[Weg] Makro-Hortus

Garten und andere Grünflächen auf dem Weg zum Hortus / Hortanen Habitat
tree12
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von tree12 »

Meine Idee, wenn Du das Wasser nicht zum Gießen benötigst: schaffe einfach eine Senke und leite das Wasser dort rein. Also ein wechselfeuchter Bereich mit passenden Pflanzen. Ökologisch äußerst wertvoll, pflegeleicht und hübsch.
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Thea
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von Thea »

Na, zum Gießen habe ich ja das Wasser aus der Zisterne. Die Regenrinnen am Gartenhaus sind nur dazu da, das Fundament dieses Holzbaus trockener zu halten.

Eine Sickerfläche ist interessant, aber ich habe da noch den wucherfreudigen Liguster und einen hoffnungsvollen kleinen Faulbaum stehen. Den Faulbaum möchte ich nicht ertränken.
Da muss ich mir noch ein paar Gedanken machen.
tree12
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von tree12 »

Faulbäume mögen es eh gerne feuchter. Und es ist ja nur ein wechselfeuchter Bereich mit auch trockenen Phasen, da wird der Faulbaum sicher keinen Schaden nehmen. Und Liguster ist ja nun ökologisch auch nicht zu verachten. Wir haben ungeschnittenen Liguster vom Nachbarn an der Grundstücksgrenze, 5 m hoch und überhängend, im tiefen Schatten, der trotzdem blüht und zur Blütezeit von Insekten heiß begehrt ist. Und den Duft der Blüten liebe ich sehr.
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Thea
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von Thea »

Im Winterjasmin habe ich heute vier Blauschwarze Holzbienen gesehen. Anfang März. Lang lebe der Klimawandel, soifz.
Zumindest habe ich jetzt genug Totholz für alle aufgestapelt.
tree12
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von tree12 »

Dann scheint ja der Winterjasmin doch nicht so wertlos zu sein, wie der Experte von Re-Nature neulich mal meinte... Immerhin hast Du Holzbienen. Auf die warte ich hier seit Jahren, aber vermutlich ist es ihnen insgesamt zu schattig bei mir im Garten.
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Thea
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von Thea »

Der Winterjasmin ist Teil der Garagenbegrünung wird bei uns im frühen Frühjahr von den Holzbienen und Solitärbienen gut besucht. Deshalb schneide ich ihn auch erst nach der Blüte zurück.
Er ist vielleicht nicht perfekt, aber ich sehe keinen Grund, ihn vor Chinesischem Runzelblättrigen Schneeball und Kirschlorbeer zu ersetzen. Da sind andere Sachen dringender.

Ein schlechtes Bild habe ich, mein Telefon ist nicht für Insektenaufnahmen gemacht.

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Alma
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von Alma »

Das habe ich auch beobachtet vor kurzem dass viele Bienen unterwegs waren an einem Jasmin.
Mit den milden Wintern sind auch die Bienen viel früher unterwegs und brauchen viel früher mehr Nahrung.
Ich werde tatsächlich Traubenhyazinthen (die einheimischen) auch wenn ich sie nicht besonders mag. Aber das ist auch eine schwer angeflogene Pflanze zur Zeit
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Simbienchen
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von Simbienchen »

Der Winterjasmin ist mit seinen frühen Blüten ein richtiger "Frühlingsstrauß", wunderschön anzusehen! Ich habe ihn auch im Topf, weil ich ihn schön finde, aber nicht im Boden haben wollte. Der macht so viele Ausläufer und ist schwer in Schach zu halten.

Ich habe ihn auch beobachtet, aber ich muss leider sagen, daß die wenigen Insektenbesuche nicht nennenswert sind und man darf sich vom Winterjasmin nicht täuschen lassen. Man sieht zwar hin - und wieder ein paar Insekten daran, aber die Mühe der Bienchen ist eher umsonst, sie verbrauchen mehr Energie als sie tanken können. Ich sehe auch nur Honigbienen dran.... interessant, dass du Holzbienen und andere Solitärbienen dran hast!

Der Winterjasmin hat laut Prof. Dr. Günter Pritsch einen sehr geringen Nektar- und Pollenwert von 1. ( "Dr. Pritsch hat sich während seines gesamten Arbeitslebens schwerpunktmäßig mit dem Thema Bienenweide und Bestäubung befasst und 2007 darüber ein Buch „Bienenweide“ geschrieben über die Blühzeiten, Nektar- und Pollenwerte der für Honig- und Wildbienen wichtigen Pflanzen" ) ...aber das nur am Rande zur Information.

Auch in anderer Trachtliteratur wird der Winterjasmin nicht genannt. Er fällt eher in die Kategorie wie die Forsythien - schöner Neophyt, aber leider nutzlos für unsere Insekten - ....aber mach dir deshalb jetzt keinen Stress, alles kommt und geht zu seiner Zeit ;)
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von Thea »

In Sachen Tracht habe ich den Garten um eine Rose Moonlight an der Benjeshecke erweitert. Die hoffentlich schnell genug wächst, dass die Nachbarin die Hecke nicht mehr sieht, wenn sie über den Zaun schaut.
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Und eine Rose Lykkefund an der Südseite des Anbaus, auf dem der Mikro-Hortus residiert. Als Rankgerüst werden noch ein paar Teile der alten Sckaukel herhalten. Ich muss mir aber für die längerfristige Befestigung ein paar Gedanken über das Gewicht der Rose machen müssen.
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Das Sumpfbeet wächst auch, aber ich glaube, meine angedachte Trockenmauer wird da nicht mehr hinpassen, weil ich nicht so tief graben kann, wie ich wollte, und deshalb am Rand aufhäufen muss. Also gibt es wohl "nur" eine Pyramide im Vorgarten.
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Aber ich habe nicht nur sauber-gärtnernde Nachbarn. Die Nachbarn auf der anderen Seite haben vor ein paar Jahren ihre Grenzbäume gestutzt, und die Thujen haben sich wie üblich nicht mehr davon erholt. Unser Efeu ist an den Bäumen hochgeklettert und fühlt sich dort echt wohl.
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Hinter der Pergola habe ich heute noch eine zweite Eibe entdeckt, zusätzlich zu dem Eibenbaum an der Südostecke. Er wächst unter der Korkenzieherhasel, und neben einer fast toten Forsythie, sehr nah an der Grundstüchsgrenze. Ich glaube, es wäre besser, die Eibe im Herbst zu fällen, ebenso wie die Forsythie und den zweiten Runzelblättrigen Schneeball. Als "Ersatz" denke ich an einen Weißdorn und einen echten Totholzhaufen aus größeren Stammstücken, zusammen mit einem zweiten Steinhaufen und dem ganzen Efeu.
Ich kann mich nur echt nicht dazu durchringen. Ich würde die Eibe gern erhalten, aber sie steht extrem unglücklich.
tree12
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Re: [Weg] Makro-Hortus

Beitrag von tree12 »

Der Efeu sieht echt super aus!

Eine sehr liebe Nachbarin von mir plant auch ein Sumpfbeet, unterstützt durch eine Naturgarten-Beraterin. So ganz glücklich sind sie mit dem angedachten Standort zwar nicht, weil Laub und Nadeln von hohen Bäumen ins Sumpfbeet reinfallen werden, aber es gibt nur diesen Platz. Zudem ist er halbschattig und nicht richtig sonnenverwöhnt. Aber er liegt in einer Senke, wo sich Regenwasser sammeln kann.

Wenn Deine Eibe noch klein genug ist, um sie auszugraben, könntest Du sie in Deiner Nachbarschaft verschenken. Ansonsten: Augen zu und durch, denk an die wichtige Störungsökologie... keine Eibe kann an den ökologischen Wert eines Weißdorns heranreichen!! Du bist das Rind, das sich an der Eibe reibt und schubbert, bis sie umfällt und stirbt. In ihrem Schutz keimt dann ein kleiner Weißdorn aus einem Samenkorn, das ein Vogel einst dort hinterließ. :omm
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