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Hortus St. Elisabeth

Von der LKW-Ladung Riesenwurzeln fiel einiges an Kleinkram an. Den sammelte ich über längere Zeit in einem Gartenabfallsack, stampfte immer gut fest und es regnete auch ab und zu hinein. Nach ein paar Wochen konnte ich das gut verwobene Gebilde am Stück stürzen und seitdem ziert es die Grenze an der Nordseite.

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Simbienchentree12StefanieDorotheeGsaelzbaer

Hey Marissa, bin schwer angetan, von dem was Du da machst. Tolle Ideen, findig, was die Materialbeschaffung betrifft   (siehe: Packung Merci) und in der Ausführung wird ja ganz schön rangeklotzt. Was Du da bereits an Naturmodulen geschaffen hast - Respekt! Macht Spaß, den Werdegang zu verfolgen.... Wie groß ist eigentlich St. Elisabeth?

Marissa und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
MarissaGsaelzbaer

Ich bin beeindruckt von deiner ausführlichen Vorstellung und davon, was du alles bereits geschafft hast. Wirklich toll!!

Was du beschreibst, habt ihr ja teilweise wirlich erschwerte Bedingungen, aber ich habe den Eindruck, ihr habt das Beste draus gemacht. Da sieht man auch wieder, dass jeder Hortus anders ist und dasselbe Schema nicht für alle gilt. Dass ihr an der Straße keine Büsche pflanzen dürft, ist natürlich sehr schade, aber immerhin gibt es da die übersehene Eberesche. Deine gestürzte Astskulptur aus dem Sack macht sich da echt gut. Das ist doch mal ein kretiver Reisighaufen

Marissa und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
MarissaGsaelzbaer

Vielen Dank für euer Lob! Das tut gut! Ich las jetzt auch einige andere Hortus-Vorstellungen durch und könnte sie alle verschlingen! Was für ein Pool an Ideen! Allerdings gab es etwas, das ich nicht so mochte und mir für meine Hortus-Vorstellung so nicht wünsche:

                            Smalltalk und Tipps, nach denen man nicht gefragt hat, unterbrechen den Lesefluss.

Der Leser (Edit: ich) sucht so etwas nicht unter der Rubrik "Mein Hortus und ich". Wie man z.B. eine Nisthilfe baut oder was man pflanzen könnte, kann man viel leichter unter einem anderen Thema recherchieren. Es tut mir leid, wenn ich da jetzt ein bisschen ungesellig rüberkomme, habe aber selber gemerkt, wie ich die Lust zum Lesen verlor, wenn ich zwei Seiten Belangloses, wie z.B. Verabredungen zum Grillen, überfliegen musste.

Falls ich Fragen habe, Hilfe suche oder ein einzelnes Projekt genauer beschreiben möchte, werde ich eine andere Rubrik nutzen. So profitieren mehr Leser davon.

Ich nehme Kritik trotzdem sehr gerne an. Auf grobe Fehler hingewiesen, würde ich dann auch den betroffenen Beitrag hier ergänzen, damit es keiner nachmacht. Ich gebe aber zu bedenken, dass es Markus Gastl selber nie um Perfektion ging, sondern er möchte, dass die Gärtner mit Freude und Kreativität daran gehen, Naturmodule zu bauen. Da soll niemandem der Schwung genommen werden und ich erlebe es selbst, dass die Natur bezüglich "falscher" Module sehr tolerant sein kann.

Zu den Fragen:

Das Grundstück hat 700 qm insgesamt und ich kann gar nicht genau sagen, wie groß die Gartenfläche ist. Aber vielleicht sollte ich das auch nicht so streng trennen. Vom Hausdach wird das Wasser aufgefangen, an der Hauswand hängt eine Insektennisthilfe, in vielen Zimmern wird das Gemüse vorgezogen, in den Fugen auf dem Hof wachsen Gras und Moos und in den Gittersteinen z.B. Taubenkropf-Leimkraut...Im Hortus hat ja auch der Mensch Platz und ein geschlossener Kreislauf wird angestrebt. Ja, deshalb ist es vielleicht unerheblich, wie groß genau die reine Gartenfläche ist. Das Haus selber hat eine Grundfläche von 100 qm, so kann man sich das ein bisschen im Verhältnis vorstellen auf dem Plan.

Erschwerte Bedingungen...
Nein, überhaupt nicht! Ich musste bis jetzt nur sehr selten den Spaten in die Hand nehmen -meistens zum Gehölze pflanzen und das geht im Herbst/Winter eher leicht. Die Garage hinterließ ein 40 bis 50 cm tiefes Loch und ich konnte Teich, Magerbeet, Wurzelhaufen und Käferkeller von unten aufbauen. Genauso die Eidechsenburg. Sie ist vielleicht nicht in der optimalen Größe, aber trotzdem mit 1 Meter Tiefe ein echter Glücksfall. Wenn ich sehe, was andere schwitzen müssen...

Simbienchen und Primulaveris haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenPrimulaveris
Zitat von Marissa am 26. Januar 2021, 23:05 Uhr

Die Nordseite

Auf der Nordseite ist ein Gravensteiner (Apfelbaum) gepflanzt. Er wurde mir von einer Baumschule als "alte, schwäbische Sorte" verkauft... (stimmt gar nicht!). Die Sorte soll recht anspruchsvoll und zickig sein.

Brombeeren (Black Satin) und Himbeeren dürfen sich im Wurzelhaufen breitmachen.

Am Magerbeet, nordöstlich, wächst Rosa Glauca.

Geb ich dir RECHT! Der Gravensteiner, Uromas einstiger Lieblingsapfel-ihr zu Ehren habe ich ihn auf ihrem alten "Stückle" gepflanzt(es gehört mittlerweile mir und ich habe es nach der Rodung wieder neu bepflanzt).

Ein Kümmerling.....wobei auf dem "Stückle" auch einige andere Sorten immer noch recht kümmerlich sind. Der Bohnapfel wächst hier noch am Besten

Aber hey, wenn der Gravensteiner mal anständig gewachsen ist und du eine Ernte absehen kannst, er schmeckt unverschämt gut

Bei uns heisst der übrigens auch "Ernteapfel"  -  Äärnepfl sagte Urgrossmutter immer

Marissa hat auf diesen Beitrag reagiert.
Marissa
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Liebe Marissa,

Lass mich kurz auf Deine Zeilen von heute früh, die ich aufmerksam durchgelesen habe, antworten. Vor allem ein paar Worte, zu dem, was du dir für deine Hortus-Vorstellung nicht wünschst. Verzeih, dass ich nicht mit einer PN reagiere, sondern es in diesem Falle doch öffentlich mache. Ich versuche jedoch, den "Small Talk" möglichst kurz zu halten. Ich verstehe natürlich Deine Meinung und werde Sie (was deine Seite angeht) selbstverständlich auch berücksichtigen. Versprochen! Und keine Angst, Du kommst deswegen für mich auch keinesfalls "ungesellig" rüber.

Ein 100%iges  JA, zu Deinem Verweis auf Markus Gastl, dem es nicht um Perfektion geht, sondern dem vielmehr daran gelegen ist, Menschen anzuregen, im Sinne der Natur zu Denken und zu Handeln.

Und sicher hast Du recht, dass man mit dem privaten Smalltalk hin und wieder auch mal über die Stränge schlägt. Ich gebe zu, ich verliere mich desweilen auch von Zeit zu Zeit gerne mal in einem (für mich) erfrischenden, privaten Geplänkel. Aber weißt Du – jeder Mensch tickt halt anders, und ich denke, das ist auch sein gutes Recht. Ich für meinen Teil reagiere sehr sensibel darauf, wenn jemand seine eigene Meinung als Non Plus Ultra und somit allgemeingültig darstellt. Und das ist mitunter manchmal eben nur ein ganz schmaler Grat, vom Kundtun seiner eigenen Meinung zur Bevormundung anderer.

Wenn Du zum Beispiel sagst: „Der Leser sucht so was an dieser Stelle nicht……“ dann heißt das automatisch : „Alle Leser“.  Ich für meinen Teil habe nun gar kein Problem damit, andere Hortus-Seiten zu lesen, und gegebenenfalls kleine private Breaks großzügig, mit Augenzwinkern zu überfliegen. Für mich gehört auch DAS (in Maßen wohlbemerkt) ganz einfach dazu. Und es langweilt mich keineswegs - ich finde es hingegen einfach erfrischend. Nun, vielleicht können wir ja versuchen, beide in Zukunft ein wenig kompromissbereiter zu sein. Ich versuche Deinen Rat ein wenig zu beherzigen, wenn ich mich das nächste Mal im „privaten Smalltalk“ zu verlieren drohe und Du springst bei Deiner nächsten Hortus-Recherche vielleicht ein wenig über Deinen Schatten und scrollst gegebenenfalls einfach  mal großzügig weiter……

Nimm´s wie (mein Lieblingszeichen) Yin und Yang. Es gibt kein absolutes Gut und Böse, nicht nur Schwarz oder Weiß. Richtig oder Falsch.  Es macht (und braucht) stets die Mischung und die Wahrheit liegt ja, wie wir wissen, bekanntlich irgendwo in der Mitte.

Und wie gesagt, verzeih, dass ich diese Zeilen nicht als PN geschickt habe, sondern auf diese Weise und ich hoffe und bitte darum, dass sie nicht missverstanden werden und jetzt als Diskussionsgrundlage dienen! Bitte nicht! Denn genau das ist es, was Marissa auf ihrer Seite nicht möchte. Und das sollten wir respektieren. Ich mach´s auch nie wieder Marissa. Versprochen.

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tree12PrimulaverisKirstenDorotheeGsaelzbaer

Alles gut, liebe @katafux. Es ist durchaus sehr charmant wie du das Forum mitprägst! Ich mach jetzt einfach weiter mit der Vorstellung, solange ich im Flow bin. Die Hortus-Anlage wäre soweit durch, aber ich habe gerade bemerkt, dass die Rubrik ja "Mein Hortus und ich" heißt.

ich bin...

Perfektionistin, Ästhetikerin, Autodidaktin, Schneidermeisterin, Selbstständige, Dozentin, (auf dem Weg zur) Minimalistin, Dreifachmutter, Ehefrau.

ich mag...

Entrümpeln, Flohmarkt, Fotografieren, Bewegung an der frischen Luft, Gärtnern, Klavierspielen, Tanzen, diy, Upcycling.

ich mag nicht...

Shopping, Fernsehen, Kochen, Kaffeekränzchen, Autofahren.

Mit dieser kurzen Aufzählung ist schon ein wenig erklärt, wie der Hortus St. Elisabeth so rasch angelegt werden konnte. Aber das musste er auch, denn nachdem ich mich an einem Thema so richtig festgebissen, jeden damit zu Tode genervt und es zur Meisterschaft gebracht habe, wird meine Aufmerksamkeit rasch wieder von etwas Neuem gefesselt. Der Garten wird vermutlich also nach der Fertigstellung in einen Dornröschenschlaf sinken, oder wie mein Nachbar sagt "ein Banngarten werden", weswegen es so wichtig war etwas anzulegen das verwildern darf.

Okay, doch noch ein Bild! Eine Seltenheit: Marissa hält die Füße still! Gegenüber genoss gerade @primulaveris die Natur, wie ich abends auf Fb lachend feststellte.

 

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tree12Primulaveris

Die Holzbienen

Bisher blühten in diesem Garten hauptsächlich Forsythie, gefüllte Dahlien, Edelrosen und Geranien. Daher liegt -ganz subjektiv betrachtet- der Anstieg an Insekten bei knapp 100 Prozent. Besonders auffällig unter ihnen ist natürlich die Blauschwarze Holzbiene, der riesige Brummer.

Im zeitigen Frühjahr waren die Holzbienen Dauergäste im blühenden Rucola-Feld. Später flogen sie auch auf Löwenmäulchen, Borretsch und Cosmea.

Noch wohnen die Holzbienen nicht bei uns, aber das weißfaule, stehende Totholz wäre jetzt da und Muskatellersalbeisamen auch.

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Simbienchentree12PrimulaverisStefanieDorothee

Die Rosenkäfer

Großer Rosenkäfer (mit Fühler hatte der bestimmt 3 cm Länge!)
Goldglänzender Rosenkäfer
Trauerrosenkäfer

Sie scheinen mir nicht wählerisch zu sein in der Auswahl der Blüten, aber viele müssen es sein.
Mulch, Kompost, Laub und Holzmulm liegen überall dick, der Boden wird nicht gehackt oder umgegraben, sodass ich jetzt gespannt bin, ob die Käferpopulation zunimmt. Die Igel würd's auch freuen...

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Simbienchentree12PrimulaverisStefanieDorothee

Über den Winter lasse ich alle Stauden und Gemüsepflanzen stehen. Die Distelfinken kommen jeden Tag vorbei. Im ersten Jahr zu zweit, jetzt schon zu acht. Im Sommer und Herbst mögen sie besonders gerne Kornblumen und Cosmeen, im Winter die Sonnenblumen. Die Disteln fangen allmählich an sich hier zu verbreiten -von jedem Spaziergang bringe ich ein paar Samen mit- und von allen Wildkräutern scheinen sie am häufigsten verständnisloses Kopfschütteln zu ernten. Dabei kommen sie so wundervoll wild rüber!

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