Hochbeete

Marissa
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Re: Hochbeete

Beitrag von Marissa »

Ich fand ein Angebot von torffreier Pflanzerde beim Baumarkt um die Ecke. 8 Cent der Liter. Die besteht zu 60 Prozent aus Kompost/Holz. Es wird also wieder zusammensacken.

Gerade in so heißen, trockenen Jahren gibt es halt nicht viel Grünschnitt und ich brauche viel davon an anderen Stellen.

Ich finde Hochbeete ja irgendwie voll ungeschickt. Hab ich aber erst gemerkt, als ich selbst eins hatte. Bis jetzt fungierte es hauptsächlich als Komposter und Rosenkäfer-Zucht. :wurm
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Alma
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Re: Hochbeete

Beitrag von Alma »

Hätte ich keine Wühlmäuse hätte ich auch kaum Hochbeete.
Klar kann man sie einfach mit Mutterboden befüllen. Das ist dann wie ein normales Beet - nur eben etwas höher.
Absacken tun sie trotzdem noch (man fragt sich wieso) aber lange nicht mehr so stark
Melandreas
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Re: Hochbeete

Beitrag von Melandreas »

Leider kann ich die ursprüngliche Frage auch nicht beantworten. Ich verstehe jedoch auch nicht, warum das Hochbeet unbedingt mit diesen verschiedenen Schichten befüllt werden muss.

Ich habe verschiedene Beethöhen ausprobiert. Das Hochbeet hat sich letztendlich nur bedingt bewährt. Neben dem Absacken finde ich den hohen Wasserbedarf bedenklich.
Als Ideal haben sich bei mir halbhohe (30-40 cm) Beete herausgestellt. Sie sind hoch genug, dass man unten eine Wühlmaussperre einziehen und trotzdem Möhren anbauen kann. Gleichzeitig kann man sie - wenn man möchte - vom Hocker aus rückenschonend bearbeiten. Der Wasserbedarf ist ähnlich einen normalen Beet. Und die Herstellung ist deutlich einfacher und billiger.
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Simbienchen
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Re: Hochbeete

Beitrag von Simbienchen »

Alma hat geschrieben: Do 20. Aug 2026, 17:32
Absacken tun sie trotzdem noch (man fragt sich wieso) aber lange nicht mehr so stark
Zu dem " ....wieso" ...kann ich kurz erklären, warum sich die Beeterde ( trotzdem) so verhält. Es ist zum Einen ein Zeichen, dass sie lebendig ist. Das ist ja ein gutes Zeichen. Das Zusammensacken ist auch neben anderen Gründen der biologische Abbau durch die Microorganismen. Organisches Material, welches verdaut wird, wird entzogen. Hohlräume sacken dann zusammen und durch Regen und Gießen verdichtet sich die Beetfüllung.

(Ups, beim erneuten Nachlesen habe ich gerade gemerkt, dass ich vorhin gar nicht erkannte, dass sich deine Antwort auf flachere Beete bezog @Alma ...naja, aber ich lasse es jetzt trotzdem alles stehen .... :oops )

Die Beetfüllung wird erst dann stabiler, je mehr Dauerhumus (Huminstoffe) entsteht. Das passiert mit der Zeit von allein. Alte Hochbeete sacken dann nicht mehr so massiv ab, es reicht dann, sie im Herbst gut mit Mulch zu füttern/ abzudecken. Huminstoffe sind strukturstabil.

Diese Schichtungsempfehlungen für neu angelegte Hochbeete sollen wahrscheinlich anfangs ermöglichen, dass ausreichend Hohlräume für Sauerstoff und Abfluss für Regen vorhanden sind. Wenn viel strukturgebendes Material da ist, kann sich ein gesundes Gefüge im Beet einstellen. Das langsame Absacken ist erwünscht um ein zu frühes Verdichten in den unteren Bereichen des Hochbeetes zu verhindern, denn das ist der Wurzelbereich. Ist der zu kompakt, kann es entweder zu Wurzelfäule führen, weil Wasser nicht abfließt oder die Wurzelgemüse kommen nicht hinein und wachsen flach. Was man oft bei Möhren sehen kann. Wenn Möhren in euren Beeten tief wurzeln, dann habt ihr eine schöne lockere Erde im Beet. Das sind nämlich Diven unter den Wurzelgemüsen.
Hat jemand Erfahrung mit Hochbeeten, welche nur mit Pflanzerde und/oder Gartenerde gefüllt sind?


@Marissa Meine im letzten Jahr neu befüllten Hochbeete sind über das Gartenjahr bis auf die Hälfte abgesackt. Ich hatte sie komplett mit Kompostmaterial verschiedener Verdauungsstufen aus dem Garten befüllt. Die werde ich jetzt nach der Ernte erneut im Herbst komplett auffüllen mit den Inhalten der Komposter. Das bleibt uns leider nicht erspart :ka Aber für mich ein Zeichen, dass alles lebendig ist, genau so soll es sein. Je lebendiger, desto gesünder das Gemüse.
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Simbienchen
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Re: Hochbeete

Beitrag von Simbienchen »

Ann1981 hat geschrieben: Do 20. Aug 2026, 09:00 Mir ist es auch schleierhaft, warum man den Inhalt alle paar Jahre auseinandernehmen soll.
Ich befasse mich gerade mit "Stapelkompost" über den YouTube-Kanal der "Waldgeister": Alles, was einmal lebte, reinhauen; nach 15cm wenn vorhanden eine Staubschicht Kohle und Mikroorganismen. Obwohl letztere ja eh auf allem draufsitzen.
Im Prinzip ist das eine Silage/ ein Ferment, was bei einem abgedichteten Hochbeet auch funktionieren sollte. Ich habe dafür zur Zeit eine kaputte Regentonne in Gebrauch.
Das erschließt sich mir auch nicht, warum man den Inhalt alle paar Jahre auseinander nehmen soll. Dann entnimmt man doch das stabile Gerüst, den Dauerhumus. Wenn man seine Hochbeeterde immer gut mulcht und vielfältig ( viele verschiedene Gemüse, Kräuter, keine Monokulturen) bepflanzt, dann hält man das Substrat lebendig. Ein Austausch ist meiner Meinung nach eher nachteilig. Damit tauscht man doch auch die komplett gewachsene Microorganismenflora aus, macht für mich überhaupt keinen Sinn. Ob das auch in einem geschlossenen System ohne Erdbodenkontakt auf Dauer funktioniert, weiß ich natürlich nicht. Alle meine Beete haben Bodenkontakt. Da können sich die " Beet- Mitarbeiter " bei zuviel Trockenheit, Hitze oder Dauerregen immer auch in die tieferen Schichten des Erdbodens zurückziehen und dann bei Bedarf wieder einwandern.
Aber wenn man Kübel-, Topf- oder Balkonerde durch Zugaben wieder aufwerten kann, sollte das auch in größeren Dimensionen wie geschlossenen Hochbeeten funktionieren können.
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