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Hallo ihr Lieben,

mir bereitet eine zentrale Stelle im Garten ordentlich Kopfzerbrechen. Und zwar geht es um eine runde Fläche (ca. 3m Durchmesser), auf der ich im letzten Jahr eine Wildblumenwiese angesät habe. Irgendwas ging leider gehörig schief. :-( Zuerst wuchs das Grünzeug im Frühjahr viel zu dicht znd bedrängte sich gegenseitig, dann war war es ungefähr 2-3 Wochen lang tatsächlich ein schönes Blütenmeer, und dann wurde alles viel zu hoch, die Stängel legten sich durch den Wind um, gewisse Pflanzen nahmen Überhand... und mir blieb nix anderes übrig, als das meiste abzuschneiden und nur ein paar halbvertrocknete Stauden stehen zu lassen.

Nun sieht es aber nicht einfach nach gemähter Wiese aus (was im Juni/Juli ja normal wäre), sondern wie ein Stoppelfeld bzw. wie ein abgeernteter Acker! Furchtbar, und das mitten in unserem echt kleinen Garten direkt vor der Terrasse!

Was mach ich jetzt damit? Kann ich Wildstauden kaufen, gezielt dort einsetzen (statt anzusäen wie im Vorjahr) und den Rest einfach mal lassen und schauen, wie es sich nächstes Jahr entwickelt?

Oder soll ich direkt ein richtiges Magerbeet anlegen, mit Drainage, Schotter/Kies etc.? Aber das ist ja doch ein großer Aufwand, und wenn das dann auch wieder schiefgeht... bin etwas entmutigt momentan! :-(

Steingarten/Alpengarten wäre auch eine Möglichkeit (wir wohnen im Voralpenraum).

Ich bin da momentan etwas gelähmt, trau mich nix angehen solange ich nicht genau weiß was/wie... dazu kommt noch, dass wir hier in einer Reihenhaussiedlung leben, wo die naturnahen Gärten ziemlich unterrepräsentiert sind und wir optisch natürlich lieber anregen als abschrecken wollen!!

Hat jemand einen Rat für mich und kann mich wieder ein bisschen aufrichten?

Übrigens war es trotz der Minifläche toll zu beobachten, was alles für Insekten kamen (einzig die Feuerwanzen-Invasion war zu heftig), und sogar jetzt, wo nur noch ein paar Blüten da sind, entdecke ich immer wieder neue Tierchen! :-) Also was Blühendes muss da unbedingt wieder hin, die Stelle ist auch vollsonnig und prädestiniert dafür. ♥

Du schreibst "Voralpenraum"... also muß da ein alpiner Garten her, ganz klar!! Nicht entmutigen lassen, solche doofen Erlebnisse hat jeder mal.

Ich bin gespannt, was meine Insektenwiesen noch so tun werden. Mein lieber Mann hat die tollen Samen von Syringa, die für 50 qm ausgereicht hätten, auf geschätzt 12 oder 13 qm ausgesät... :-(   Es ist viel gekeimt und gewachsen, die ersten Blüten von Kornrade und Kornblume sind zu sehen. Aber es sieht nun alles sehr eng aus und ich frage mich, wie die weitere Entwicklung aussehen wird.

Mit einem hübschen und nützlichen alpinen Steingarten wirst Du viele Besucher begeistern und sensibilisieren können für die Bedürfnisse der Insekten.

 

Danke fürs Motivieren, tree! :-)

Ich kann dir nur raten, die Pflänzchen rechtzeitig auszudünnen wenn du siehst, dass es zu dicht wird... ich hab da wohl etwas zu sehr auf den selbstregulierenden Effekt vertraut!

Wenn die Pflanzen sehr dicht stehen, wachsen sie auch sehr hoch und bedrängen sich. Allerdings sollten die überleben, die sich am wohlsten mit dem Standort fühlen. Hast du dort sehr nährstoffreiche Erde? Welche Samenmischung hast du verwendet? Da gibt es große Unterschiede. Es kann auch in deinem Rondell wunderschön blühen....möchtest du aber den Wow-Effekt, wegen dem kleinen Garten, würde ich auf Alpinum gehen oder Wildstauden setzen. Bei den letzteren braucht man aber auch Geduld.

Willst du es nochmal  mit Samen probieren, dann  unbedingt vorher mit Sand abmagern.  Es hilft auch, das Saatgut vorher in einer Sandschüssel zu verteilen. Dann brauchst du nichts auszudünnen.

LG Sigrun

Hortus floridus montis/ Bergblumengarten

Ja, ich glaube auch, dass sie so hoch geworden sind, weil sie so dicht standen! Und diese überlangen dünnen Stängel sind halt in unserer windigen Gegend nix.

Es war normale Gartenerde dort, halbherzig mit etwas Sand abgemagert. Die Samenmischung war das "Bienenbuffet" von wildeblumen.at.

Ich tendiere jetzt wirklich zum Alpinum. Werde mich mal genauer damit befassen, wie das angelegt werden müsste (wenn jemand Tipps oder Links hat, bitte gerne!) und dann eine Entscheidung treffen. In den nächsten paar Wochen wird es sich wahrscheinlich eh nicht ausgehen, dass ich ein aufwändigeres Gartenprojekt starte, aber wenn ich zumindest weiß, wo die Reise hingehen soll, wird mir auch leichter sein. :-)

Bei kleinen Flächen lohnt es sich, gezielt geeignete Stauden mit genug Abstsnd zueinander im Herbst zu setzen und sich entwickeln zu lassen.

Ich habe auf einer ähnlichen kleinen Fläche Ochsenzunge und Kalk-Aster. Eingesät habe ich Färberkamille.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Danke für den Tipp, Brunnladesch. In welchem Abstand würdest du denn die Stauden setzen? Ich bin da echt etwas planlos, auch bei der Frage wieviele pro Sorte... und wie hält man den Boden dazwischen während des Wachstums frei? Jäten? Mulchen (womit)? Einjährige aussäen (welche)?

Mal schauen, was ich im Endeffekt mache...

@tillivilla falls du dich für das Alpinum entscheidest, hab ich hier eine tolle Kurzanleitung gefunden. Dafür ist eigentlich für deine kleine Fläche auch nicht so viel Aufwand erforderlich. Dort könntest du auch Hauswurze mit einfügen, die zum Beispiel jetzt im Juni/ Juli toll blühen.

https://www.gartenflora.de/mein-garten/gartenpraxis/gartengestaltung-dekoration/alpinum-lebensraum-fuer-minimalisten/

Wenn du die Fläche deiner ausgesäten Bienenmischung lassen möchtest, dann halte Ausschau nach Rosetten. Das sind die zweijährigen Pflanzen aus deiner Mischung, die erst nächstes Jahr blühen. Deshalb hatte ich nach dem Saatgut gefragt. Oft sind hier einjährige und zweijährige Pflanzen gemischt, damit man länger etwas davon hat. Deine Mischung war für 5 qm ausgelegt.

Zweijährig sind Nachtkerze und Königskerze. Anfang Juli sollte es noch ein zweites Mal gemäht werden und dann warten, falls du Geduld hast. Schau noch mal in den Link zu deiner Mischung. Vielleicht wirst du dann schlauer, was gekeimt ist.

https://wildeblumen.at/produkt/saatgutmischung-bienen-buffet-bauerngarten/

Liebe Grüße, Sigrun

schau doch mal bei Youtube

so als Anregung vor die Terrasse

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Ich danke euch vielmals für eure vielen hilfreichen Ratschläge, ihr seid toll!

Da ich wie gesagt in den nächsten paar Wochen voraussichtlich sowieso nicht dazu kommen werde, das richtig in Angriff zu nehmen, werde ich mich fürs Erste an Sigruns Tipp halten und die "Wiese" noch einmal mähen. Muss zwar zugeben, dass mir um die paar übrigen Blüher schon etwas leid ist, aber sie sehen ja doch reichlich merkwürdig aus ...

Die Kurzanleitung für den Steingarten und das Video über den Spaltengarten sind ja genial!! Das werde ich auf jeden Fall mit meinem Mann besprechen und mal fragen, was er dazu meint.

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