Hortus St. Elisabeth

Marissa
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Re: Hortus St. Elisabeth

Beitrag von Marissa »

tree12 hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 13:20 Was für Substrat ist in den Ginstertöpfen, wie lange hast Du sie schon und wie oft gießt Du im Hochsommer?
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich zu dem Zeitpunkt viel gebrauchten Blähton und Tongranulat über Kleinanzeigen ergattert. Den mischte ich mit Gartenerde - eher lehmig bei mir - und mit torffreier Blumenerde. Und ich hatte da auch viel Lehm mit kleinen Kalksteinen, der von den Wurzeln der Stumpery abfiel. Alles je zu einem Viertel ungefähr und gut vermischt.

Ich gieße die zwei Ginster sehr sparsam alle 2 Tage. Sie könnten aber länger aushalten, da bin ich sicher. Einmal in der Woche üppig könnte wahrscheinlich funktionieren. Aber ich muss in der Ecke noch andere Töpfe gießen und es sind unterm Rosenginster noch Katzenpfötchen gepflanzt, also bekommen die zwei eben auch ihren Schluck.

Im Winter habe ich nicht gegossen.

Ich glaube, ich habe die zwei schon über zwei Winter bekommen. Sie haben auf jeden Fall schon zwei Mal bei mir geblüht.

Sie haben keine Untersetzer. Stehen nur auf Holzbrettchen seit dem letzten Winter.

download/file.php?id=9937&mode=view
Hier ist ein Bild vom Januar 2025, also muss ich sie im Herbst zuvor gepflanzt haben. Rosenginster kann flache Töpfe, Kissenginster lieber tiefer ...
Marissa
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Re: Hortus St. Elisabeth

Beitrag von Marissa »

Hallo liebe Netzwerker,

abends und morgens, wenn es kühler ist, sitze ich gemütlich neben meinem Hortus, lausche und beobachte. Während es bei den Nachbarn entweder knusprig braun ist oder jeden Tag gegossen wird, klappt das meiste bei mir ganz ohne Eingriffe. Dort, wo ich nie eingreife, klappt es am besten - sprich: es ist grün und fruchtet, die passenden Pflanzen siedeln sich selbst an. In der Ertragszone gieße ich jeden zweiten Tag, Töpfe und frisch Gepflanztes bekommen auch regelmäßig etwas. Die Regenwasser-Zisterne ist noch nicht leer.
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Die Brombeeren in der Stumpery liefern wieder ordentlich ab. Durch die vielen Sonnenstunden sind die Früchte dieses Jahr süßer. Das Magerbeet wirkt jetzt hochsommerlich-struppig. Ungewöhnlichen Dürrestress im Vergleich zu Vorjahren kann ich dort keinen feststellen. Offensichtlich passte die Pflanzenauswahl.
Die Brombeeren in der Stumpery liefern wieder ordentlich ab. Durch die vielen Sonnenstunden sind die Früchte dieses Jahr süßer. Das Magerbeet wirkt jetzt hochsommerlich-struppig. Ungewöhnlichen Dürrestress im Vergleich zu Vorjahren kann ich dort keinen feststellen. Offensichtlich passte die Pflanzenauswahl.
Der Flachteich ist seit Monaten nur eine Pfütze. Die Pflanzen vom Rand wandern in die Mitte, sodass es nun eher ein Sumpfbeet wird. Diesen Wasserstand halte ich mit täglich einer Gießkanne Regenwasser.
Der Flachteich ist seit Monaten nur eine Pfütze. Die Pflanzen vom Rand wandern in die Mitte, sodass es nun eher ein Sumpfbeet wird. Diesen Wasserstand halte ich mit täglich einer Gießkanne Regenwasser.
Tagpfauenauge auf Wilder Karde
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Schachbrett auf Tauben-Skabiose
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Skabiosen-Langhornmotte
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Marissa
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Re: Hortus St. Elisabeth

Beitrag von Marissa »

Ich finde, der Hortus St. Elisabeth steckt die Hitze und Dürre prima weg bis jetzt. Es ist grün, die Bäume fruchten, sogar junge Sämlinge habe ich entdeckt.

Die folgenden Bilder zeigen die vollsonnige Südseite. Hier habe ich nicht abgemagert, nur die Grasnarbe entfernt. Es erschien mir nicht logisch unter den vielen laubabwerfenden Gehölzen ein Magerbeet anzulegen. Ich pflanzte wild durcheinander Gehölze und Stauden, warf ringsum viel Totholz hin und mulchte im Gemüsegarten und die Baumscheiben. Bis jetzt scheint der Plan aufzugehen.
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Diesen Rotkohl habe ich im Sommer 2025 in den Gemüsegarten gepflanzt. Er wurde dann nicht fertig bis zum Winter und erst im Sommer 2026 konnte ich einen schönen Kopf ernten. Jetzt bildet er noch weitere 5 Köpfchen aus. Gegossen habe ich ihn nur nach dem Auspflanzen 2025 und dann nicht mehr. Er muss irre tiefe Wurzeln haben. Alle Kohlsorten von diesem Jahr kommen auch schon ohne Gießen zurecht.
Diesen Rotkohl habe ich im Sommer 2025 in den Gemüsegarten gepflanzt. Er wurde dann nicht fertig bis zum Winter und erst im Sommer 2026 konnte ich einen schönen Kopf ernten. Jetzt bildet er noch weitere 5 Köpfchen aus. Gegossen habe ich ihn nur nach dem Auspflanzen 2025 und dann nicht mehr. Er muss irre tiefe Wurzeln haben. Alle Kohlsorten von diesem Jahr kommen auch schon ohne Gießen zurecht.
Echter Eibisch mag es angeblich etwas frischer. Aber plötzlich wuchs und blühte ein Exemplar im Mulch des Gemüsegartens - vollsonnig und komplett ohne Gießen an dieser Stelle.
Echter Eibisch mag es angeblich etwas frischer. Aber plötzlich wuchs und blühte ein Exemplar im Mulch des Gemüsegartens - vollsonnig und komplett ohne Gießen an dieser Stelle.
Am Gehweg und Gartenzaun entlang lege ich von Beginn der Hortusgestaltung an immer wieder Material auf die schmale Totholzhecke. Sie steht ganz ohne Stützen. Hier brezelt die Sonne unbarmherzig in den Garten. Ich bin mir sicher, dass kein Strauch an dieser Stelle angewachsen wäre ohne diesen Schattenspender. Ich gieße alles nur sporadisch ein paar Wochen lang nach dem Einpflanzen.
Am Gehweg und Gartenzaun entlang lege ich von Beginn der Hortusgestaltung an immer wieder Material auf die schmale Totholzhecke. Sie steht ganz ohne Stützen. Hier brezelt die Sonne unbarmherzig in den Garten. Ich bin mir sicher, dass kein Strauch an dieser Stelle angewachsen wäre ohne diesen Schattenspender. Ich gieße alles nur sporadisch ein paar Wochen lang nach dem Einpflanzen.
Südseite, vollsonnig. Ich gehe hier nur rein, wenn ich einen invasiven Neophyten entdecke. Einmal im Jahr schneide ich die Stauden zurück - theoretisch. Manchmal klappt das nicht, weil es zu spät warm wird und der Neuaustrieb schon wieder zu hoch steht. Gras gibt es so gut wie keines.
Südseite, vollsonnig. Ich gehe hier nur rein, wenn ich einen invasiven Neophyten entdecke. Einmal im Jahr schneide ich die Stauden zurück - theoretisch. Manchmal klappt das nicht, weil es zu spät warm wird und der Neuaustrieb schon wieder zu hoch steht. Gras gibt es so gut wie keines.
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Re: Hortus St. Elisabeth

Beitrag von tree12 »

@Marissa

Ich kam auf die Idee, Berthold Daubner anzuschreiben wegen der Wildform der Prunus fruticosa...

In seinem Video über seine eigene Wildstaudengärtnerei mit geplanter Gehölzanzucht sprüht er mal wieder nur so vor Begeisterung fürs gute Projekt. Wie immer ließ seine Antwort nicht lange auf sich warten... Ich hatte vorgeschlagen, vielleicht auch Markus Burkhard ins Boot zu holen (der das Gehölz ebenfalls noch nicht im Sortiment hat). Die beiden stehen in regelmäßigem Kontakt. Im November starten die Heckentage Niederösterreich, für Markus sollte es auf jeden Fall möglich sein, sich Saatgut oder Einjährige zu besorgen....

Berthold freute sich über mein Lob wegen der eigenen Gärtnerei, meinte, er hätte noch keine Quelle für Saatgut bezüglich der Prunus fruticosa, aber sobald sich eine aufgetan hätte, würde er den Strauch ins Sortiment aufnehmen.

Wir können also hoffen, in ein paar Jahren diesen wertvollen Kleinstrauch kaufen zu können. :dafuer
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Re: Hortus St. Elisabeth

Beitrag von Marissa »

@tree12 Du bist der Knaller!!! Danke schön!

Zur Erklärung an Mitleser: Ich las in ihrem Blog, dass sie dieses Gehölz im Garten hat und fragte, ob sie vielleicht Saatgut oder Ableger hätte. Hat sie leider noch nicht. Das Gehölz wurde mir angezeigt, als ich in naturadb die Filter trocken und sonnig setzte. Danach ging die frustrierende Suche in den Shops los ...
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Re: Hortus St. Elisabeth

Beitrag von tree12 »

Danke für Dein Lob, liebe Marissa, ich freue mich drüber! :knuddel

Generell habe ich die Erfahrung gemacht, die echten Naturgärtner, bei denen das Naturgärtnern Beruf und Berufung ist, sind immer dankbar für Tipps, Anregungen, Fragen oder auch mal Kritik von Interessierten. Sie antworten schnell und wertschätzend und schon öfter durfte ich eine Anregung liefern. Egal, ob bei NaturaDB, Naturgarten oder Berthold.

Wir alle zusammen sind die Community, die sich unermüdlich für die Natur und den Klimaschutz einsetzt. :winken
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Re: Hortus St. Elisabeth

Beitrag von Poco Loco »

Ich glaube, diese Kirsche geistert als Wildform bei uns in der Gegend herum und auch durch unseren Garten. Mein Heimatort hat seit dem Mittelalter eine Kirschplantage mit etwa 1500 Bäumen (wir haben beim Soaziergang mal gezähltundsindauf 99 Reihen gekommen, jede mit etwa 10 bis 20 Bäumen).

Im Garten gibt es dann öfter mal Kirschbüsche, die zwergig bleiben, Ausläufer bilden, kleine rote, recht saure Früchte haben und bei Vögeln und Insekten beliebt sind.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass wir bei unserer ersten Pyramide einen ausgewachsenen gekappt haben. Aber vielleicht hat das Wurzelwerk die gleich nach Errichtung vor etwa fünf Jahren eingezogene Erdkröte begeistert.
Viele Grüße
Poco Loco
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