Der Platz für diese Wilde Ecke sollte darum gut ausgewählt werden. Wen der natürliche "ungepflegte" Anblick stört, kann sie mit einer kleinen Benjeshecke, einem Holzzaun, Dachpfannenziegelmauer oder Lesesteinhaufen als Umrandung einfrieden. Je nach Naturgartengestaltung, denn ein Hortus ist auch ein gestalteter Garten, allerdings können die Lebensräume für Pflanzen und Tiere bewusst ausgewählt und gestaltet werden. Somit wird der Naturgarten vielfältiger, strukturreicher und lebendiger.
Und wer mag: Ein Schild zur Erklärung für Besucher erklärt diese wilde Fläche, denn sie ist ein wertvoller kleiner Biotop, der nicht versteckt werden muss !
Wilde Ecken entstehen oftmals auch natürlich in einem Naturgarten, wie z.B. in oder unter einer Wildstrauchhecke, hinter der Gartenlaube oder am Wiesenrand. Dort finden auch gut Naturmodule wie Ast-, Laub-, Totholz- und Steinhaufen ihren Platz ohne dass sie gestört werden, nur dass sie sich durch ihren Standort ( sonnig- schattig) unterscheiden. Wichtig ist dann nur, dass man sie auch in Ruhe lässt. Das sind dann diejenigen Lebensräume, die eine Fülle von Lebewesen in unserer verarmten und aufgeräumten Landschaft nicht mehr finden.
Eine Wilde Ecke ist eine pflegearme "Abteilung" im Garten, einmal angelegt um sich selbst zu erhalten, die Pflegearbeiten konzentrieren sich eher auf das Drumherum oder andere Gartenbereiche.
Damit sich auch andere Gärtner trauen, ihre " Wilden Ecken" anzulegen, würde ich mich auch hier wieder über eure Fotos und geteilten Erfahrungen freuen
