Ich bin in den letzten Wochen viel in der Natur unterwegs gewesen und habe erschreckend viele Hochstaudenfluren des Drüsigen Springkrautes im Wald, am Waldrand, an Bächen und feuchten Wegen gesehen. Die Bestände sind wirklich besorgniserregend.
Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, aktiv dagegen anzugehen. Nicht nur beim Amt anzurufen und darauf zu warten, dass jemand Verantwortung dafür übernimmt, dass es eingedämmt wird. Eine Eindämmung ist meines Erachtens aber nicht zielführend, es wird sich wieder ausbreiten, wenn man es nicht gründlich entfernt.
Ich glaube auch, dass viele Menschen es aus Unwissenheit stehen lassen, weil die Blüten so schön sind und die Honigbienen und Hummeln daran zu sehen sind. Ja, es sind Generalisten, die von diesen Blüten profitieren und die Raupen des Mittleren Weinschwärmers, aber das ist für mich persönlich kein Kriterium mehr, diesen invasiven Neophyten zu erdulden. Diese massiven Bestände werden immer größer, ich bin zutiefst erschrocken, wie sehr es sich mehr und mehr ausbreitet und verdrängt alles Heimische.
Die Blüten sind von weitem schon leuchtend zu erkennen und sie sondern einen ganz eigenen merkwürdigen intensiven Geruch ab.
Bei Wikipedia steht :
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B ... pringkrautDas Bayerische Landesamt für Wald- und Forstwirtschaft hat in Versuchen festgestellt, dass das Drüsige Springkraut nicht bekämpft werden müsse, da es die Waldverjüngung nicht behindere und nach anderen Forschungen in Forsten sowieso nur sehr geringe Auswirkungen mit sich bringt
Was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die Realität sieht für mich ganz anders aus. Wer mit offenen Augen durch die Landschaft und Wälder Nieder-Bayerns wandert, wird bestätigen, dass das nicht der Wahrheit entspricht.
Auch was dort über die Fressfeinde steht, ist zu vernachlässigen. Ich habe hier noch keinen Einsatz von Dexter- Rinder zur Eliminierung des Springkrautes gesehen. Und die Raupen vom Mittleren Weinschwärmer sind eher selten zu sehen und schaffen es auch nicht diese großen Bestände aufzufressen. Zumal ich bei der händischen Entfernung des Springkrautes gesehen habe, was passiert, wenn die dicken hohlen Stängel umkippen, knicken oder umgetreten werden. Sie bilden an den Blattachsen überall neue Wurzeln und Wurzeln ganz schnell wieder ein.
Es ist empfehlenswert die kompletten Pflanzen, am besten noch bevor sie Blüten bilden, samt Wurzeln rauszureisen, um sie zu entfernen.
Ich weiß nicht, wie in anderen Gemeinden mit diesem Invasor umgegangen wird. Mittlerweile habe ich das Gefühl, man hat es aufgegeben, dagegen vorzugehen. Niemand fühlt sich mehr verantwortlich...??

Wie sieht das bei euch aus? Wie sind die Bestände und wie geht man bei euch dagegen vor ?
Was kann man noch tun ?
Kurze zusätzliche Info. Habe diesen Flyer gerade bei meinen Recherchen im Internet gefunden:
https://www.hamburg.de/resource/blob/78 ... 8-data.pdf