Hortus arvicolae

tree12
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von tree12 »

Hackt noch nicht immer so auf dem armen Vinca minor herum.... :D

Es hat viel Nektar, ernährt Bienen, Hummeln, Wollschweber und Schmetterlinge.

https://www.naturadb.de/pflanzen/vinca-minor/

Ok, es neigt zum Wuchern, es ist nicht sonderlich hübsch, gefühlt jeder zweite Gartenbesitzer hat es, aber: es wächst dort, wo sonst oft nix wächst. So richtig mag ich es auch nicht, doch es wächst bei mir im Vollschatten mit Wurzeldruck, sogar ohne Kalk im Boden, es blüht sogar. Im Sommer ist der Standort absolut trocken, im harten Lehm. Wäre nicht das Vinca minor, das jetzt ca. 2 qm einnimmt, würden diese 2 qm rein gar niemanden ernähren.

Mein Fazit: es hat seine Daseinsberechtigung an Extremstandorten im Garten. Man muß es ja nicht angucken... :lol
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Dorfgaertner
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Dorfgaertner »

tree12 hat geschrieben: Mo 27. Apr 2026, 19:56 Hackt noch nicht immer so auf dem armen Vinca minor herum.... :D
:D
Ja, stimmt schon, an der richtigen Stelle ist es ok und blüht auch nett. Aber es wuchert halt wirklich überall... Wie du ja auch sagst, kann es gut im Vollschatten stehen – aber bei uns stand es vollsonnig und wucherte trotzdem. In sonnigen Jahren bekam es dann braune Flecken auf den Blättern (Sonnenbrand mutmaßlich, oder vlt. Trockenstreß), sah dann also auch nicht mehr unbedingt schön aus, und wucherte trotzdem unbeirrt weiter. Um es wirklich an einem Platz zu halten, braucht es quasi kontinuierliche Überwachung. Und dieser Hangbeetstreifen ist zudem wirklich nicht so toll begehbar.

Nicht unerwähnt lassen kann ich da außerdem die Fähigkeit, aus Wurzelresten wieder auszutreiben... Ich gehe also stark davon aus, daß ich im Laufe des Jahres noch mehrfach Vincas aus der Beetfläche werde ausgraben müssen... Und in dem Wollziest, der noch von der alten/ersten Bepflanzung übrig ist und der nur noch auf dem Steinsims zur Straße hin wächst (s.o., zweites Bild ganz rechts in der Ecke) hat sich außerdem auch Vinca reingezeckt – den konnte ich da aber nicht ordentlich rausbekommen, ohne den Wollziest kaputtzumachen. [Hier würde jetzt ein Cartoon-Smiley passen, der sich lachend mit dem Hammer auf den eigenen Kopf haut... ;)] D.h., ich werde mutmaßlich die nächsten zwei Jahre (oder mehr) alle 14 Tage einen Kontrollgang machen müssen, um die neuen Austriebe abzupflücken und zu hoffen, daß die Pflanze irgendwann aufgibt....
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Ann1981
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Ann1981 »

Solche regelmäßigen Pflegestellen habe ich auch. Ich bin gespannt, wie lange Mahonie die Prozedur mitmacht.

Im Kleingarten sammelte ich das Schöllkraut ein um damit zu mulchen. Du findest sicher auch irgendwo eine kreislauffähige Pflanze.
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Dorfgaertner
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Dorfgaertner »

Ich hatte ja vor fast genau einem Jahr den Plan verkündet, Rainfarn hier anzusiedeln und hatte dann aber keine Updates mehr gegeben.

Also, das Saatgut kam an, keimte gut, und ging dann ein (normale Anzuchterde). Dieses Jahr habe ich es in Kokossubstrat versucht, das gleiche Spiel... :| Ich weiß auch nicht, was ich falsch mache... :? :ka

Jedenfalls habe ich mich dann vor ein paar Wochen entschieden, den einfach im Topf zu kaufen, und hab das dann bei Gaißmayer gemacht. Die hatten noch ein, zwei andere Pflanzen, die ich noch "brauchte" (haben wollte ;)), das passte also gut.
Dort sah ich zufällig, daß die auch das Schmalblättr. Weidenröschen haben, mit dem ich auch kein Aussaat-Glück hatte. Leider nur in weiß... hab dann zwei davon bestellt und mir gedacht, daß wenn die sich etablieren, sie früher oder später sicher in die eigentliche Blütenfarbe umschlagen. Tja, und ein paar Tage später habe ich dann noch woanders doch die Wildform nachbestellt :D :tuete

Es sind drei Rainfarne und zwei weiße Weidenröschen (auf die Wildform (3 Stück) warte ich noch). Alles kommt in den "neuen" Gartenbereich ganz hinten, wo ich am liebsten eine Hochstaudenflur vor den Gehölzen hätte. Derzeit pflanze ich noch eher zwischen oder leicht vor die "Hecke", da da noch viel Platz ist. Ich nehme an, daß die Pflanzen im Laufe der Jahre dem Licht hinterherwachsen; zudem wird dort der Hang etwas steiler und ich hoffe, daß die Pflanzen sich dann quasi den Hang runter Richtung Süden von alleine aussäen.

Da die Schnecken sich über dort im Schatten gepflanztes Lungenkraut hergemacht haben, was ich bislang als völlig schneckenresistent wahrgenommen hatte, sind die Pflanzen erstmal mit einem Schneckenkragen ausgestattet, bis sie etwas größer werden...

Rainfarn:
20260503_135059.jpg
Weidenröschen:
20260503_135128.jpg
Die neu gepflanzte Alpen-Johannisbeere (die durchaus nicht nur in den Alpen vorkommt) hat ihre Miniatur-Blüten geöffnet:
20260503_135021.jpg
Und die wilde Stachelbeere blüht auch:
20260503_134919.jpg
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Ann1981 »

Falls du noch mehr Versuchsrainfarn benötigst, melde dich gern! In meiner Tiny-forest-Hecke stehen noch ein paar Exemplare, denen es dort auf Dauer möglicherweise nicht gefallen wird. Für meinen geplanten Staudenteil in der Wiese sind schon mehr als genug umgezogen.
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Dorfgaertner »

Ann1981 hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 09:06 Falls du noch mehr Versuchsrainfarn benötigst, melde dich gern!
Ja, also vielleicht mache ich das wirklich noch :D Vielen Dank auf jeden Fall für das Angebot. Einer der Rainfarne wurde direkt in der ersten Nacht trotz Schneckenkragen angefressen, und jetzt hat es in den letzten zwei Tagen schön geregnet...

Es ist wirklich ganz interessant zu beobachten: oberhalb der "neuen" Fläche, also jenseits der Grundstücksgrenze, kommt erstmal nur Wiese (Pferdekoppel), dann Feldweg, dann Acker. Irgendwie habe ich den Eindruck, daß von dort die Nackschnecken zu uns migrieren und auf dem Weg auch Pflanzen mitnehmen, die sie in den Gartenbereichen nah am Haus links liegenlassen. Absolut bißfrei ist da eigentlich nur die Kleinblütige Königskerze geblieben... Meine These ist, daß die steigende Pflanzenvielfalt Richtung Haus inzwischen "wirkt" und die Nacktschnecken sich bei der großen Auswahl dann nur noch die Leckerbissen holen...
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Alma »

Ann1981 hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 09:06 Falls du noch mehr Versuchsrainfarn benötigst, melde dich gern! In meiner Tiny-forest-Hecke stehen noch ein paar Exemplare, denen es dort auf Dauer möglicherweise nicht gefallen wird. Für meinen geplanten Staudenteil in der Wiese sind schon mehr als genug umgezogen.
Falls du noch mehr von dem mega wuchernden Rainfarn möchtest hätte ich auch noch sehr viel ...
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Dorfgaertner »

Alma hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 19:32 Falls du noch mehr von dem mega wuchernden Rainfarn möchtest hätte ich auch noch sehr viel ...
Ich merke schon, der Rainfarn hat seinen gewissen Ruf... :D Wahrscheinlich zurecht, tatsächlich waren schon in den Gärtnerei-Töpfen kurze Ausläufer zu finden. Aber "da hinten" wo ich ihn gepflanzt habe, ist mir wirklich ganz egal, was er macht. Da darf er auch gerne großflächig wachsen, und wenn er will, kann er auch 100 Quadratmeter haben. Das war ja bislang von Brombeermassen besetzte Fläche, an deren Rand wir unsere Komposthaufen haben. Ansonsten ist da nix und ich habe auch keine konkreten Pläne, außer halt Lebensraum für Tiere. Staudenmäßig setze ich auf Rainfarn, Königskerze und Weidenröschen. Beifuß soll auch noch hin. Und wenn die da eskalieren, würde ich mich sehr freuen :) :giessen

Die Bilanz von diesen paar wenigen Pflanzenarten ist jedenfalls super: 3 Arten Königskerze, Beifuß, Weidenröschen und Rainfarn, also nur 6 Pflanzenarten, bieten 206 Tieren einen Nutzen, darunter 79 Raupen und 86 Wildbienen. Da kann man nicht meckern, finde ich ;)
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Ann1981 »

Beifuß mag ich auch sehr gern, sogar oder besonders seinen Geruch. Außerdem ist er eine der wenigen Pflanzen, die unter einer Thuja gedeihen. Deshalb machte ich ein paar Stecklinge.

So richtig wuchert der Rainfarn im großen Garten nicht. Das liegt vermutlich an dem toten Boden. Beim Umsetzen habe ich scheinbar nur ein paar Wurzeln übersehen.

Wenige Pflanzenarten auf viel Platz = Massentracht. Das ist gut.
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Re: Hortus arvicolae

Beitrag von Dorfgaertner »

Ann1981 hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 08:18 Beifuß mag ich auch sehr gern, sogar oder besonders seinen Geruch. Außerdem ist er eine der wenigen Pflanzen, die unter einer Thuja gedeihen. Deshalb machte ich ein paar Stecklinge.

So richtig wuchert der Rainfarn im großen Garten nicht. Das liegt vermutlich an dem toten Boden. Beim Umsetzen habe ich scheinbar nur ein paar Wurzeln übersehen.

Wenige Pflanzenarten auf viel Platz = Massentracht. Das ist gut.
Ja, ich finde den Geruch von Beifuß auch "irgendwie schön" :) Den habe ich tatsächlich schon ein Weilchen auf meiner To-have-Liste – eines Tages fiel mir plötzlich auf, daß ich schon ewig keinen Beifuß mehr gesehen hatte, obwohl der in Kindheit und Jugend ein häufiger Anblick war. Laut NaturaDB sei der deutschlandweit häufig, vielleicht wohnen wir hier nur in einer Ecke, wo er halt etwas weniger häufig ist. Aber mein Pessimismus leitete mich zu dem Schluß, daß der andauernde Verlust von Brachflächen und der ungebrochene Einsatz von Pflanzengiften dem wohl auch zusetzt.
Wermut, also den Bruder sozusagen, haben wir aufgrund der Verfügbarkeit im Handel schon im Garten – der ist ja auch nicht schlecht und dient als zuverlässiger Blattlausträger den Marienkäfern. Aber der Beifuß hat halt noch mal gut 10 Raupen und knapp 20 Wildbienen mehr als Wermut.

Wenn übrigens jemand Anekdoten von großen Beifußbeständen hat, gerne her damit – vielleicht arbeitet das meinem Pessimismus entgegen :D
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