Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

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Alma
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von Alma »

Und schaue, dass deine Salweide jetzt wenn sie blüht möglichst viel Sonne bekommt.
Meine steht ganz unten am Grundstück wo die Sonne im Frühjahr erst nach Mittag hinkommt. Erst wenn sie in der Sonne steht wird sie umflogen. Dann aber wie verrückt, da ist echt was los!
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Dorfgaertner
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von Dorfgaertner »

Tja, also gestern kam eine erste Teilsendung für die Hecke an – und das ärgert mich.
Ich hab bei der Baumschule Eggert bestellt, und die geben als Lieferzeit "ca. 4-12 Werktage" an. Ich hatte am Sonntag, d. 8. bestellt, am Montag die Rechnung bekommen und direkt bezahlt, die Lieferung wurde dann für den 24. angekündigt (15 Tage). Für die vorzeitige Teillieferung gab es keine Versandbenachrichtigung.
Wie ihr bemerkt haben dürftet, ist heute der 24. und gestern war ein Montag – d.h., das Paket hat übers Wochenende irgendwo rumgelegen und die wurzelnackten Gehölze durften sich freuen … dachte ich! Aber es ist noch viel schlimmer: Als ich dann auf den Adresszettel am Paket geguckt hatte, sah ich, daß die Sendung schon am 12.03. aufgegeben wurde! Die Gehölze lagen also fast zwei Wochen trocken im Paket, bevor sie hier ankamen – und in der Tat sind die Wurzeln auch komplett trocken. :ohno

Ich hab sie jetzt sofort in einen Wassereimer gestellt, vielleicht schaffen sie es noch. Mal sehen, wie es mit dem Rest der Sendung weitergeht.
Zuletzt geändert von Dorfgaertner am Mi 25. Mär 2026, 15:54, insgesamt 5-mal geändert.
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tree12
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von tree12 »

Oh weh, das tut mir leid!! Eigentlich ist Eggert ein guter Versender. Da muß etwas schief gelaufen sein. Am besten sofort Mail schreiben und schon einmal vorsorglich reklamieren. Wenn das eine oder andere Gehölz dann nicht angeht, solltest Du Ersatz fordern.
tree12
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von tree12 »

(Da fällt mir ein, bei denen habe ich auch kürzlich bestellt, die Sendung soll diese Woche kommen. Es sind aber nur zwei Gehölze...) :tuete
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Dorfgaertner
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von Dorfgaertner »

Ich hab auch schon zwei, drei Mal bei Eggert bestellt, und bislang fand ich die Qualität ok. Aber das waren, glaube ich, immer getopfte Gehölze und keine wurzelnackten.
Die hatten jetzt nur eine Plastiktüte um die Wurzeln, in der es aber trocken war.... Die kürzlich hier eingetroffene wurzelnackte Lykkefund-Rose kam z.Bsp. mit feuchter Holzwolle an und machte einen entsprechend frischen Eindruck – und die Rosengärtnerei schreibt extra auf der Webseite, daß sie nur Mo.-Mi. versenden, um eben Lagertage am Wochenende zu vermeiden. Also es geht offensichtlich auch anders.

Unter der Rinde sind die noch grün, aber das heißt ja leider nichts, da auch "frisch gestorbene" Gehölze noch eine Weile grün bleiben... Mal sehen.

Das ist wirklich ärgerlich und ich werde ihnen wohl schreiben – allerdings erst heute Abend, damit sie mir nicht noch auf die restliche Sendung, die hoffentlich heute rausgeht, spucken ;)
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Amarille
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von Amarille »

@Dorfgaertner

Hoffentlich kannst du die Pflanzen noch retten. Ich würde alle Wurzeln, vor dem einpflanzen, ein wenig einkürzen. Damit regst du neuen Wurzeltieb an und hättest abgestorbene Spitzenenden weg. Das klappt dann schon :knuddel
Ich bin aus der Zeit gefallen... :ka
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Umkraut
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von Umkraut »

Ohnö, immer wenn's was wichtiges ist, wird der Postweg
kreativ. Ich drücke dennoch allen die Daumen, so mancher Wildstrauch hat doch ganz ordentlichen Überlebenswillen.
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Dorfgaertner
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von Dorfgaertner »

Sooooo! :D

Jetzt ist der größte Teil der geplanten Hecke fertig. Es stehen noch zwei, drei Kleinsträucher (Stachelbeere, Alpen-Johannisbeere) im Wassereimer, die müssen noch bis morgen ausharren. Die großen Gehölze sind aber alle im Boden.

Man sieht leider nicht viel, aber sozusagen pro forma hier trotzdem Bilder. Da liegt eine weiße Schnur auf dem Boden, die mehr oder weniger die Grundstücksgrenze darstellt, sie müsste noch etwas weiter weg von den Gehölzen liegen. Da sind ca. 1,30-1,40m Abstand, was nach Niedersächsischem Nachbarschaftsrecht bedeutet, daß die 5m hoch wachsen dürfen (aber es wird keiner was sagen falls sie höher werden, weil da eine Pferdekoppel und kein Hausgrundstück angrenzt.
Wer gute Augen hat erkennt außerdem am rechten Bildrand noch einen Rest Maschendrahtzaun, der keine Funktion mehr hat und demnächst noch entfernt wird.

Ich habe die Pflanzen tlw. rot markiert. Die letzte markierte Pflanze im ersten Bild ist die Eibe aus dem zweiten Bild. Rundherum liegt derzeit noch Brombeerhäckselmulch (falls ihr euch fragt, was das ist).
20260327_164118.jpg
20260327_164140.jpg
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tree12
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von tree12 »

Danke, daß Du die Pflanzaktion mit uns teilst! Ich liebe solche Bilder. Und daß die Sträucher noch klein, braun und unscheinbar sind, stört mich kein bißchen, im Gegenteil. Sie tragen das Versprechen eines heranwachsenden Ökosystems in sich und das bereitet Freude! :bravo

Haben sich denn alle Sträucher von der langen Reise im Paket erholt?
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Dorfgaertner
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Re: Was sind die besten Gehölze für (Halb-)Schatten und Baumschatten?

Beitrag von Dorfgaertner »

tree12 hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 18:31 Haben sich denn alle Sträucher von der langen Reise im Paket erholt?
Joah, man wird es sehen... Etwa knapp 2/3 der Gehölze haben grüne Knospen, einige sehen aber quasi tot aus. Aber selbst wenn alle überleben sollten – die meisten Gehölze haben Schrammen an der Rinde und die Schnittstellen an den Ästen sind faserig – ich weiß auch nicht genau, wie die Leute ihre Gehölze ausgraben, aber sie machen es irgendwie rücksichtslos. Ich werde auf jeden Fall nie wieder bei der Baumschule Eggert bestellen und jede Gelegenheit nutzen, um schlecht über sie zu reden ;)
Jetzt möchte ich mal die nächsten Wochen abwarten, und wo gegen Mitte/Ende April kein Austrieb gekommen ist, werde ich die entsprechenden Gehölze als Topfware noch mal nachkaufen – bei einer anständigen Baumschule.

Trotz dieses Ärgernisses hat der Prozeß insgesamt dennoch Spaß gemacht und ich freue mich darauf, die kleinen bewurzelten Äste zur Hecke heranwachsen zu sehen.
Derzeit überlege ich, ob ich nicht noch in ein oder zwei Lücken Blaue Heckenkirschen unterbringe. Die sind hier zwar nicht gebietsheimisch, blühen aber jetzt (also zu einem guten Zeitpunkt) und unsere Blaue Heckenkirsche im Vorgarten lockt regelmäßig v.a. Hummeln an.
Gespannt bin ich auch auf die Früchte der wilden Stachelbeere. Ich habe ja mal vor diversen Jahren eine Stachelbeer-Kulturreliktpflanze von einem Burghügel gerettet, und die macht Früchte, die kaum 5mm Durchmesser erreichen, wenn überhaupt. Die Baumschule schrieb auf der Pflanzenseite, daß die Früchte kleiner seien, als bei den Kulturformen – haben aber trotzdem Marmeladenzubereitung erwähnt. Das wäre bei "meiner" Wild-Stachelbeere quasi sinnlos, und jetzt interessiert mich brennend, wie die Früchte der "neuen" Wild-Stachelbeere wohl aussehen werden.

Grundsätzlich würde ich bei der Gelegenheit auch generell (wilde) Stachelbeeren als Teil der Pufferzone, bzw. des Gehölz-Hotspots ;) empfehlen: sie werden ja nicht besonders groß und lassen sich also gut in irgendwelchen Lücken noch unterbringen. Zudem vertragen sie Halbschatten gut und obwohl bei NaturaDB steht, sie würden feuchten Boden wollen, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß sie auch mit normalem bis eher trockenem Boden zurecht kommen und sogar längere Trockenphasen im Sommer leidlich gut wegstecken. Und wer es nicht unbedingt auf Ernte abgesehen hat, kann auch Raupen auf ihnen walten lassen, bis zum Kahlschlag. Habe ich mal gemacht, und danach trieb sie einfach neu aus – übrigens haben die Raupen bei der Gelegenheit auch den Mehltau (der ja in den Knospen "wohnt"), unter dem die Pflanze jahrelang litt, weggefressen! Seither – mehltaufrei!
Zuletzt geändert von Dorfgaertner am Mo 30. Mär 2026, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
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