Gestern verließ wieder mal eine nichtheimische Pflanze den hinteren Garten. Vor einigen Jahren hatte ich mir eine niedrigbleibende Mahonie für einen Schattenplatz eingebildet. Sie wuchs gut an, blühte aber im Schatten sehr verhalten und letztlich nahm sie Platz weg für etwas "Ordentliches"...
Als ich sie gestern ausgrub, staunte ich über das tiefgehende Wurzelwerk, ich bekam auch gar nicht alles raus. Zum Glück konnte ich sie noch gestern über nebenan.de verschenken, die Frau hat sich sehr gefreut. Und ich pflanzte dort gestern eine kompakt wachsende schwarze Johannisbeere ein. Vermutlich wird sie an dem schattigen Platz auch keine riesigen Mengen an Beeren liefern, aber ich verfolge ja das Ziel, das ganze Jahr über genug Beeren fürs Müsli zu haben und nichts mehr zukaufen zu müssen. Auch hier gilt: Jede Beere zählt..
Vorübergehend eingepflanzt habe ich auch eine schwarze Johannisbeere der Sorte Titania und eine kompakt bleibende Jostabeere. Wir müssen den Wurzelstumpf der alten Magnolie leider durch einen Fachbetrieb herausfräsen lassen, anders ist dem Monstrum nicht beizukommen. Mein Mann hat alles versucht von der Spitzhacke bis zur Säge. Wenn die Ecke endlich ganz frei ist, können wir eine Halbstammbirne dort pflanzen und an den Zaun kommen die Beerensträucher.
Wer keine Beeren mehr kauft, hört auf, den Wahnsinn der Plantagen in Wüstenregionen zu unterstützen, wo das allerletzte Wasser den Kleinbauern und Anwohnern gestohlen wird, damit die Wohlhabenden anderswo sich ihre gesunden Heidelbeeren in den Frühstücksquark geben können.
