und zu wertvoll! Steinhaufen für Mauswiesel hast Du vermutlich genug?
Bei mir fressen die Schnecken so vieles weg.... ich möchte soooo gerne endlich mal einen Ginster haben... der eine steht vorm Haus im Topf, ist leicht gewachsen und hat Blütenknospen angesetzt. Ob eine davon wirklich aufgehen kann, ist fraglich, sie verschwinden quasi über Nacht. Und wir haben gerade eine trockene Phase, also nicht schneckenfreundlich!! Hinten unterm Balkon habe ich im Herbst drei Pflanzen vom Hirschhornwegerich gesetzt. Er ist gut eingewachsen, kommt mit dem Schatten sogar gut klar, auch mit dem Boden, aber ernten ist fast nicht möglich, da die Schnecken ihn auch toll finden.... Soviel Schnecken können die Glühwürmchenlarven gar nicht fressen, wie vorhanden sind.
Hortus Grevenstein
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Re: Hortus Grevenstein
Gib nicht auf!
Das mit den Mauswieseln klingt doch schon vielversprechend.
Oder Eulen versuchen anzusiedeln.
Diese Seite klang ganz interessant:
https://maulwurfhilfe.de/natuerliche-fe ... ansiedeln/
Schwegler hat auch noch Eulenkästen...
Das mit den Mauswieseln klingt doch schon vielversprechend.
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Viele Grüße
Poco Loco
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"Es wird durchgeblüht." Karl Foerster
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Re: Hortus Grevenstein
Die schlechten Nachrichten zuerst: DIe Bekämpfung ist ein Kampf gegenen Windmühlen, und selbst wenn es dir gelänge, die Wühlmäuse auf deinem Grundstück zu tilgen, können ihre Geschwister ja jederzeit wieder zuwandern – es ist also eigentlich sinnlos.
"Pflanzen gegen Wühlmäuse" haben sich bei mir ausnahmslos als Illusion erwiesen – ich erinnere mich noch an ein Jahr, da kam die Öffnung eines Wühlmausganges direkt an einer Kaiserkrone raus, die ja oft als "Vergrämungsmittel" gegen Wühlmäuse angepriesen wird. Soviel dazu. (Ich könnte die "debunked"-Liste noch fortsetzen, bei Interesse gerne fragen. Meiner Erfahrung nach werden die so "beworbenen" Pflanzen selbst nicht gefressen, aber sie helfen nicht, ihre Nachbarn zu schützen.)
Wühlmäuse fressen beinahe alles und insbesondere Gehölzpflanzungen können zur Herausforderung werden. Ich habe z.B. zwei oder drei mal versucht, eine wilde Birne im Vorgarten zu pflanzen, aber selbst in doppelt gelegten (unverzinkten) Wühlmaus-Schutznetzen aus Draht wurden sie gefressen (Löcher reingebissen) und im nächsten Frühjahr konnte ich die Stämmchen mit zwei Fingern aus der Erde ziehen.
Wenn du, wie ich, emotionale Bindungen zu spezifischen Pflanzen aufbaust, würde ich raten, davon Ableger zu machen und mindestens einen davon als Reservepflanze im Kübel zu halten.
Generell wirst du dich wohl, wie ich es auch musste, von der Vorstellung verabschieden müssen, ein Beet mit X Pflanzen bepflanzen zu können und dann über Jahre das auf- und einwachsen der Pflanzen beobachten zu können. Alle Pflanzen wachsen hier quasi mit geborgter Zeit, und man kann Glück haben und sie halten jahrelang, aber vielleicht sind sie schon im nächsten oder übernächsten Jahr wieder verschwunden...
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Wie gerade schon gesagt gibt es Pflanzen, die jahrelang überleben. Die Wühlmäuse gehen also nicht wie ein unterirdischer Pflug vor und tilgen flächig alles, was sie finden. Es ist eher so, daß immer mal hier, mal da Pflanzen verschwinden. Und einige Pflanzen überleben hier schon seit bald 10 Jahren am selben Standort, es ist also nicht so, daß man alle zwei Jahre das Beet komplett neu gestalten müsste.
Aus dem Pflanzenverlust ergibt sich auch ein positiver Aspekt: man hat immer wieder Gelegenheit, neue Pflanzen auszubrobieren. Das klingt erstmal nach einem schwachen Trost, aber ich jedenfalls lese gerne über Pflanzen und entdecke immer wieder neue Arten, die ich mal in den Garten holen möchte. Obwohl wir ein relativ großes Grundstück haben, ist aber auch hier der Platz in den Beeten begrenzt, und wenn dann mal was verschwindet, hat man plötzlich wieder eine schöne Lücke, in die was neues hineinpasst.
Bei den Frühblühern habe ich die Erfahrung gemacht, daß Narzissen, Schneeglöckchen, Allium-Varianten und bedingt auch Muscari relativ gut überleben. Versch. Scilla halten sich hier auch ganz gut. Man kann also trotzdem schöne Frühblüher-Flächen anlegen, nur halt nicht so artenreich, wie man es vielleicht gerne hätte. (Wild-)Tulpen haben besonders schlechte Karten, da helfen dann nur verzinkte Pflanzkörbe, wenn man sie dauerhaft an einem bestimmten Ort haben will (durch die Plastikkörbe, die man dafür im Handel bekommt, knabbern sich die Wühlmäuse mühelos durch).
Nicht zu vergessen sind die Hummeln, die offene Erdlöcher brauchen und sich selbst in bewohnten Gängen gegen Wühlmäuse durchsetzen können. Auf ihre Weise tragen also auch Wühlmäuse zur ökologischen Vielfalt bei, auch wenn nicht so, wie man sich das als Gärtner wünschen würde.
Insgesamt kann ich deine Betrübnis sehr, sehr gut verstehen und ich war hier auch schon phasenweise am Verzweifeln. Man investiert ja viel Zeit und Mühe, und dann kommt so ein bescheuerter Nager, der noch nicht mal niedlich aussieht
Wenn du magst, spaziere ich gerne mal durch den Garten und mache eine Liste von den Pflanzen, die sich hier als relativ wühlmausfest erwiesen haben. Ansonsten sind Pflanzen, die sich gerne selbst aussäen, deine neuen besten Freunde
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
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Re: Hortus Grevenstein
Ach menno....
Ich kann davon auch ein Lied singen..
...ein Trauerlied, denn bei mir sieht es mit den vielen verschiedenen Mäusen genauso aus. Dieses Frühjahr ist es ganz schlimm...die Verluste sind bei mir auch sehr hoch... darum Kopf hoch, du bist nicht allein damit
Ich teile darum dieses Jahr diejenigen Frühblüher, die von den Mäusen verschmäht wurden.
Ich kann davon auch ein Lied singen..
Ich teile darum dieses Jahr diejenigen Frühblüher, die von den Mäusen verschmäht wurden.
"Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde!"
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Re: Hortus Grevenstein
@tree12:
Ich habe es mit Knoblauch, Fallen und weiteren Dingen versucht. Alles sinnlos, für jede getötete Wühlmaus kommen wieder neue und Knoblauch hält sie maximal kurzfristig von einer Stelle fern.
Mit Mauswieseln ist das so eine Sache. Unterkunft in verschiedenen Formen biete ich an, aber mein Grundstück ist schwierig. Mitten in einer Siedlung, ringsherum andere Häuser. Unser Haus steht mitten auf dem Grundstück und der Garten ist nur ein Streifen rundherum. Vielleicht nicht unbedingt so verlockend für ein Mauswiesel, durch die direkte Nähe zum Haus, die überall gegeben ist. Leider habe ich hier noch nie Spuren von einem gesehen, geschweige den ein Mauswiesel in Leibhaftigkeit. Aber was nicht ist, kann ja noch werden...
@Alle:
Zu Eurer Beruhigung, über Aufgeben bin ich auch schon längst wieder hinweg. Das war nur eine kurze Phase, als ich realisiert habe, dass die Tierchen in diesem Winter wochenlange Arbeit der letzten drei Herbste und mehr als 600 € vernichtet haben.
Interessanterweise gehen sie bei mir, anders als bei @Dorfgaertner, äußerst gründlich vor. In Bereichen wo sie waren, sind im Prinzip keine Zwiebeln mehr übrig. Speziell die Unmengen an Krokussen kann ich wohl komplett abhaken. Zudem werde ich mir ab dem kommenden Herbst weitere Frühblüherzwiebel-Pflanzaktionen sparen, das ist zum Fenster rausgeschmissenes Geld bzw. Zwiebeln vor die Wühlmäuse (in Anlehnung an Perlen vor die Säue).
Beim Gedanken des Aufgebens ist mir doch relativ schnell der Gegengedanke gekommen, dass das was ich mit dem kleinen Fleckchen Erde hier bewirke, dafür einfach zu wichtig ist. Statt aufgeben bin ich inzwischen, wie auch von @Dorfgaertner nahegelegt, bei den Dingen ihren Lauf lassen.
Frei nach dem Spruch: "Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Apropos Aufgeben, wenn das Trampolin irgendwann mal nicht mehr da ist, werde ich anstatt einer zweiten Wasserstelle, lieber versuchen dort einen wühlmaussicheren Frühblüherbereich für meine Wildbienen anzulegen. Meine neue Form des Wühlmaus-Widerstands.
Nochmal @Alle: Ganz lieben Dank für Eure Worte und Euren Zuspruch, fühlt Euch von mir
.
Ich habe es mit Knoblauch, Fallen und weiteren Dingen versucht. Alles sinnlos, für jede getötete Wühlmaus kommen wieder neue und Knoblauch hält sie maximal kurzfristig von einer Stelle fern.
Mit Mauswieseln ist das so eine Sache. Unterkunft in verschiedenen Formen biete ich an, aber mein Grundstück ist schwierig. Mitten in einer Siedlung, ringsherum andere Häuser. Unser Haus steht mitten auf dem Grundstück und der Garten ist nur ein Streifen rundherum. Vielleicht nicht unbedingt so verlockend für ein Mauswiesel, durch die direkte Nähe zum Haus, die überall gegeben ist. Leider habe ich hier noch nie Spuren von einem gesehen, geschweige den ein Mauswiesel in Leibhaftigkeit. Aber was nicht ist, kann ja noch werden...
@Alle:
Zu Eurer Beruhigung, über Aufgeben bin ich auch schon längst wieder hinweg. Das war nur eine kurze Phase, als ich realisiert habe, dass die Tierchen in diesem Winter wochenlange Arbeit der letzten drei Herbste und mehr als 600 € vernichtet haben.
Interessanterweise gehen sie bei mir, anders als bei @Dorfgaertner, äußerst gründlich vor. In Bereichen wo sie waren, sind im Prinzip keine Zwiebeln mehr übrig. Speziell die Unmengen an Krokussen kann ich wohl komplett abhaken. Zudem werde ich mir ab dem kommenden Herbst weitere Frühblüherzwiebel-Pflanzaktionen sparen, das ist zum Fenster rausgeschmissenes Geld bzw. Zwiebeln vor die Wühlmäuse (in Anlehnung an Perlen vor die Säue).
Beim Gedanken des Aufgebens ist mir doch relativ schnell der Gegengedanke gekommen, dass das was ich mit dem kleinen Fleckchen Erde hier bewirke, dafür einfach zu wichtig ist. Statt aufgeben bin ich inzwischen, wie auch von @Dorfgaertner nahegelegt, bei den Dingen ihren Lauf lassen.
Frei nach dem Spruch: "Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Apropos Aufgeben, wenn das Trampolin irgendwann mal nicht mehr da ist, werde ich anstatt einer zweiten Wasserstelle, lieber versuchen dort einen wühlmaussicheren Frühblüherbereich für meine Wildbienen anzulegen. Meine neue Form des Wühlmaus-Widerstands.
Nochmal @Alle: Ganz lieben Dank für Eure Worte und Euren Zuspruch, fühlt Euch von mir
"Unser Schicksal hängt nicht von den Sternen ab, sondern von unserem Handeln." (William Shakespeare)
- Dorfgaertner
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- Registriert: Sa 6. Feb 2021, 14:28
- Hat sich bedankt: 1139 Mal
- Danksagung erhalten: 981 Mal
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Hortus-Netzwerk Unterstützer
Re: Hortus Grevenstein
Es freut mich wirklich zu hören, daß du trotzdem guter Dinge bist! Bei deinem Posting von gestern morgen habe ich mir schon ein bißchen Sorgen gemacht – zumal ich das halt alles selbst auch erlebt habe und aus erster Hand weiß, wie scheiße das ist, ums mal auf Gutdeutsch zu sagen.
Ich hab mich hier ja auch schon vor inzwischen längerer Zeit mit meiner Verzweiflung gemeldet, und der gute Zuspruch aus dem Forum hat mir damals tatsächlich geholfen.
Bezüglich dem gründlichen oder nicht gründlichen Vorgehen hast du Recht, ich hab mich da nicht genau ausgedrückt: ich hatte da auch Stauden & Co. im Kopf – aber ja: bei den zwiebeligen Frühlingsblühern gehen sie leider, bis auf die genannten Ausnahmen, sehr gründlich vor. Ich habe damals bei der Elfenkrokus-Aktion von @Gsaelzbaer mitgemacht, und davon sind sicher 90% verschwunden – aber es gibt auch eine Ecke, wo sie noch von den Wühlmäusen "ungefunden" sind und dort vermehren sie sich sogar. Und just in diesem Jahr tauchte auch ein Elfenkrokus in einer ganz anderen Ecke auf, wo wirklich viele Wühlmaushubbel im Rasen sind... es gibt also immer Hoffnung
Bei der Gelegenheit fällt mir noch ein, daß sich auch die Iris reticulata ganz gut hält – das ist zwar ein Neophyt, aber das sind schließlich die meisten Frühblüher (selbst Schneeglöckchen in weiten Teilen Deutschlands). NaturaDB verzeichnet da lediglich die Bunte Hummel als Besucher, aber das kann ich absolut nicht bestätigen, bei uns sind da diverse frühe Insekten dran zu finden.
Ich hab mich hier ja auch schon vor inzwischen längerer Zeit mit meiner Verzweiflung gemeldet, und der gute Zuspruch aus dem Forum hat mir damals tatsächlich geholfen.
Bezüglich dem gründlichen oder nicht gründlichen Vorgehen hast du Recht, ich hab mich da nicht genau ausgedrückt: ich hatte da auch Stauden & Co. im Kopf – aber ja: bei den zwiebeligen Frühlingsblühern gehen sie leider, bis auf die genannten Ausnahmen, sehr gründlich vor. Ich habe damals bei der Elfenkrokus-Aktion von @Gsaelzbaer mitgemacht, und davon sind sicher 90% verschwunden – aber es gibt auch eine Ecke, wo sie noch von den Wühlmäusen "ungefunden" sind und dort vermehren sie sich sogar. Und just in diesem Jahr tauchte auch ein Elfenkrokus in einer ganz anderen Ecke auf, wo wirklich viele Wühlmaushubbel im Rasen sind... es gibt also immer Hoffnung
Bei der Gelegenheit fällt mir noch ein, daß sich auch die Iris reticulata ganz gut hält – das ist zwar ein Neophyt, aber das sind schließlich die meisten Frühblüher (selbst Schneeglöckchen in weiten Teilen Deutschlands). NaturaDB verzeichnet da lediglich die Bunte Hummel als Besucher, aber das kann ich absolut nicht bestätigen, bei uns sind da diverse frühe Insekten dran zu finden.
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