Vielen Dank für Deine Bemühungen, Doro, der Admin vom Hummelforum auf pollenhoeschen.de hat mir zum Glück rasend schnell und kompetent zur Seite gestanden. Ich hatte den Tipp bekommen, den vorderen Eingang lichtdicht nachts zu verschließen (da sind alle Hummeln im Kasten). Sie würden sich dann am Folgetag umorientieren und den seitlichen Eingang zum Ausflug nutzen. Das soll ich ein paar Tage beobachten. Wenn es gut funktioniert, kann ich die Klappe an dem seitlichen Eingang befestigen, zunächst muß man diese ganz offenhalten. Dann wird über mehrere Tage hinweg immer ein Stück weiter abgesenkt, bis die Arbeiterinnen lernen, die Klappe eigenständig zu bedienen.
Ich hoffe das klappt, dann ist so ein Volk nämlich nicht nur gegen die Wachsmotten geschützt, sondern auch vor Eindringen von Schnecken, Ohrenkneifern oder Spinnen. Da gestern eine tote Arbeiterin herumlag, konnte ich recherchieren. Es handelt sich um Steinhummeln. Eigentlich muß man einen Hummelkasten vor dem Einzug einer Königin dekorieren mit Moos, Laub und Rindenstücken, um ein Mauseloch zu simulieren.
Ich hatte nur ein paar Blätter aus meinem entdeckten Mäusenest (in einem bodentiefen Vogelnistkasten) am Eingang des Hummelkastens angebracht. Der Duft hat offenbar ausgereicht, um die Königin anzulocken. Dabei soll es ein schlechtes Jahr für die Ansiedelung von Hummeln sein, wie ich hörte. Jetzt freue ich mich umso doller über meinen kleinen Erfolg!
Meine Überraschung, die mir zur Freude gereicht, den Hummeln eher weniger: Ich konnte Hornissen beobachten, die in der Dämmerung zielgerichtet in den großen Reisighaufen einflogen, direkt hinter dem Hummelkasten, 30 cm über dem Boden.... Es sieht aus, als ob sie darin ein Nest bauen....???? Keine Ahnung, ob sie auch Reisighaufen annehmen dafür. Vielleicht ist der Haufen im Laufe der Jahre dermaßen abgesackt, daß eine höhlenähnliche Situation entstanden ist... (Sollten sie im Haufen nur nach Mulm suchen, könnten sie den einfacher anderswo im Garten holen. Sie blieben jedesmal auch länger im Haufeninneren und waren dort also auch nicht auf Beutefang aus.)
Unser toller Hornissenkasten ist immer noch unbewohnt, es könnte sein, daß im Laufe des Frühsommers noch ein Volk einzieht, das sein kleines Starternest verlassen muß. Mal sehen. So ein Garten ist für manche Überraschung gut.
