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Teiche vs. Kleinstgewässer - Verständnisfrage zu einem Satz aus "Drei-Zonen-Garten"

Ich bin heute über einen Satz gestolpert und bei allem Überlegen verstehe ich das Problem, den Widerspruch oder was auch immer noch nicht.

Es geht um Seite 34, in kursiv im Buch "Drei-Zonen-Garten":

"Pfützen oder Kleinstgewässer aufzufüllen, mit der Aussage und oft Ausrede, der Teich nebenan bliebe aber erhalten, ist ein klares Zeichen für nicht vorhandenes ökologisches Wissen und Verständnis."

Kann mir jemand helfen?

 

Da geht es darum, dass unterschiedliche Tiere unterschiedliche Lebensräume brauchen. Den selten gewordenen Gelbbauchunken zum Beispiel nützt ein Teich nichts, sie benutzen ihn nicht - sie brauchen "Pfützen", die im Laufe des Jahres vielleicht auch mal ganz austrocknen (und damit ihre Feinde dezimieren). Wenn du nun also solche Kleingewässer einebnest und sagst: Ja, aber dafür baue ich ja einen Gartenteich, dann ist das ein ökologischer Schaden. Jedenfalls für die Unken im Beispiel. Es geht dem Herrn Gastl, so verstehe ich es, um ein Plädoyer dafür, die große Vielzahl von Lebensräumen zu erhalten. Nicht nur eine Auswahl, die dem Menschen in seiner homozentrierten Weltsicht hübsch vorkommt.

Martin, Malefiz und 4 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
MartinMalefizDorotheeGsaelzbaerKataFuxBounty

Ach, jetzt kapiere ich es auch... "auffüllen" meint also nicht mit Wasser, sondern mit Erde? Dann ergibt der Satz natürlich plötzlich Sinn. :kopfklatsch:

Primulaveris hat auf diesen Beitrag reagiert.
Primulaveris
Zitat von Primulaveris am 12. Mai 2021, 23:25 Uhr

Da geht es darum, dass unterschiedliche Tiere unterschiedliche Lebensräume brauchen. Den selten gewordenen Gelbbauchunken zum Beispiel nützt ein Teich nichts, sie benutzen ihn nicht - sie brauchen "Pfützen", die im Laufe des Jahres vielleicht auch mal ganz austrocknen (und damit ihre Feinde dezimieren). Wenn du nun also solche Kleingewässer einebnest und sagst: Ja, aber dafür baue ich ja einen Gartenteich, dann ist das ein ökologischer Schaden. Jedenfalls für die Unken im Beispiel. Es geht dem Herrn Gastl, so verstehe ich es, um ein Plädoyer dafür, die große Vielzahl von Lebensräumen zu erhalten. Nicht nur eine Auswahl, die dem Menschen in seiner homozentrierten Weltsicht hübsch vorkommt.

KataFux hat auf diesen Beitrag reagiert.
KataFux
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)
Zitat von Tillivilla am 13. Mai 2021, 0:00 Uhr

Ach, jetzt kapiere ich es auch... "auffüllen" meint also nicht mit Wasser, sondern mit Erde? Dann ergibt der Satz natürlich plötzlich Sinn. :kopfklatsch:

Ähm, ja. Genau so ging es mir auch. An Erde hatte ich nicht gedacht. Jetzt ist es klar. 

Primulaveris hat auf diesen Beitrag reagiert.
Primulaveris
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