Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Hier finden alle Fragen, Antworten und Anregungen zum Prinzip des Drei-Zonen-Gartens Platz, die sich nicht konkret auf eine Zone beziehen. Des weiteren finden hier allgemeine Gartenfragen ihr Zuhause.
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Simbienchen
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Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Beitrag von Simbienchen »

Manchmal steht man da und sucht nach sinnvollen Ideen, hier können wir zu diesem Thema tolle Impressionen sammeln.
Wie habt ihr eure Beete eingerahmt, eure Wege gestaltet und aus welchem Material sind sie entstanden?

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Für die verschiedenen Begebenheiten der Zonen bieten sich verschiedene Materialien zur Begrenzung oder Einfassungen an. Sie sollen zum einen verhindern, dass unerwünschte Beikräuter (oder Wurzelsperre gegen Gras/Rasen) in Beete hineinwachsen um den Konkurrenzdruck zu unterdrücken, die Pflegearbeiten vereinfachen und optisch Struktur bringen.

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Recyclingmaterialien wie Tonsteine und - Ziegel, Dachpfannen, Dachbalken oder andere Begrenzungssteine bieten sich sehr gut an, aber auch eigene Materialien aus dem Hortus (Natursteine, Äste, Ruten oder Stammstücke) können oftmals (durchaus auch immer wieder neu und kostenlos ) sinnvoll und kreativ genutzt werden.

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Holzige Materialien sind zudem sehr wertvoll, da sie verarbeitet und irgendwann zu Humus werden, da schließt sich auch wieder ein sinnvoller Kreislauf im Hortus.

Zeigt uns doch mal eure kreativen Ideen und Gedanken... :winken
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norbert
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Re: Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Beitrag von norbert »

In einem früheren Garten gab es kleinwüchsigen Buchs als Umrandung. Das sah gut aus und war durchweg pflegeleicht und erfüllte die Erwartungen. Dann gab es den Buchsbaumzünsler.

Im aktuellen Garten gibt es keine Umrandungen mehr: Es gibt Beet und Nicht-Beet. Das Nicht-Beet kann Weg oder Wiese oder sonst etwas sein. Einzig am Rand der Parzelle zum vorhandenen Weg durch die Anlage (der nicht zur Parzelle gehört), haben wir hinter den Betonsteinen eine knapp 15 m lange Reihe von Schnittlauch gesteckt (wegen der rosa Knubbel-Blüten). Aber das ist keine Umrandung oder so etwas, sondern eher so eine Art Markierung.

Die Umrandung fehlt nicht: Die Beete werden bearbeitet - also gehackt, geharkt, gemulcht oder sind sonstwie ohne einen permanenten Bewuchs (auch eine Gründüngung ist ja nur vergleichsweise kurzzeitig vorhanden). Und deshalb sind sie ach als solche erkennbar.
Ausserhalb der Beete wächst halt, was durchhält. 'Durchhalten' können etliche Pflanzen nicht auf Wegen: Da wird halt bei Bedarf gesichelt oder manchmal mit einem Rasenmäher gemäht (die Wege sind nur geringfügig breiter als die Mähbreite und mit einmal Hin und einmal Her ist alles getan)

Die Beete sind mit Schnüren markiert - das haben wir vor ein paar Jahren gemacht und die Schnüre liegen seitdem dort. Im Frühjahr bei Beginn der Beetbearbeitung werden sie hervorgezogen, damit klar ist, wo die Beetgrenzen sein sollen. Nach ein paar Wochen sind sie auf wieder überwuchert oder versunken.

Es sieht nicht so akkurat aus wie ein GaLa-Meister sich das vorstellen könnte. Aber ich bin Amateur. Und wenn der Kürbis über den Weg wandert oder auf dem Weg aus Versehen ein Fenchelsamen aufgeht - dann ist das so und bleibt so bis zum Herbst.
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Somnia
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Re: Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Beitrag von Somnia »

Ich habe einige Beete mit Ziegeln abgegrenzt:
- das Himbeerbeet zum Nachbarsrasen, zu meiner Wiese ist es (noch) offen.
-ein Beet in der Ertragsrampe komplett mit Ziegeln erhöht.
-andere Beete in der Ertragsrampe werden durch alte Fensterbänke und Schwartenbretter begrenzt, durch den Rampencharakter muss ich mindestens eine Seite abstufen

Mein Waldbeet und mein Magerbeet werden durch kleine Mäuerchen begrenzt -ebenfalls dem Hang geschuldet.
Das Waldbeet bekommt immer reichlich Blätter, um den Waldcharakter zu behalten, und weil die über die Mauer hangabwärts rutschen, hat es einen niedrigen Zaun aus Weide geflochten bekommen. Die Staken sind Hasel, der hält besser.

Und die Kräuterspirale bzw. die Terassenbeete sind auch mit Mauern begrenzt-der Hang machts nötig. So aus Ordnungsdrang hätt ich das nicht gemacht
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Dorfgaertner
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Re: Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Beitrag von Dorfgaertner »

Das ist ein schönes Thema, @Simbienchen! Wenn der Schnee weg ist, werde ich auch mal Bilder posten.
Bis dahin hätte ich aber eine allgemeine Frage: wie löst ihr das Problem des kontinuierlichen Gras-"Angriffs" auf die Begrenzungen? Oder löst ihr es einfach durch kontinuierliches jäten? Aber was macht ihr dann mit den unterirdischen Grasausläufern, die plötzlich im Beet auftauchen und käum zu jäten sind, ohne andere Blumen/Stauden dabei ausgraben zu müssen? Oder ist das ein ich-Problem und bei anderen ist das nicht so schlimm, z.B. weil ich einfach Pech mit den Grasarten im Rasen hab?

Ich muss immer häufiger an die Beetberenzungen meiner Mutter von früher denken – sie machte in den 1990ern so V-förmige "Schützengräben" ;) zwischen Rasen und Beet (hat das aber nach einem Umzug bei den neuen Beeten nicht mehr fortgesetzt). Ich fand die, schon damals, nicht besonders schön, aber sie haben meiner Erinnerung nach funktioniert. Nur weiß ich nicht, wie man dabei die Linie an der gleichen Stelle hielt, weil man ja regelmäßig mit dem Spaten immer eine dünne Brotscheibe Erdscheibe abstechen muss, um das zu erhalten...

Klar: man kann natürlich einfach sehr regelmäßig hinterher sein und alles, was kommt, wegjäten. Aber die unterirdischen Ausläufer kommen halt trotzdem und werden oft erst sichtbar, wenn es quasi zu spät ist zum "einfachen" wegjäten...

Mache ich mir da wieder viel zu viele Gedanken? Wie löst ihr das? :giessen



P.S.: Bei verwinkelteren Stellen im Nutzgartenbereich habe ich letztes Jahr schon angefangen, einfach Rasen durch flächigen Rindenmulch zu ersetzen. Ich habe inzwischen auch eine Stelle für Bio-Rindenmulch aufgetan und werd das also beibehalten. Erste Erfahrungen sind gut, dieses Jahr soll die Fläche vergrößert werden. Leider ist Rindenmulch gar nicht mal günstig und merkwürdigerweise im BigPack nicht günstiger als in der Einzeltüte, deshalb kann ich das nur schrittweise, Teilfläche um Teilfläche, umsetzen.
Letztes Jahr hat sich im Laufe der Zeit Gundermann auf Teilen der Mulchfläche verbreitet, den ich dagelassen habe, weil es wirklich nur er war und sonst nichts. Das sah ganz hübsch aus und ich bin gespannt, wie sich das dieses Jahr entwickeln wird.
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GrizzlyimGarten
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Re: Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Beitrag von GrizzlyimGarten »

Ich finde das Thema auch spannend, lese fleißig mit.

Dadurch dass ich zwei Hochbeete aus Steinen aufgelöst habe, sind eine ganze Menge Steine vorhanden, die ich als Beetumrandungen nach und nach in den Garten einbringen werde, auch, um das Gras aus den Beeten etwas fern zu halten.

Die vier Gemüsebeete sind ja weit vorangeschritten, ein Himbeerbeet kommt als Teil der Pufferzone an den Randbereich des Gartens.
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Simbienchen
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Re: Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Beitrag von Simbienchen »

Hallo @Dorfgaertner :hallo

Nee, das ist kein Problem, dass nur dich alleine betrifft, da kämpfen wir - glaube ich - alle mit. Ich habe auch einige Problembeete, wo ich so doofe Gräser drin habe, die ich nicht eliminiert bekomme. Meine Beete sind auch nicht mehr so akkurat wie zu Zeiten, als sie frisch angelegt wurden. Je nachdem wie ich es im jeweiligen Gartenjahr schaffe und ihnen Pflegemaßnahmen angedeihen lassen kann.

Um die immer wieder nachwachsende Grasnarbe in Schach zu halten, habe ich für mich zwei bis jetzt einigermaßen praktikable Möglichkeiten, die ich auch nicht in jedem Jahr anwenden muss. Zum einen habe ich einen Grasabstecher, mit dem ich die Grasnarbe rund um die Einfassungen ( könnte den " Schützengräben" deiner Mutter ähneln :D ) absteche. Das klappt sehr gut damit und geht relativ schnell....
Die andere Variante ist, die Grassoden davor mit dem Spaten wie üblich abzustechen und falsch herum wieder davor zu legen, damit die Steine weiterhin Halt haben.

Bei den Steinumrandungen, die auf einer Ebene mit der Grasnarbe liegen, kann ich auch mit dem Rasenmäher drüberfahren, das sind auch meine Laufwege, die ich sowieso freihalten muss. So wie hier:
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Alles was ins Beet hineinwächst, muss ich auch ausgraben oder zupfen, solange es noch ganz klein und jung ist. Also ja, jäten.... :ka
Unterirdische Grasausläufer schneide ich unter der Erde ( wie Spargel) ab und belasse den Rest in der Tiefe. Dadurch wächst es nicht so schnell nach und manches ist auch nicht wiedergekommen.

Andere Ideen sind mir leider auch noch nicht gekommen...

Am besten klappt es mit Beeten, die gut eingewachsen sind und sich die Stauden mit ihrem Blattwert über die Beetumrandungen legen, unter dem nichts anderes mehr wachsen kann.
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Alma
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Re: Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Beitrag von Alma »

Ja, kenne ich auch.
Ich habe Beete an denen die Quecke einwächst und Beete in die der kriechende Hahnenfuß seine Ausläufer reinstreckt.
Gegen Quecke hilft tatsächlich der Graben bzw. abgestochene Rasenkante.
Beim kriechenden Hahnenfuß bin ich am überlegen ob ich dort eine Rasenkante aus Ziegelsteinen die ich noch habe lege. Da sieht man es wenigstens wenn er seine Ausläufer streckt und kann sie entfernen.
Im Rasen ist er herzlich willkommen als blühend und niedrig.
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Dorfgaertner
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Re: Umrandungen, Einfassungen, Begrenzungen für Beete oder Wege

Beitrag von Dorfgaertner »

Na, eure Antworten beruhigen mich etwas :)

Ich hab vor zwei Jahren mal für ein Beet angefangen, eine "zweistufige Rasenabwehrkante" gebastelt :D die tatsächlich ganz gut hält (wo sie schon fertig ist), aber selbst die hat stellenweise mit den unterirdischen Ausläufern zu kämpfen...

Da hab ich eine 15cm hohe Blech-Rasenkante bündig zur Erdoberfläche im Boden versenkt (sieht man also nicht mehr) und davor habe ich eine Art Mähkante gemacht: erstmal einen auch ungefähr 15-20cm tiefen Graben vor der Blechkante gegraben, dann mit Spielsand (!) aufgefüllt und oben, ebenfalls bündig, noch Natur- und Ziegelsteine als Reihe entlang der Blechkante gelegt.

Der feine, gewaschene Spielsand ist in dem Zusammenhang ganz gut, weil er sich deutlich leichter jäten läßt, als der eigentlich für sowas vorgesehene Bausand. Der Effekt nimmt natürlich im Laufe der Zeit ab, aber letztes Jahr war es noch wie im ersten Jahr, also das dauert. Die Steine liegen natürlich nicht ganz so wackelfrei wie in Bausand gebettet, aber es ist halt auch ne Mähkante und kein Gartenweg, insofern gibt es da keine nennenswerten Probleme.
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