Ackerglockenblume - toll oder 'Unkraut'??

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tree12
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Re: Ackerglockenblume - toll oder 'Unkraut'??

Beitrag von tree12 »

Bei mir hat sie keinen Kalk, sondern leicht sauren Lehmboden oder eben die Pflasterfugen. Funktioniert trotzdem... :)
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Tidofelder
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Re: Ackerglockenblume - toll oder 'Unkraut'??

Beitrag von Tidofelder »

Ich achte mal drauf ob ich die Nesselblättrige Glockenblume hier auf dem Wochenmarkt bekomme. Ansonsten müssen die spezialisierten Bienen, sofern sie an der Küste überhaupt vorkommen, mit der Dalmatiner-Glockenblume vorlieb nehmen.
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tree12
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Re: Ackerglockenblume - toll oder 'Unkraut'??

Beitrag von tree12 »

Tidofelder hat geschrieben: So 30. Mär 2025, 20:59 Ich achte mal drauf ob ich die Nesselblättrige Glockenblume hier auf dem Wochenmarkt bekomme. Ansonsten müssen die spezialisierten Bienen, sofern sie an der Küste überhaupt vorkommen, mit der Dalmatiner-Glockenblume vorlieb nehmen.
Die Glockenblumen nutzen ja allen Wildbienen, Hummeln, Wollschwebern und anderen Insekten... es wird sich auch im hohen Norden jemand finden, der Glockenblumen als Nahrungsquelle, Schlafplatz oder Regenschutz zu schätzen weiß... :D ;)
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Alma
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Re: Ackerglockenblume - toll oder 'Unkraut'??

Beitrag von Alma »

Ist ja schon komisch - so eine derartige Warnung habe ich noch nie bei Pflanzen gelesen. Rainfarn oder Astern sind ja sehr ausbreitungsfreudig. Da stehen keinerlei Hinweise.
Außerdem sei sie nicht gefährdet und kommt fast überall in Deutschland vor.
Aber ich würde ja nicht hier im Forum fragen wenn ich sie persönlich gut kennen würde die Ackerglockenblume die angeblich überall wuchert wie verrückt.
Also hier in meiner Gegend wüsste ich keinen Standort an dem sie wächst.
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Dorfgaertner
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Re: Ackerglockenblume - toll oder 'Unkraut'??

Beitrag von Dorfgaertner »

Ja, wir sind von deiner ursprünglichen Frage etwas abgedriftet @Alma, und ich bin da leider nicht ganz unschuldig :oops
Ich bin mir nicht restlos sicher, aber ich glaube, daß die Ackerglockenblume schon mal bei meinen Glockenblumenansiedlungsversuchen dabei war – und sie hat also nicht überlebt.

Bzgl. der "Warnung" vor der Wüchsigkeit muß ich an Strickler und unser Seifenkraut denken. Das hatte (auf der alten Homepage von Strickler jedenfalls) die Warnung "wuchert!!" (ich glaube wirklich mit zwei Ausrufungszeichen) und zu dem Zeitpunkt war es genau das, was ich wollte: sie sollte ein Inselbeet auf der Grenze zwischen Rasenwiese und Wildniswiese zur Wildniswiese hin quasi gleichzeitig öffnen und abschließen, also einen Übergang am Rand bilden. Was tat sie? Wuchern jedenfalls nicht.
Nun habe ich in den letzten zwei Jahren das Beet neu gestaltet, das Seifenkraut hat viel mehr Platz, also weniger Konkurrenz und mehr Licht, und jetzt, nachdem sie da schon bestimmt seit 2019 steht, jetzt fängt sie mal ein bißchen an zu wuchern.

Lange Rede, kurzer Sinn: um zu wuchern braucht es mehr als nur eine Pflanze, die es theoretisch kann.
Ich persönlich würde es wagen und sie mit etwas mehr Platz an eine Stelle pflanzen, wo konkurrenzstarke Nachbarn wachsen (Seifenkraut zum Beispiel ;)) Oder du machst an einer geeigneten Stelle Rasen weg und legst ein neues kleines Beet für sie an, um das herum du mähen kannst – vielleicht ein neues Inselbeet mit Wucherern? Da könntest du dann wirklich Seifenkraut pflanzen, und noch die eine oder andere Begleitpflanze. Ich finde die Kombination von Glockenblume und Acker-Hundskamille sehr apart.
Ggf. auch für eine Baumscheibe eines eingewachsenen aber noch nicht uralten Baumes?
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
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Alma
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Re: Ackerglockenblume - toll oder 'Unkraut'??

Beitrag von Alma »

Nun gut, ich habe sie jetzt einfach mal eingepflanzt und bin sehr gespannt ob sie wuchern oder eingehen.
Ob eine Pflanze wuchert ist wohl wirklich sehr standortabhängig bei speziellen Pflanzen.
Klar, es gibt die die immer wuchern - Giersch, Quecke, kanadische Goldrute, Glattblattastern, Rainfarn.
Das sind die Allrounder (und invasive Neophyten)
Ich erinnere mich noch an die selbe Diskussion bzgl. des Weidenröschens welches angeblich auch wuchert wie blöd.
Ich liebe dieses Weidenröschen - aber ein Unkraut wollte ich auch nicht.
Tatsache ist dass ich es ein paar mal versucht habe es hier zu etablieren und alle Versuche gescheitert sind.
Die Nicht-Allrounder gedeihen nur an dem Standort der perfekt ist für sie.
tree12
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Re: Ackerglockenblume - toll oder 'Unkraut'??

Beitrag von tree12 »

Ich habe seit Jahren Rainfarn im Garten, sogar sonnig am Zaun! Und ich wünschte, er würde mal anfangen, sich zu verbreiten, da er ökologisch so wertvoll ist und ich ihn sehr gerne mag. Auch das angeblich so sehr wuchernde Gewöhnliche Seifenkraut. Die einzige Pflanze habe ich umgesetzt, weil sie zu schattig stand. Jetzt im Halbschatten sieht sie auch nicht so arg gut aus. Hoffentlich kommt sie überhaupt wieder.
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