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Zeigerpflanzen, was sagen sie uns über den Boden

Ich bin auf eine Seite gestoßen, die vielleicht bei der Einschätzung hilft, welcher Boden sich in unseren Gärten befindet.

Vielleicht könnt ihr ja auch von eigenen Erfahrungen berichten.

Ich schätze wir haben schweren, stickstoff- und humudsreichen Boden.

Wenn es das Wetter zulässt, werde ich mal eine genau Bestandsliste machen, welche Zeigerpflanzen sich wo im Garten befinden.

Primulaveris, Evy und 3 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
PrimulaverisEvyCaroline GrünGsaelzbaer

Buchempfehlung hierzu, nur noch gebraucht, die neue Variante ist nicht so gut:

 

https://www.zvab.com/gro%C3%9Fe-BLV-Pflanzenf%C3%BChrer-1500-Pflanzenarten-Deutschlands/22894737244/bd?cm_mmc=ggl-_-ZVAB_Shopp_TradeStandard-_-naa-_-naa&gclid=EAIaIQobChMIgfHF-dGK8AIVVYODBx1GSwcIEAQYAiABEgJoTPD_BwE

Dorothee hat auf diesen Beitrag reagiert.
Dorothee
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Ganz spannendes Thema

Zeigerpflanzen sind Pflanzen, die einen sehr speziellen Lebensraum (Boden, Klima, Wasser, Licht, Kleinklima) besiedeln können.

UND vor allem:

nur wenn der Lebensraum so speziell ist sind sie konkurrenzstark und kommen dort vermehrt vor.

Pflanzen gedeihen auf einer großen Spannbreite. Aber an den meisten Standorten werden sie überwuchert von dort konkurrenzstärkeren Pflanzen. (Das ist dann das was wir Unkraut jäten nennen)

Zeigerpflanzen sind recht einfach für die Extremstandorte.

Staunässe Binse

verdichteter schwerer Boden Ackerschachtelhalm

Sumpf Sumpfdotterblume

sehr trocken Mauerpfeffer

sehr trocken sehr sauer Waldwachtelweizen

Schwierig ist dann das ganze Spektrum dazwischen.

Bei mir z.B.

Brennnessel ist ein Stickstoffzeiger. Wiesenschaumkraut ein Zeiger für stickstoffarmen Boden. Sie wachsen in einem Abstand von ca. 1m nebeneinander.

Fast leichter ist es den Standort zu bestimmen durch das Fehlen bestimmter Pflanzen.

und einer der interessantesten Sätze finde ich diesbezüglich:

'Vegetation ist oft auch Zufall'

 

Malefiz, Primulaveris und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
MalefizPrimulaverisDorothee

Wiesenschaumkraut ist ein Zeiger für stickstoffarme Böden? Ich würde eher behaupten, sie sind ein Zeiger für feuchte und nährstoffreiche (stickstoffreiche) Lehmböden. So ist das bei mir im Garten, das Wiesenschaumkraut wächst wild im Vorgarten und hinten im Garten.

Malefiz, Simbienchen und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
MalefizSimbienchenDorotheeGsaelzbaer

Ich finde das mit den Zeigerpflanzen grundsätzlich spannend, allerdings gibt es bei mir nur eine Sorte Boden...schwerer Lehmboden. Ich hab Brennesseln, Löwenzahn, kriechenden Hahnenfuß, Schöllkraut, Ackerwinde, Gundermann,  stumpfblättrigen Ampfer und Giersch und nochmals Giersch in rauen Mengen.

Besonders beim Giersch weiß ich nicht, was los ist. Der ist seit diesem Jahr praktisch überall. Bis letztes Jahr war er nur in ein paar Ecken, aber jetzt hab ich fast keine Ecke mehr ohne. Ich komme dem gar nicht mehr bei. Er hat ja tolle Blüten und schmeckt auch gut, aber so viel müsste es dann doch nicht sein.

Malefiz und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
MalefizDorothee
Zitat von Kirsten am 20. April 2021, 15:02 Uhr

Ich finde das mit den Zeigerpflanzen grundsätzlich spannend, allerdings gibt es bei mir nur eine Sorte Boden...schwerer Lehmboden. Ich hab Brennesseln, Löwenzahn, kriechenden Hahnenfuß, Schöllkraut, Ackerwinde, Gundermann,  stumpfblättrigen Ampfer und Giersch und nochmals Giersch in rauen Mengen.

Besonders beim Giersch weiß ich nicht, was los ist. Der ist seit diesem Jahr praktisch überall. Bis letztes Jahr war er nur in ein paar Ecken, aber jetzt hab ich fast keine Ecke mehr ohne. Ich komme dem gar nicht mehr bei. Er hat ja tolle Blüten und schmeckt auch gut, aber so viel müsste es dann doch nicht sein.

Du sagst es, Giersch ist sehr, sehr, seeehr wüchsig.    Nachbarn haben mich gewarnt: Den kriegst Du nie wieder los. Mach den bloß raus! Da hab ich einfach mal "nur" eine kleine Experimentierecke gelassen. Als ich im kommenden Jahr sah, wie der sich entwickelte und immer dominanter wurde, hab ich mich entschlossen, ihn in einem großen Topf für den "Eigenbedarf" einzugrenzen.   Das funktioniert bis jetzt ganz gut.  Alles andere (war ja nur eine kleine Ecke, die aber trotzdem fast zwei Säcke Wurzeln ergab!)  hab ich gnadenlos eliminiert. na ja, irgendwie bringt man es eben doch nicht fertig, allem einfach nur seinen Lauf zu lassen......

Malefiz und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
MalefizGsaelzbaer

Topfhaltung

Man hat mal gesagt, das Grüne stetig rupfen, dann wird er weniger ... hab es über 20 Jahre nicht geschafft

Dorothee, Gsaelzbaer und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
DorotheeGsaelzbaerFloraJuliana
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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