Saatgut

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Amarille
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Saatgut

Beitrag von Amarille »

"Wer die Saat hat, hat das sagen"...darum geht es gerade ganz intensiv. Das Wasser haben sich Großkonzerne schon gekauft, nun wollen sie auch noch, soweit sie es nicht schon haben, auch die Macht über die Lebensmittelversorgung auf dem Acker. Ich weiß das es vielen Menschen nicht bewusst ist was hinter unserem Rücken gerade neu geordnet wird oder geordnet werden soll. Ziel ist die Abhängigkeit und natürlich, wie immer, Geld, viel Geld. Mir sind 2 Seiten im Internet wichtig geworden, Seiten die nicht Unmengen an Informationen schreiben, sondern sich auf das wesentliche konzentrieren. Ich verlinke auch mal einen Beitrag aus dem Bio-Balkon-Kongress, wobei ich nicht weiß wie lange dieser abrufbar sein wird. Ich würde mich freuen wenn ich dieses wichtige Thema weiter geben könnte.

https://www.bingenheimersaatgut.de/de/k ... gentechnik

https://bio-balkon.de/kongress-13/kongr ... 0%9F%8C%B1

https://coras-garten.de/
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt!
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Amarille
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Re: Saatgut

Beitrag von Amarille »

Nächste Woche Samstag am 9.12. bringt die ARD die Serie "Saatgut". Nicht nur spannend und alles andere als Sience fiction.
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt!
Primulaveris
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Re: Saatgut

Beitrag von Primulaveris »

In Dankbarkeit für Amarilles Engagement:

Es gibt den Plan, in der EU landwirtschaftliche Genmanipulation zu "deregulieren". Eine Kommission hat dazu im Sommer ein Planpapier erstellt, und noch in diesem Jahr soll darüber abgestimmt werden.
"Deregulieren" klingt irgendwie nett und frei, bedeutet aber, dass es keinerlei Kontrolle mehr über das Ausbringen genmanipulierter Pflanzen gibt, weder in Landwirtschaft noch Natur (es gibt Pläne, z. B. "Artenschutz" zu betreiben, indem Arten durch Genmanipulation "klimafest", z. B. trockenverträglicher "gemacht" werden). Einmal ausgebracht gibt es kein Zurück mehr. Und niemand kann die Folgen wirklich abschätzen.
Für Menschen bedeutet es, de facto keine Wahlfreiheit zu haben, und für tausende kleiner Sorten bedeutet es das Aus. Schon jetzt ist es so, dass das Zulassungsverfahren für kleine Sorten für kleine Saatgutproduzenten kaum zu stemmen ist. So verschwinden sie vollkommen aus dem kommerziellen Gemüseanbau. Samenfestes Saatgut ist schon jetzt ein Nischenprodukt, und nicht zugelassene Sorten dürfen aus "Sicherheitsgründen" nicht an Landwirt:innen verkauft werden, nur an Privatgärtner:innen (siehe z. B. Dreschflegel etc.).
Niemand kann die Folgen abschätzen - außer natürlich die VIER Konzerne (Bayer-Monsanto, Corteva, ChemChina, Limagrain), in deren Hand WELTWEIT der Löwenanteil der Saatgutproduktion liegt. Nebenbei sind sie zufällig auch die vier größten Pestizid-Unternehmen weltweit. In ihrem Interesse liegt die "Deregulierung" und die Möglichkeit, Sorten patentieren zu lassen. Und die Folge wäre Geld und Macht und ewige Abhängigkeit der globalen Landwirtschaft. ("Nimm etwas aus der Natur, das für alle da ist, pfusche drin herum, entarte es, zerstöre es, und dann verdiene richtig viel Geld damit." Zitat: Mephisto.)

Dieses Thema fällt sehr oft irgendwie "hinten runter", es ist so unsichtbar. Aber es ist wahr: Wer die Saat hat, hat das Sagen. Und wir haben wirklich wahnsinnig viel zu verlieren!
Und es ist dringend.

Jedenfalls gibt es hier eine Petition zu diesem Thema.
https://weact.campact.de/petitions/kenn ... n-erhalten
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