Insektenportät (7): Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)
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Insektenportät (7): Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)
Ihr Aussehen ähnelt der heimischen Hornisse (Vespa crabro).
Die Fliegen erreichen eine Körperlänge von 16 bis 22 Millimetern und sind damit für mitteleuropäische Schwebfliegen relativ groß.
Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier in die Nestern von Wespen, Hornissen oder Hummeln. Nach dem Schlupf ernähren sich die Larven von toten und sterbenden Insekten und Detritus. Somit nimmt die Larve eine Art „Hygienefunktion“ durch Kadaverbeseitigung in den Nestern wahr.
Die Larve verpuppt sich im Erdreich, wo sie als Puppe überwintert. Im nächsten Frühjahr, etwa ab Anfang Mai, schlüpft eine neue Generation Hornissenschwebfliegen.
Hornissenschwebfliegen kommen in Europa und Asien bis in den Westen Sibiriens sowie in Nordafrika vor. Im Zuge der Klimaerwärmung dehnt sich zu Beginn des 21. Jh. das Verbreitungsgebiet ins südliche Nordeuropa aus.
Sie leben auf Wiesen in der Nähe von Wäldern und fliegen in Mitteleuropa meist von Mai/Juni bis September. Die Fliegen saugen Nektar an verschiedenen blühenden Pflanzen, wie beispielsweise an Baldrian, Oregano, Ross-Minze, Skabiosen, Hartriegel, Liguster, Kuhschellen oder Portulakgewächsen.