
Auch ich mochte zunächst diese "langweiligen und biederen" Primelkissen im Garten nicht sonderlich. Das mattenartige Ausbreiten gefiel mir nicht, ich empfand sie schon fast als lästig. Meinen Sinneswandel habe ich Reinhard Witt zu verdanken, durch seine Bücher hörte ich erstmals von den "Karnevalsprimeln" der Gärten der 50er und 60er Jahre und was für einen Schatz sie darstellen.
Seitdem bin ich absolut mit ihnen versöhnt, sehe ihren ökologischen Wert für frühe Blütenbesucher, weiß ihre Pflegeleichtigkeit und ihr lockeres Ausbreiten zu schätzen. Und wo Primeln sich mattenartig vermehren, wächst auch kein Rasen mehr! (Der Rasen ist heutzutage das "Unkraut" für mich.) Es ist auch spannend, immer wieder neue Farbvarianten der bestrickenden Primeln zu entdecken. Wo Winterlinge oder zarte Krokusse oft nicht wiederkommen, ist auf die beständigen Primeln immer Verlaß!
Schauen, warten, staunen, Farben genießen...
