Hotspot Pufferzone

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Dorfgaertner
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Re: Hotspot Pufferzone

Beitrag von Dorfgaertner »

Alma hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 09:44 Tatsächlich sind einheimische Sträucher leider gerade nicht mehr angesagt - aus welchem Grund auch immer.
Vor ein paar Jahren hat meine Baumschule aufgrund der hohen Nachfrage ziemlich viele einheimische Sträucher ins Sortiment genommen - aber laut deren Aussage sind das mittlerweile wieder Ladenhüter - oder der 'daher gelaufene Hund'. Allein die Felsenbirne verkauft sich nach wie vor gut.
Die haben nicht zufällig über die Gründe spekuliert, warum der Trend anfing oder warum er wieder aufhörte?
Hier bei uns hat die größte Baumschule der Gegend sich leider auf die hässlichsten Wolkenschnitt-Formgehölze spezialisiert, die man sich vorstellen kann. (Da hängen praktisch kugelförmige Laub-Pompons mit viel zu großem Abstand an den Ästen – ich kanns gar nicht richtig beschreiben, so schlimm ist es :D) Die sind hier in der Gegend viel zu sehen. Und auch deren Gehölze sind größtenteils aus aller Welt. Es gibt ein paar "Basics" wie Hainbuche oder Eibe, aber viel mehr kommt da leider nicht...

Somnia hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 10:02 Eibe wär ja auch Wintergrün, und das langsame Wachstum plus der Ausschlag aus dem alten Holz sollte ja eigentlich ein Argument dafür sein- pflegeleicht und so. Aber irgendwie scheint das Etikett giftig zu stark zu sein, während sich bei Thuja und Kirschlorbeer kein Mensch um Giftigkeit kümmert.
Ich erinnere mich noch an die Gartenforum-Zeit... Da kamen regelmäßig Leute an, die irgendwelche wunderschönen Pflanzen tilgen wollten, weil sie "giftig" seien, und dann stehen da in 90% der Fälle nämlich genau Thuja oder Kirschlorbeer im Hintergrund unbehelligt rum...
In meiner Kindheit gab es auch u.a. Fingerhut und Eibe im Garten, und ich erinnere mich noch heute, wie meine Mutter sich bei beiden Pflanzen mal neben mich hockte und mir erklärte, daß das giftige Pflanzen sind, die ich nicht essen und am besten gar nicht anfassen sollte. Und das habe ich dann auch nicht gemacht. Wenn Leute dann kommen mit dem Argument "Aber die Kinder!", kann ich immer nur den Kopf schütteln. "Zum Glück" spielen Kinder aber nicht mehr draußen, da kann ihnen dann nix mehr passieren... :p ;)
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
tree12
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Re: Hotspot Pufferzone

Beitrag von tree12 »

Kann Dir nur zustimmen, lieber Dorfgärtner! Ich erinnere mich kopfschüttelnd und absolut verständnislos an die Aufregung von Eltern, als ein Weg zu einer Landesgartenschau mit einer Ligusterhecke gesäumt werden sollte... die Beeren wären doch soooo giftig und man könnte da mit Kindern ja gar nicht mehr langgehen... Aha, klar, alle Kleinkinder pflücken ständig Ligusterbeeren ab und stecken sie in den Mund (während die Eltern vermutlich auf ihr Handy starrren) und außerdem hängen die hochgiftigen Beeren ja das ganze Jahr über an den Sträuchern.

Und natürlich haben alle diese Familien keinesfalls daheim Kirschlorbeer- oder Thujenhecken. Giftige Reinigungsmittel im Haushalt existieren dort ebenso wenig wie ein gefährliches Auto, auch liegen niemals Medikamente, Zigaretten, Nadeln und Kleinsteilchen herum, die ein Kind verschlucken könnte.... :panik

Ich fragte mich ernsthaft, in welcher Welt diese merkwürdigen Eltern eigentlich leben...

Anderer Punkt: Deutschland sollte sich ein Beispiel nehmen an den Heckentagen, die jedes Jahr in Niederösterrich stattfinden. Für kleines Geld können sich die Niederösterreicher dort mit heimischen, wurzelnackten Sträuchern eindecken, auch Obstgehölze gibt es. Unterstützt auch die Gärtnereien und Baumschulen, die für die Anzucht der Gehölze zuständig sind. Fabelhafte Aktion! :dafuer
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Tidofelder
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Re: Hotspot Pufferzone

Beitrag von Tidofelder »

Ich habe mittlerweile mehrere Liguster im Garten die freie Bahn haben. Es interessiert mich einfach wie sich die Pflanzen natürlich entwickeln.
Hortus Passiflorus - Grün, wild, ostfriesisch.

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